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dach·DACH - Deutschsprachige Community für Deutschland, Österreich, SchweizbySapphireSphinx

Zuckersteuer soll schon 2027 kommen – und auch Zero-Getränke betreffen

[...]

Für Getränke mit einem Zuckergehalt zwischen 4,5 und 7 Gramm pro 100 Milliliter sollen dem Papier zufolge 26 Cent je Liter fällig werden. Bei mehr als sieben Gramm wären es 32 Cent, bei mehr als zehn Gramm 38 Cent pro Liter. Für Getränke, die ausschließlich Süßstoffe enthalten, soll ebenfalls ein Satz von 26 Cent pro Liter gelten. Damit wären beispielsweise Cola Zero, Sprite Zero oder Fanta Orange Zero betroffen.

Die zusätzliche Abgabe würde zudem nicht einfach bei den genannten Centbeträgen bleiben. Auf die Steuer käme die Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Dadurch könnte der Endpreis noch stärker steigen.

Ein Beispiel: Eine Flasche Coca-Cola mit einem Liter Inhalt enthält laut den Angaben 10,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Dafür würden 38 Cent Steuer pro Liter fällig. Einschließlich Mehrwertsteuer ergäbe sich ein Aufschlag von rund 45 Cent. Ausgehend von einem bisherigen Preis von 1,23 Euro würde die Flasche demnach rund 1,68 Euro kosten. Noch deutlicher könnte der relative Aufschlag bei zuckerfreien Getränken ausfallen.

[...]

Zuckersteuer soll schon 2027 kommen – und auch Zero-Getränke betreffenhttps://www.morgenpost.de/politik/article412956552/zuckersteuer-soll-schon-2027-kommen-und-auch-zero-getraenke-betreffen.htmlOpen linkView original on feddit.org

133 replies

Na klar, wenn's um Strafzahlungen geht die als Steuer getarnt werden hält die Regierung natürlich gern die Hand auf.

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Warum macht man eigentlich eine solche Bepreisung gestaffelt und nicht kontinuierlich?

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praktisch … wenn man nur wasser,tee, kaffee und rote beete saft trinkt. günstiger ist es auch noch. einfach mal machen.

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Denn ein hoher Zuckerkonsum führt zu höherem Gewicht

Bekomme ich bei Untergewicht die Steuer erstattet?

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feddit.org

WTF. Die Steuer kommt für Pflanzenmilch, aber nicht für Kuhmilch???

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suffreply
piefed.social

Der Laktosegehalt von Vollmilch liegt bei ca. 4,7%. Damit fällt Kuhmilch in die Klasse der Lebensmittel, die offiziell als zuckerreduziert gelten. Link

Es fehlt noch eine gesättigte-Fette-Steuer und eine negative Balaststoffe-Steuer.. und..

DE ist global ein Nachzügler, was die Zuckersteuer angeht.

Edit: Bis 2003 hatte DE bereits eine Zuckersteuer, die damals aber für eine EU-Harmonisierung abgeschafft wurde.

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feddit.org

Laut dem Artikel liegt der Grenzwert für die Besteuerung bei 4,5 g/100 ml. Da wäre Kuhmilch knapp drüber.

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feddit.org

26 Cent pro Liter sind ja nicht gerade wenig… Das ist ein sehr merklicher Preisanstieg.

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feddit.org

Warum Zero Getränke? Geht es ums Geld machen oder Gesundheit?

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Ravireply
feddit.org

Wenn ich mich recht erinnere triggern Zuckersatzstoffe die gleichen Rezeptoren wie Zucker. Du hast immer noch den Suchtfaktor Zucker, aber nicht unbedingt die direkten negativen Einflüsse von Zuckerkonsum. Das ergibt also Sinn, falls das Ziel ist Getränke weniger süß schmecken zu lassen.

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oaklingreply
feddit.org

Ich dachte Menschen sollen weniger Kalorien zu sich nehmen und dadurch evtl. abnehmen.

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Da ist die Frage wie man das am besten macht:

  • Entweder Zuckerersatzstoffe attraktiv machen als Alternative

  • Oder das generelle Süße Empfinden sensibler machen

Wenn die Bevölkerung weniger Bock auf süßes haben wird vielleicht auch das generelle Zuckerlevel stärker fallen.

Ich sage nicht, dass das die bessere Option ist. Das können Verhaltensforscher besser einschätzen.

Mich persönlich stört der Teil wenig. Zuckerersatzstoffe schmecken mir meistens nicht. Ich bevorzuge weniger Zucker generell und wenn dann echter Zucker.

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suffreply
piefed.social

Du bist Coke Zero gewöhnt, aber die ist gerade aus. Wirst du auf Cola verzichten oder eine mit Zucker kaufen?
Was sagen deine süßeverwöhnten Rezeptoren zur Dönersoße, die Zucker enthält im Vergleich zur Soße ohne Zucker?
Wirst du mit süßeverwöhnten Rezeptoren demzufolge mehr oder weniger Kalorien aufnehmen (vor allem bei den Getränken)?

Es geht weniger um die Tagesration Kalorien als um die Leber, die mit Zucker überschwemmt wird, wenn man sich innerhalb Minuten einen Viertelliter Zuckerwasser oder mehr hinter kippt. Entweder verwandelt die alles Zucker in Bauchumfang oder sie gibt auf und du kriegst Blutzucker.

Ich empfehle That Sugar Film

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lemmy.blahaj.zone

Du bist Coke gewöhnt Coke wird teurer.

In Universum A wird Coke Zero nicht teurer, bezahlst du genauso viel wie vorher für weniger Zucker oder bezahlst du mehr für das Original?

