Es wäre aber auch richtig einfach, das durch Piktogramme oder mit einem QR Code zu einer Webseite mit Übersetzungen in mehreren Sprachen, damit das nicht jedes Mal neu erklärt werden muss. Man könnte so was vor der Kasse stellen und zwingen, dass die Menschen die Regeln anschauen, durchlesen oder zuhören, bevor sie schwimmen dürfen.
Ich weiß nicht ob der Betreiber rassistische Ziele damit hat, aber der Effekt ist Rassismus (bzw. Ungleichheit, da es eigentlich um die Sprache geht). Manchmal ist das unvermeidbar- es ist ja viel schwieriger für jemanden mit B1 Deutsch Radiojournalist zu werden, aber das liegt auf der Aussprache und Breite seiner Ausdrucksmöglichkeiten, nicht auf der Reaktion der Anderen.
Es ist aber keine natürliche Folge, dass man in einem Ort nicht schwimmen darf (was bei solchem Wetter nicht unbedingt zum Spaß ist, sondern möglicherweise auch gesundheitshalber ist), wenn man die Sprache nicht beherrscht.
Ich kann mir vorstellen, andere Kommunikationsarte sind dem Betreiber einfach nicht eingefallen. Das ist ja auch normal, besonders wenn er wenig Kontakt mit Nichtmuttersprachlern hat. Seitdem Artikel wurden dem Schwimmbad mehrere Methoden vorgestellt, mal sehen ob sie allen die Regeln erklären oder lieber keine Komplikationen mit Nichtmuttersprachlern hätten.
Mit der neuen Regelung wolle er auch seine Bademeister entlasten. In der Vergangenheit habe es Diskussionen gegeben, weil diese nicht dazu bereit gewesen seien, die Schwimmregeln einzeln in ein Übersetzungsprogramm zu sprechen, behauptete der Chef des Heidebades. Und dass sein Personal nun mal an der Belastungsgrenze sei.
Mir klingt das eher nach Überarbeitung und Frust mit den Kunden (möglicherweise aber nicht unbedingt besonders mit ausländischen Kunden). Er sollte mehr Mitarbeiter anstellen, damit sie nicht an die Belastungsgrenze kommen. Wenn das finanziell nicht klappt und das Bad schließen muss, ist das Schade, aber es wäre viel schlimmer, wenn überbelastete Rettungsschwimmer etwas verpassen würden und jemand stirbt.