In Universum B (hier) wird beides teurer, bezahlst du mehr für das Original oder bezahlst du mehr für weniger Zucker?

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Creatreply
discuss.tchncs.de

Sowohl Universum A und B hat durchaus die Option "ist mir zu teuer" (bei A nur Zucker, bei B beide) und man gewöhnt es sich ab.

Beides hat auch die Option "Hersteller macht neue Cola mit weniger Zucker bzw. Süßstoff, welche weniger kostet". Machen schmeckt das vermutlich nicht, aber vermutlich wird es anderen "gut genug" schmecken.

Weiterer Optionen/Entwicklungen, and die jetzt keiner hier gedacht hat, sind natürlich ebenfalls möglich.

4
lemmy.blahaj.zone

Zucker ist immer noch ein Suchtmittel, wegen "zu teuer" damit aufhören kommt für die allermeisten nicht in Frage; bei anderen Suchtmitteln hat es ja auch nicht funktioniert. Als Zigaretten kurz vor der 5€ Marke standen habe ich von vielen Rauchern gehört, dass sie ab da die Grenze ziehen und aufhören wollten, inzwischen sind sie bei 8+€ und es haben in meinem erweiterten Bekanntenkreis original zwei Leute tatsächlich aufgehört, aber nicht wegen dem Preis. Die eine wurde schwanger und hat es sich seitdem komplett abgewöhnt, der andere hat ne Lungenkrankheit.

Der Preis spielt bei Sucht keine Rolle.

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So ein Quatsch. Erstens ist auch "Suchtmittel" ein Spektrum: Zucker, Nikotin, Alkohol und Crack haben nicht den gleichen Effekt diesbezüglich.

Zweitens spielt "Preis" bei Limo im speziellen sehr wohl eine Rolle. Warum bin ich mir da so sicher? Weil es der Grund war warum ich aufgehört habe, Limo zu trinken (zumindest in nennenswerten Mengen). Es gab schon mal einen (zumindest für mich subjektiv) erheblichen Anstieg in Preis vor 10-15 Jahren. Bis dahin hatte ich viel MezzoMix getrunken. Ich würde sagen als Hauptgetränk im Alltag. Danach halt nicht mehr. Entweder Wasser/Sprudel oder (sehr dünne) Apfelschorle, selbst angemischt. Das war auch keine schwere Entscheidung oder etwas wo ich Schwierigkeiten mit hatte. Ich hab halt den neuen Preis gesehen und dachte nur "nee". Fertig.

Zucker bzw. Limo gleichzustellen mit Tabak ist einfach nur ignorant. Ich habe übrigens den (subjektiven) Eindruck dass fast niemand mehr raucht. Früher waren es die meisten Bekannte/Freunde, heute kenn ich noch genau einen Raucher. Bei denen, wo ich die Gründe kenne, war es meistens eine Mischung aus "zu teuer" und natürlich auch "ungesund".

1
feddit.org

Du bist Coke Zero gewöhnt, aber die ist gerade aus. Wirst du auf Cola verzichten oder eine mit Zucker kaufen?

Du beschreibst mich. Ich verzichte auf die Cola wenn es die nur mit Zucker gibt und das ist nicht nur reine Theorie sondern effektiv gelebt. Praktischerweise gibt es endlos viele zuckerfreie Alternativen.

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@SapphireSphinx @suff Manche Süßstoffe lösen Insulinausschüttung aus. Was auch nicht im Übermaß konsumiert werden sollte. Man sagt als Faustregel: Zuckercola wie Süßstoffcola gleichwenig/-viel.

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suffreply
piefed.social

Naja ich hab exakt dich angesprochen. Jetzt bitte mal statistisch unscharf betrachten.

Verlangst du auch Döner mit weniger Soße?

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feddit.org

Verlangst du auch Döner mit weniger Soße?

Ich esse den Döner mit Joghurtsoße. Und nun? Ich esse allgemein wenig Zucker und mag auch nicht, wenn etwas zu süß ist.

Ich weiß nicht worauf du hinauswillst. Klingbeil will einfach Kohle von Otto-Normalbürger und dabei oben, im Verhältnis, möglichst wenig belasten. Die Zuckersteuer auf Hafermilch und Cola-Zero ist da nur die Ausrede.

5

Ich warte auf die Zuckersteuer schon lange, weil ich nicht bereit bin, für objektiv ungesunde Lebensweisen im großen Stil in die KK einzuzahlen. Rauchverbot war mir auch schon willkommen.

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glasratzreply
feddit.org

Ist das nicht ein Mythos oder zumindest umstritten?

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Ravireply
feddit.org

Suche gerne wissenschaftliche Quellen dafür oder dagegen raus. Ich habe das nicht extra für den Kommentar recherchiert.

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CyberEggreply
discuss.tchncs.de

Nein, das wäre deine Aufgabe, wenn du eine Behauptung in den Raum stellst.

3
Ravireply
feddit.org

Korrekterweise sollten selbstverständlich beide Seiten Quellen angeben, also auch wenn jemand das Gegenteil behauptet. Ein konstruktiver Beitrag von dir, der inhaltlich beiträgt wäre schön gewesen.

Hier ist die Studie, die vorschlägt, dass gewisse Ersatzstoffe die gleichen neuronalen Effekte hervorrufen wie Haushaltszucker

::: spoiler Recherche basierend auf dieser KI-Antwort:

Suchtähnliche Symptome bei Zuckerkonsum

Der Konsum von Zucker kann im Gehirn Prozesse auslösen, die denen bei Drogenkonsum ähneln. Zucker aktiviert die Belohnungs- und Lustzentren des Gehirns, indem er den Dopaminspiegel erhöht. Dies führt zu einer Kontrolle der gleichen Areale, die auch bei Drogen wie Nikotin, Kokain oder Morphinen sowie bei sexueller Erregung beteiligt sind.

Zu den suchtähnlichen Symptomen und Verhaltensmustern gehören:

  • Verstärktes Verlangen (Craving): Das Gehirn verlangt nach immer mehr Zucker, um den gleichen Effekt der Glückshormonausschüttung zu erzielen. Ähnlich wie bei Drogen entwickelt sich eine Toleranz, sodass höhere Mengen benötigt werden.
  • Entzugsähnliche Symptome: Tierstudien haben gezeigt, dass Ratten, denen Zuckerwasser vorenthalten wurde, entzugsähnliche Symptome entwickelten. Beim Menschen können beim Versuch, auf Zucker zu verzichten, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Ungeduld und ein Verlust an Gelassenheit auftreten.
  • Kontrollverlust: Zucker wird oft konsumiert, obwohl der Konsument über die negativen Auswirkungen aufgeklärt ist. Es fällt schwer, den Konsum zu kontrollieren, insbesondere bei höheren Dosen.
  • Neurochemische Veränderungen: Intermittierender, exzessiver Zuckerkonsum führt zu neurochemischen Veränderungen im Gehirn, die suchtähnliche Konsummuster verstärken.
  • Verwendung als Beruhigungsmittel: Lebensmittel mit hohem Zuckergehalt werden häufig zum Stressabbau, gegen Müdigkeit oder bei Gemütsverstimmungen („Frustessen“) verzehrt.

Wissenschaftliche Bewertung von Süßstoffen und Suchtpotenzial

Die Frage, ob Süßstoffe (Zuckerersatzstoffe) ebenfalls suchtähnliche Symptome auslösen, wird in der Wissenschaft kontrovers diskutiert, wobei neuere Erkenntnisse auf erhebliche Risiken hinweisen.

Ähnliche Prozesse im Gehirn: Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass synthetische Süßstoffe im Gehirn ganz ähnliche Prozesse wie Zucker auslösen können. Dr. Masroor Shariff von der Queensland University of Technology (QUT) betonte, dass sich Süßstoffe daher „nicht im Geringsten als Zuckerersatz eignen“, wenn das Ziel die Überwindung einer Zuckersucht ist. Sie aktivieren die Belohnungszentren, obwohl keine Kalorien geliefert werden.

Verwirrung des Gehirns und Insulinresistenz: Das menschliche Gehirn ist evolutionär darauf programmiert, dass süßer Geschmack eine Kalorienzufuhr bedeutet. Bei der Aufnahme von Süßstoffen bleibt diese Kalorienzufuhr aus, was das Gehirn verwirren kann. Studien des Uniklinikums Tübingen unter Leitung von Professorin Stephanie Kullmann zeigten, dass das Gehirn auf Insulin reagiert. Wenn durch den ständigen Konsum von Süßstoffen ohne entsprechende Energiezufuhr eine Insulinresistenz im Gehirn entsteht, fällt das Abnehmen schwerer und das Diabetes-Risiko steigt.

Appetit und Hungergefühl: Ein kritischer Punkt ist die Wirkung auf das Sättigungsgefühl. Im Gegensatz zu konventionellem Zucker sind Süßstoffe oft nicht in der Lage, die Freisetzung von Sättigungshormonen auszulösen oder hungerauslösende Hormone (Ghrelin) zu reduzieren.

  • Eine Studie zeigte, dass Sucralose den Hypothalamus aktiviert, eine wichtige Schaltzentrale für Hunger und Sättigung.
  • Das Hungergefühl kann nach dem Konsum von Süßstoffen stärker ansteigen als nach Zucker, insbesondere bei stark übergewichtigen Personen.
  • Es ist noch nicht abschließend geklärt, ob dies zu einer Kompensation durch erhöhte Nahrungsaufnahme führt, die Datenlage ist hier heterogen.

Neurobiologische Mechanismen im Vergleich

Der wesentliche Unterschied, aber auch die Gemeinsamkeit zwischen Zucker und Süßstoffen, liegt in der Trennung von Geschmack und metabolischer Antwort.

Rezeptoren und Hormonausschüttung: Der Körper erkennt Süße über Rezeptoren auf der Zunge.

  • Zucker: Wird im Darm aufgenommen, erhöht den Blutzuckerspiegel und aktiviert dadurch Insulin- und Sättigungshormone.
  • Süßstoffe: Reizen zwar die Süßrezeptoren, liefern aber keine Nährstoffe. Der deutliche Anstieg von Insulin und Sättigungshormonen bleibt aus. Diese Diskrepanz kann die Regulation des Energiehaushalts stören.

Darm-Mikrobiom: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Einfluss auf die Darmgesundheit. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) warnt, dass Süßstoffe über eine Störung des Darm-Mikrobioms den Blutzucker und damit das Diabetes-Risiko erhöhen können. In Studien mit Sucralose und Saccharin wurden Veränderungen des Darmmikrobioms mit einem beeinträchtigten Zuckerstoffwechsel in Verbindung gebracht. Allerdings reagieren Personen unterschiedlich („Responder“ und „Non-Responder“).

Zuckeralkohole (Zuckeraustauschstoffe): Stoffe wie Xylit und Erythrit gehören zu den Zuckeralkoholen.

  • Xylit: Hat halb so viele Kalorien wie Zucker, kann aber in größeren Mengen blähend oder abführend wirken.
  • Erythrit: Wird besser vertragen, da es fast vollständig im Dünndarm resorbiert wird.
  • Herz-Kreislauf-Risiko: Neuere Untersuchungen des Deutschen Herzzentrums der Charité deuten darauf hin, dass erhöhte Konzentrationen von Xylit oder Erythrit im Blut mit einem gesteigerten Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Tod verbunden sein könnten.

Fazit und aktuelle Studienlage

Die aktuelle wissenschaftliche Lage bewertet Süßstoffe nicht als neutrale Alternative in Bezug auf suchtähnliches Verhalten.

  1. Suchtpotenzial: Es gibt Hinweise darauf, dass Süßstoffe suchtähnliche Mechanismen im Gehirn unterhalten oder sogar verstärken können, da sie die Belohnungszentren aktivieren, ohne die metabolische Sättigung zu liefern. Sie eignen sich daher möglicherweise nicht zur Überwindung einer Zuckersucht.
  2. Gesundheitsrisiken: Neben dem Suchtpotenzial stehen Süßstoffe im Verdacht, das Darm-Mikrobiom zu stören, die Insulinresistenz zu fördern und das Diabetes-Risiko zu erhöhen. Für bestimmte Zuckeralkohole werden zudem Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen diskutiert.
  3. Fehlende Langzeitdaten: Bei vielen Süßstoffen ist die langfristige Wirkung auf Stoffwechsel, Appetit und Darmgesundheit noch nicht ausreichend erforscht. Experten empfehlen daher, insbesondere in der Schwangerschaft und Stillzeit zurückhaltend zu sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Süßstoffe keine harmlose Alternative sind, wenn es um die Vermeidung von suchtähnlichem Essverhalten geht, und eigene gesundheitliche Risiken mit sich bringen. :::

-1
D_a_Xreply
feddit.org

Danke für den Beitrag. Magst du ihn bitte entlang der Hauptüberschriften mit der Spoiler-Funktion zusammenklappen, damit der ganze Thread lesbar bleibt?

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Gerne, musste kurz recherchieren aber wieder was gelernt

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Korrekterweise sollten selbstverständlich beide Seiten Quellen angeben, also auch wenn jemand das Gegenteil behauptet. Ein konstruktiver Beitrag von dir, der inhaltlich beiträgt wäre schön gewesen.

Wieso von mir? Ich habe nichts behauptet, lediglich die Beweislastumkehr kritisiert. Dass die in Diskussionen in der Regel bei der argumentierenden Personen liegt, kann ich gerne mit Quellen belegen, wenn du möchtest.

Recherche basierend auf dieser KI-Antwort:

KI-Antworten interessieren mich nicht, lese ich nicht und erkenne ich nicht als Beleg für irgendwas an.

Die Studie könnte interessant sein.

0
suffreply
piefed.social

Vieles, was als Allgemeinwissen verbreitet ist, ist tatsächlich ein Mythos, der erst durch die Frage, ob es ein Mythos sei, entzaubert wird.

Niemand wird dir unabhängig bescheinigen, dass neu eingeführte Süßungsmittel unbedenklich sind, vor allem langfristig. Eher im Gegenteil.

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CyberEggreply
discuss.tchncs.de

Es ging nicht um generelle Unbedenklichkeit, sondern um den Suchtfaktor. Und es geht um Beweislast bei Argumenten.

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Dr. Riedl und Kolleg_innen erklären vielmals, dass die Süße auf Dauer schädlich für das gesunde Ernährungsverhalten ist. Da sie das bereits seit Jahren öffentlich tun, halte ich das für Allgemeinwissen. Keine Ahnung woher diese Ärzte das wissen. Würde sie aber wegen ihres Expertengrades und praktischer Erfahrung mit Patient_innen als Quelle heranziehen ohne sie zu hinterfragen.

Wer diese Anerkennung nicht jede_r nachvollziehen kann, muss nach Hegel nun wiederum eigene Quellen nennen, oder?

2

Während Zuckerersatzstoffe keine Kalorien haben und somit "gesünder" sind haben sie doch viele Nachteile wie unter anderem, dass sie abführend wirken.

Somit sollte man nicht 100% vom Zucker mit Süßstoff ersetzen das ist auf Dauer auch nicht gesund. Einen Teil vom Zucker mit Süßstoff zu ersetzen kann aber sinnvoll sein.

Vermutlich soll die Steuer verhindern dass die Industrie einfach tonnenweise Süßstoff reinhaut.

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Manche / viele Zuckeralternativen bringen das Darm Mikrobiom durcheinander

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Neben den bereits erwähnten Gründen sind Zero Produkte nicht zwingend zuckerfrei.

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Ursprünglich war vorgesehen, die Einnahmen als zweckgebundene Abgabe einzusetzen und damit beispielsweise das Gesundheitssystem zu unterstützen. Nun soll es sich um eine allgemeine Steuer handeln. Die Einnahmen wären damit nicht an einen bestimmten Zweck gebunden.

Ist ja nicht so als hätten wir nicht gerade erst eine Debatte (gehabt), dass das Gesundheitssystem besser aufgestellt sein müsste. Ich sehe vor meinem geistigen Auge schon sich hebende Finger am Kabinettstisch wenn Merz fragt, welches Ressort viel zu investieren habe um "Innovation" zu fördern. Anders als im Meme fliegt da aber leider keiner hochkant raus, obwohl abermals neue Aufrüstungs- und Überwachungsscheisse, Energieabhängigkeiten und Individualverkehrsförderung vorgeschlagen werden...

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feddit.org

Ursprünglich war vorgesehen, die Einnahmen als zweckgebundene Abgabe einzusetzen und damit beispielsweise das Gesundheitssystem zu unterstützen.

So wie bei jeder neuen Steuer. Aber mit der nächsten haben wir dann ein solide finanziertes Gesundheitssystem, bestens ausgestattete Schulen und top sanierte Straßen. Versprochen.

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Versprochen.

Nein, das habe ich nicht versprochen, ich habe mich versprochen. Das haben sie missverstanden. Im übrigen ist die Situation inzwischen eine völlig andere als damals. - sinngemäße Reaktion von so manchem Politiky bei so mancher kritischer Nachfrage

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Ich warte immer noch auf die wiederaufgestellte kaiserliche Kriegsflotte.

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Jan
muenchen.social

@SapphireSphinx
Welche geniale Lobbyist:in hat denn durchgesetzt, dass kein (zero) Zucker besteuert wird wie mit Zucker? (Es gibt kein Getränk außer Wasser, das nicht ohne Zucker irgendetwas, das süß schmeckt, enthält.)

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Hab schon von Leuten aus Großbritannien gehört, dass jetzt eben alles mögliche mit Süßstoffen vollgeballert ist. Das ist auch nicht geil, weil:

  • Süßstoffe teilweise auch gesundheitsschädlich sind,
  • Süßstoffe immer auch einen komischen Nebengeschmack haben, und
  • sich die Geschmackswahrnehmung nicht an die geringere Süße gewöhnen kann. Also wenn man z.B. ein paar Wochen hart auf Zucker und Süßstoffe verzichtet, dann schmeckt einem danach vieles wesentlich süßer als davor, ohne dass endlos Zucker oder Süßstoffe drin sein muss.
13
piefed.zip

Schon lange nicht mehr eine prinzipiell gute Idee so schwachsinnig umgesetzt gesehen. Ich hoffe dass da noch gegengearbeitet wird bis '27.

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groetreply
feddit.org

Schon lange nicht mehr eine prinzipiell gute Idee so schwachsinnig umgesetzt gesehen

Cannabis Legalisierung ist erst 2 Jahre her.

12
piefed.zip

Hast wahrsch. Recht hab ich aber nicht so mitverfolgt. Schwachsinn in Stichpunkten?

2
groetreply
feddit.org
  • Bis zu 3 planzen selber anbauen
  • maximal 150g gleichzeitig besitzen dürfen
  • privat verschenken/weitergeben ist illegal

Bedeute wenn du deine 3 pflanzen erntest musst du 80% wegschmeisen weil du mehr als 150g hast

  • Gemeinsamer anbau nur als Cannabis Club
  • Clubs haben Obergrenze and Mitgliedern
  • im Club darf nicht konsumiert werden
  • Verkauf an nicht Clubmitglieder verboten

Bedeutet Clubs wollen nur Leute aufnehmen die auch viel kiffen. Wenn du nur gelegentlich rauchst kommst du legal nicht an gras.

Anstatt einfach 60% Steuer steht auf Verkauf zu machen vergleichbar wie bei Tabak und Verkauf zu erlauben machen sie so Schwachsinn bei dem du entweder 3 joints an Tag rauchst oder gar nicht legal dran kommst. Kein Wunder explodieren die medizinischen Cannabis Rezepte weil das der einzige weg ist legal an ne normale Menge für eine Person zu kommen.

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Und die Folge ist, dass der Schwarzmarkt eben nicht wie eigentlich gewünscht ausgetrocknet wird, weil der legale Bezug für viele immer noch zu schwierig ist. In so manchen südlichen Bundesländern noch einmal besonders, weil den Vereinen die Zulassung besonders erschwert wird.

6
Obinreply
feddit.org

Du hast vergessen, dass die Polizei Direktzugriff auf die Mitgliederlisten der Clubs hat (also keinen richterlichen Beschluss zur Einsicht braucht), man brandmarkt sich also bei einer Mitgliedschaft z.B. für Gängelei bei Verkehrskontrollen usw.

4
simomatreply
feddit.org

Das höre ich zum ersten mal. Und meine Blitzrecherche ergab:

Ein präventiver, dauerhafter oder automatisierter Zugriff der Polizei oder von Strafverfolgungsbehörden auf diese Verbrauchs- und Mitgliederdaten besteht nicht.

Hast du Quellen für deine Aussage?

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https://diehanfapp.de/blog/hat-der-staat-zugang-zu-konsumentendaten-der-cannabis-social-clubs/

Gut, die "zuständige Behörde" ist in diesem Fall nicht die Polizei, aber das ist alles Exekutive, daher aus meiner Sicht als eins zu betrachten. Und der Artikel kommt zu dem Schluss, dass von "Auf Verlangen" ja sicher kaum Gebrauch gemacht würde, aber dazu würde ich gerne Daten sehen, insbesondere zur Anfangszeit, in der die Polizei die Clubs ja massiv gegängelt hat.

Aber kann man sehen wie man mag ob das jetzt gleichbedeutend ist mit dem was ich in meinem letzten Kommentar geschrieben hatte. Ich bin zugegeben selbst in der Materie nicht drin, ich hatte das nur so abgespeichert als "der Staat hat die Mitgliedsdaten", was ja der Fall ist.

PS: Hier direkt der Gesetzestext: https://www.gesetze-im-internet.de/kcang/__26.html

4

Für Getränke, die ausschließlich Süßstoffe enthalten, soll ebenfalls ein Satz von 26 Cent pro Liter gelten.

Also einfach 4 Gramm Zucker pro 100 Milliliter hinzufügen und dann keine Zuckersteuer?

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Sobald Süßstoffe involviert ist müsste der 26ct Satz greifen. Hmmm ne wobei da steht ausschließlich.

4
leminal.space

Für Getränke, die ausschließlich Süßstoffe enthalten, soll ebenfalls ein Satz von 26 Cent pro Liter gelten.

Die negativen Effekte von Süßungsmitteln sind wissenschaftlich noch nicht belegt, oder?

18
Janreply
muenchen.social

@probable_possum
Für mich ist das eine andere Baustelle. Zucker ist Zucker. Egal, was gegen Süßstoffe spricht, sie haben nicht die Kalorien von zugesetztem Zucker und sollten wegen der Steuerwirkung nicht wie Zucker behandelt werden. Klärt auf, verbietet bestimmte Substanzen, wenn sachlich geboten, aber tut nicht so als sei alles gleich schlecht.
@SapphireSphinx

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Ganz deiner Meinung. Ich hasse Süssstoffe und meide sie wo ich kann. Keiner kann mir erzählen "da schmeckt man doch gar keinen Unterschied". Sind nicht alle gleich eklig, aber definitiv schmecken die anders als Zucker.

Aber sie sind nicht das gleiche und haben völlig andere Wirkungen auf Kinder, Metabolismus etc. Von dem her wieso soll das gleich behandelt werden?

2
leminal.space

Die, welche besteuert werden sollen. Welche das sind ist in meinem Zitat nicht näher ausgeführt. Vermutlich die, welche sich bereits jetzt in Limonaden finden, doch bekannt ist es nicht.

3
suffreply
piefed.social

Ich frage, weil manche bereits nachweislich gesundheitsschädlich sind.

2
James_Ryanreply
discuss.tchncs.de

Wann und in welcher Konstellation? Im normalen Rahmen sind Süßstoffe nicht gesundheitsschädlich.. Man muss auch mal bedenken, was der Stoff ersetzt..

Zucker

Und der ist nachweislich gesundheitsschädlich Bei Süßstoff gibt es keine klaren Gefahren bei normalen Konsum

Choose your fighter..

1
suffreply
piefed.social

Über gesunden Konsum wird hier nicht diskutiert, denke ich. Problem beim "normalen" Konsum ist, dass Adipositas zur Normalität wird, und das schon im Kindesalter.

2

Hab ich so nicht gelesen. Stattdessen hast du behauptet, dass Süßstoff gesundheitsschädlich ist.

Hab ich das falsch verstanden? In Masse ist halt alles schädlich und kann man ja auch schlecht besteuern.

Ich will nicht, dass nur noch Süßstoff verwendet wird, denn das ist Quatsch. Viel mehr sollen die Hersteller einfach mal die Menge an Zucker reduzieren

1
feddit.org

Wieso zum fick betrifft dies auch Säfte? Ich dachte die Zuckersteuer betrifft Getränke mit zugesetztem Zucker und eben nicht solche die von sich aus bereits Fruchtzucker enthalten?

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Soweit ich weiß, ist Fruchtzucker sogar noch ungesünder als Haushaltszucker, da er in höheren Mengen die Leber schädigt bzw. Fettleber begünstigt. Bei ganzen Früchten nicht so schlimm, da deren Ballaststoffe die Aufnahme verlangsamen und sich auch kaum jemand 5 Äpfel oder Orangen auf einmal reinhaut, aber bei Saft ist das eben ein Problem.

1
leminal.space

Zucker ist Zucker. Das ergibt aus gesundheitlicher Sicht imo Sinn. Der Körper rechnet nicht damit, dass man sich den Fruchtzucker von 12 Äpfeln in 10min rein hilft.

Ich finde es schon sinnvoll, nicht nur den Zucker aus -Rübe oder -Rohr zu besteuern. Macht keinen Unterschied woher das Molekül stammt, was dem Körper schadet.

14
macnielreply
feddit.org

Die Molekülketten (Fruktose, Glukose) sind aber unterschiedlich aufgebaut und werden demnach unterschiedlich vom Körper verarbeitet.

6
macnielreply
feddit.org

Danke dir herzlichst für den Link, ich bin nun ein bisschen schlauer. Dann wohl, wenn Säfte, nur Direktsäfte nutzen die eben kein zugesetztes Fruchtzucker haben.

1

@DmMacniel @Frettchen Bin mal gespannt, wie dich das entwickelt. Was ich spannend finde "auch Zero-Getränke betroffen". Als das in England aufkam, wurden viele Softdrinks mit weniger Zucker, aber dafür zusätzlich Süßstoff wir Aspartam ... ergänzt. Geschmack untrinkbar süß und bei Leuten wie mir (ich brauch keinen halben Liter, um von bestimmten Zuckerersatzstoffen nen flotten Otto zu kriegen) doof. Zudem ich gezuckerte Cola als Notfall benutze, wenn ich krank bin und nichts essen kann.

1

Es gibt keinen guten Zucker, es sei denn du schließt Stärke mit ein.

Der nächste Schritt wäre dann, dass Cola mit ganz viel gesundem Fruchtzucker auf den Markt kommt. Ich weiß nicht, ob das wünschenswert ist.

Mal davon abgesehen geht der Blutzuckerspiegel mit Fruchtzucker steiler nach oben, als mit Glukose, die zuvor erst noch zerlegt werden muss.

7
Lumidaubreply
feddit.org

Welchen Unterschied macht das genau letztlich? (Ernsthafte Frage)

3
suffreply
piefed.social

Ich empfehle That Sugar Film. Die Leber verwandelt bei einer Schwämme allen Zucker, der nicht sofort verbraucht wird, in Fett (Bauchumfang) und falls sie aufgibt, landet der Zucker im Blut, ohne abgebaut zu werden (Blutzucker, Diabetes II)

2
Lumidaubreply
feddit.org

Okay, aber mich interessiert grade, ob es bei diesem Prozess einen Unterschied macht, wo der Zucker herkommt, und ob dieser Unterschied signifikant ist.

3

Prinzipiell sind die beiden austauschbare Energiequellen, nur halt im Exzess nicht. Wüsste jetzt nicht, mit welcher Größe man ausdrücken könnte wie viel schlechter das eine als das andere für die Gesundheit ist, da beide bei Überschuss unterschiedliche Konsequenzen haben. Wer bereits Diabetiker ist, hat dafür ein Zählsystem: Für Diabetiker ist Glukose kurzfristig 5 mal schlechter als Fruktose (100:20).

Entscheidender ist, in welchem Gemisch der Zucker egal welcher Form mit enthalten ist, und natürlich die Dosis.

1
macnielreply
feddit.org

Ich bin kein Ernährungsexpete, aber da Glukose direkt absorbiert werden kann und Fruktose umgewandelt werden muss um gespeichert zu werden, muss der Körper wahrscheinlich mehr Zeit aufwenden (macht länger satt?)

1

Ich hab oben schon ein Link gepostet. Fruchtzucker ist nicht die gute Alternative. Wird nur so von der Lebensmittelindustrie verkauft.

3
feddit.org

Total bescheuert ist das. Der aus konventioneller Landwirtschaft stammende, in einem kleinen, regionalen Betrieb hergestellte Saft in der Mehrweg-Flasche (den es hier längst nicht überall zu kaufen gibt, was an sich schon blöd ist) wird jetzt noch also schlechtere Karten haben bekannt zu werden, Absatz zu finden und sich durchzusetzen. Der Lebensmittelhandel und die große Konkurrenz hingegen dürften höhere Steuern egal(er) sein, die finden Mittel und Wege zur Querfinanzierung, setzen ihre Marke ein um die Loyalität der Kundschaft (Märkte und Haushalte) aufzubauen/aufrecht zu erhalten. Außerdem traue ich denen zu Tricks anzuwenden oder Wege zu beschreiten um knapp unter Grenzwerten zu bleiben.

5
suffreply
piefed.social

Ach, guck ins Ausland. Offenbar will niemand auf Dauer querfinanzieren. Und wie soll Coca Cola Corp. querfinanzieren? Mit Fanta in bitter? Deren ViO Minerwalwasser x-mal teurer als die Konkurrenz verkaufen?

Edit: Regionale Saftpressen haben inhärente Probleme mit der industriellen Konkurrenz: Begrenzte Erntezeigen, kurze Haltbarkeiten und kleine Chargen. Außerdem: Biomärkte verkaufen sie ja.

2
feddit.org

Ach, guck ins Ausland. Offenbar will niemand auf Dauer querfinanzieren. Und wie soll Coca Cola Corp. querfinanzieren? Mit Fanta in bitter? Deren ViO Minerwalwasser x-mal teurer als die Konkurrenz verkaufen?

Ich denke da an Mehr-Einnahmen durch ihre Allgegenwärtigkeit, sie müssen auch bei höheren Preisen wohl nicht darum bangen das Privathaushalte im Supermarkt, Kiosk oder am Automaten einzelne Flaschen für den Alltag oder ganze Kästen für die Party mitnehmen. Gerade Coca Cola ist global gefühlt das Synonym für Cola-Getränke und wird wohl in den allermeisten Restaurants ausgeschenkt, wird durch Sponsoring als Marke mit Profi-Sport in Verbindung gebracht und so.

Edit: Regionale Saftpressen haben inhärente Probleme mit der industriellen Konkurrenz: Begrenzte Erntezeigen, kurze Haltbarkeiten und kleine Chargen. Außerdem: Biomärkte verkaufen sie ja.

Das kommt noch dazu. Aber die großen Lebensmittelketten haben entgegen ihren eigenen Werbeinszenierungen schätzungsweise eine ungesunde Beziehung zu kleinen, produzierenden Betrieben. Letztere sind eher Bittsteller, die Kompromisse machen müssen um (zeitweise) anteilig einen kleinen Anteil an der Verkaufsfläche zu bekommen. Geschweige denn einen dauerhaften. Und die "Beziehungsarbeit" ist ja wohl auch für beide Seiten deutlich anstrengender. Mein (vielleicht unzutreffendes Bild) von der durchschnittlichen Endkundschaft, dass die meisten wenig Bewusstsein an den Tag legen was sie warum kaufen. Da wird munter die Einweg-Verpackung (teilweise ohne Pfand, weil im "Karton") vom anderen Ende der Republik oder schlicht die qualitativ vermeintlich bessere Marke gekauft. Nach Geschmack geht es dabei vielleicht noch bei Limonade, aber bei Tiermilch oder Wasser wohl kaum.

Zu Biomärkten kann ich wenig bis nichts sagen, da bin ich aufgrund meines Budgets selten. Was ich davon in Ausschnitten in Drogerien sehe, überzeugt mich nicht unbedingt. Wenn wir auch da von den größeren Ketten sprechen unterstelle ich denen in Summe ähnliche Geschäftspraktiken wie den konventionellen. Hauptsache ein gutes Sortiment andeuten, meinem Anspruch an einen "Supermarkt" der seinen Namen verdient erfüllen sie damit jedoch nicht wirklich. Abgesehen davon, dass dort ohnehin wohl verstärkt Leute einkaufen, die es sich leisten können und/oder wollen sich besser zu ernährend als der Durchschnitt. Eben eine Nische.

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Geschäftspraktiken hin oder her. Händler brauchen Ein- und Verkaufsgarantien, die die kleinen nicht geben können ohne dass der Händler das Risiko auf den Preis aufschlägt, auch ein Grund weshalb Biomärkte so teuer sind und sich an reicheren Kunden orientieren (müssen). Alternative wäre noch der Wochenmarkt oder der Hofladen, bei dem der Bauer direkt verkaufen kann. Das gibt allerdings Preisaufschlag wegen der Standgebühr bzw. den Betrieb in entlegener Lage. Und dem fehlenden Lohndumping.

Edit: Der Alnatura Online-Verkauf spiegelt nicht die Palette in den Läden wider.
Edit2: REWE kauft teils bei örtlichen Produzenten. REWE ist aber auch etwas teurer als die Markendiscounter-Tochter Netto.

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Da die Quelle des Berichtes ein von der Bild zitiertes Papier des BMF ist, hoffe ich, auf einen Fehler beim Abschreiben.

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rbnreply
sopuli.xyz

Grundsätzlich finde ich das nachvollziehbar, da Saft zumindest pur getrunken nicht deutlich besser sein dürfte. Einziges Problem, das ich hier sehe, dass dann auch die Leute die Steuer zahlen, die durch verdünnen später eigentlich unter dem Schwellwert landen würden.

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macnielreply
feddit.org

So wie ich das verstehe, kann die Glukose im Kristallzucker direkt aufgenommen werden ohne das es vom Körper aufwendig in Glukose umgewandelt werden muss. Fruktose hingegen muss umgewandelt werden. Daher ist Saft deutlich besser als ne Cola o.ä. Limos.

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leminal.space

Fruktose hingegen muss umgewandelt werden. Daher ist Saft deutlich besser als ne Cola o.ä. Limos.

Nein.

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rbn
sopuli.xyz

Bin mal gespannt, ob wir mit dieser Steuer einen Marketingtrend hin zum Sirup bekommen. Wenn sie auf einen Liter Sirup nur unwesentlich mehr Steuern zahlen als auf ein Liter Cola, daraus aber 10 Liter Getränk werden, dürfte das ziemlich attraktiv sein.

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rbnreply
sopuli.xyz

Könnte man nicht auch das wieder leicht umgehen, indem man das Mischungsverhältnis nicht oder viel stärker deklariert? Also zum Beispiel 1:1 Sirup zu Wasser, obwohl da quasi vor Zucker noch der Löffel stecken bleibt und das niemand so trinken würde.

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Es gibt ja schon diese zuckerfreien “Sirups” die 1:80 oder so gemischt werden. Die werden dann auch super attraktiv.

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feddit.org

Was für ein kolossaler Mumpitz. Nehmt Zerrrro und Säfte (ohne zugesetzten Zucker) aus, erweitert dir Zuckersteuer auf alle Lebensmittel. Das wäre deutlich sinnvoller.

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Es ist halt echt nicht Raketenwissenschaft diese Steuer so zu machen, dass sie vertretbar wäre.

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Einfach MwSt auf Lebensmittel auf 25% erhöhen wen da oben kümmerst.

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Wer hat sich denn so eine Regel ausgedacht, bei der schon von Anfang klar ist, dass sie auf die einfachst mögliche Weise zu umgehen ist?

Ok, sehen wir halt demnächst "Cola Practically Zero" mit 5µg zugesetztem Zucker pro Liter, zusätzlich zu der selben Menge Süßstoffe wie vorher...

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Mehr Kohle die der deutsche Staat den Firmenbossen in den Arsch blasen kann... hätte man wenigstens gesundes damit subventioniert.

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sopuli.xyz

Also wenn ich mir Cola in Pulverform kaufe, dann wird das nicht versteuert? Oder wenn ich mir in der Bäckerei einen Muffin kaufe?

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feddit.org

Es geht hier um Getränke, also ist er Muffin erstmal raus, aber bei Getränken sollen keine Schlupflöcher übrig bleiben:

Es solle deswegen einen weiten Ansatz geben und möglichst keine Ausnahmen. "Die Aufnahme von Sirup, Konzentraten sowie Granulaten in den Steuergegenstand ist notwendig, um entsprechenden Ausweichbewegungen, die aus anderen Ländern bekannt sind, vorzubeugen."

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundesregierung-zuckersteuer-ausweitung-100.html

Aber wer weiß, vielleicht kann man dann bald Brösel kaufen auf deren Packung vermerkt ist, dass man keinesfalls 3 Teelöffel in ein Glas Wasser rühren soll, um einen schmackhaften Eistee zu erhalten.

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feddit.org

Dann wird Krümeleistee endlich verkauft als das was er ist. Ein sehr ungesunder Snack.

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lemmy.world

Achja. Wieder etwas was wir mit unserem kleinen Gehalt zahlen müssen. Diese Steuer wird mindestens (!) zu 100% auf den Preis der Ware drauf gerechnet. Wie immer Privatisierung von Gewinn, Verallgemeinerung von Verantwortung und Kosten

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Das ist tatsächlich der gewünschte Effekt. Entweder Firmen stellen gesündere Lebensmittel her (keine Zuckersteuer) oder die ungesunden Lebensmittel werden durch die Steuerweitergabe teurer (Menschen kaufen die nun im Vergleich günstigeren, gesünderen Lebensmittel)

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