Früher war das Internet besser
Heute gibt es Inhalte nur noch auf Walled-Garden Plattformen. Suchergebnisse bringen einen auf die immergleichen Seiten. Oder man landet in Keyword Honeypots. Früher (hust), da war das Internet noch echtes Neuland — da konnte man Neues entdecken. ICQ, IRC oder frühe Web2.0 Dienste wie StumbleUpon brachten einen in bislang unbekannte Webwelten.
Was vermisst ihr am Internet der frühen 2000er?
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Deswegen find ich self-hosting und das federated web so spannend. Hat das Potential das Web wieder zurück in User-Hand zu bringen.
Wenn eine Instanz was Dummes macht oder geblockt wird, dann sind der Content und die Accounts der User da drauf auch weg (bzw. getrennt vom Rest). Immerhin können alle andern weitermachen, als wäre nichts passiert.
Natuerlich koennen Instanzen und damit auch deren Inhalt verloren gehen, aber das Problem hatten wir schon immer. Der Unterschied im fediverse ist imho das Leute automatisch wissen wohin sie stattdessen gehen koennen, die einzelnen Communities finden viel schneller wieder zueinander. feddit macht dicht? dann sehen wir erstmal auf beehaw oder sonst wo wieder.
Soweit ich das verstanden habe sind nur die Originale weg. Sobald du aber mit Communities auf anderen Knoten interagierst legt ActivityPub eine Kopie auf deinem Heimatknoten an. Somit wäre der Content gesichert und könnte von neuen Communities weiter verlinkt werden - glaube ich
So habe ich es auch verstanden und ohne das Protokoll im Detail zu kennen gibts einen ziemlich deutlichen Hinweis dafür dass es so funktionieren muss: Wenn du auf die Frontpage gehst, müssten, wenn der Content nicht repliziert würde, alle anderen Instanzen kontaktiert werden, um deren aktive, neue, was auch immer Posts zu laden, das würde ewig dauern und wäre ineffizient; es macht also schon rein aus Performance-Sicht Sinn, den Content von anderen Instanzen zumindest lokal zwischenzuspeichern. Ob er permanent gespeichert wird oder mit einem Ablaufdatum versehen wird, zu dem dann der neue Content geholt wird ist wieder ein Detail das ich nicht kenne, aber wenn es so gemacht würde würden neue Posts aus anderen Instanzen nie sofort auftauchen, sondern immer mit etwas Verzögerung (z.B. im Durschnitt nach 5min wenn alle 10min der neue Stand geholt wird), was glaube ich rein von meinen Beobachtungen her nicht der Fall ist. Viel Gelaber um nichts, mein educated guess ist, der Content wird auf alle Instanzen gespiegelt.
Performancetechnisch würde es sinn machen - der Content braucht ja (soweit es nur Text ist) auch nicht allzu viel Speicherplatz. Meine Vermutung ist, dass es nur temporär gespiegelt wird (gecached). Ich weiß es aber leider auch nicht genau.
Jedenfalls müsste es mit einem einfachen Crawler möglich sein, so etwas wie ein Archiv von den Seiten anzulegen. Vergleich das Internet Archive. Dann wäre alter Content, wie Nischen-Content auch weiterhin langfristig auffindbar. Denke ich ;-)
Bei self-hosting kannst du aber auch viel falsch machen.
Irgendwas falsch oder nicht konfiguriert und dein VPS wird Teil eines Botnetzes.
Natürlich. Aber dann bin ich Schuld, nicht irgendein Megakonzern. Aber das ist Teil des Grundes warum ich meine E-Mails nicht selbst hoste.
Es ist so krass wie teils auch die Qualität abgenommen hat. Ich suche ganz spezifische Sachen im Internet, dafür nutze ich meistens noch Google. Was passiert? Mir wird nur Werbung reingeballert. Nehmen wir ein Beispiel: Ich suche Rücksacke, die etwas größer sind. Also gebe ich ein: "Tagesrücksäcke groß" oder so. Daraufhin sind die ersten 10 Ergebnisse einfach Müllseiten, danach kommen die SEO-Einträge. Früher gab es bei Google direkt beim 1. oder 2. Ergebnis was brauchbares. Danach musste man nur die Werbung überspringen. Jetzt muss ich schon auf die 3. oder 4. Seite gehen, für halbwegs brauchbare Links. Früher hat man immer gesagt, dass auf der 2. Seite nur unseriöse Sachen sind - es hat sich gedreht.
Und diesen Müll könnte ich auf fast jede Plattform anwenden. Es macht einfach keinen Spaß mehr. Hinzu kommt, dass ich jetzt auch überall noch mit Cookies vollgemüllt werde und anstatt Cookies einfach zu verbieten oder alles so zu lassen, hat man mir jetzt auch noch so Fenster aufgedrückt. Da muss ich erstmal eine Betriebsanleitung lesen, bis ich weiß wie ich überhaupt Cookies deaktiviere.
Soll ich noch über Youtube ablästern und die Einführung von Smart-TVs?
Ja, ich kenn das alles. Aber mir gehts darum wie mies es geworden ist.
Kapitalismus Baby, wieso auch ein Startbildschirm auf dem Fernseher schön gestalten, wenn man dafür paar Cent Werbegeld bekommt?
Aber was ist das denn für ein Zustand, dass man sich auf totale Abwege begeben muss um noch zumutbare Leistung zu erhalten? Und es gibt ja keine Aussicht auf Besserung. Die Enshittification nimmt immer weiter zu.
Wir Nutzer sind daran aber nicht unschuldig. Die Erwartungshaltung, dass alles kostenlos sein muss, führt letztlich dazu, dass anderweitig monetarisiert wird. Daher fühle ich mich tatsächlich gerade bei Suchmaschinen wohler, wenn ich dafür bezahlen kann und es zumindest plausibel ist, dass sie auch ohne Tricks rentabel arbeiten.
Die Erwartungshaltung an SmartPhones (etc.) ist, dass es ständig neue Funktionen gibt (schau dir nur an, wie die Apple Welt der jährlichen Pressekonferenz hinterherhechelt). Infolge dessen werden auch die Plattformen zu "moving targets". Die Betriebssysteme müssen sich ja ständig weiterentwickeln. Also müssen auch App-Entwickler ständig nachziehen. Damit sind "Einmalzahlungen" kaum noch wirtschaftlich sinnvoll, da du ja kontinuierlich am Ball bleiben und die Anwendung aktuell halten musst. Also brauchst du auch ein kontinuierliches Einkommen. Bleiben nur Abo-Modell oder eben Werbung.
Sparsamkeit und Zurückhaltung (beim Konsum) würden sicherlich helfen. Aber das bekommt man in der Masse nicht mehr umgesetzt ... "wir" (als Gesellschaft) sind glaub ich schon viel zu stark in dieser Tretmühle, als dass wir da einfach so rauskämen.
echt? wäre ich nicht drauf gekommen... mir gings um den generellen Trend und wie sich selbst gute und seriöse Anbieter gewandelt haben
Ne, generell. Aber ja, das hängt zusammen.
Früher, also vor 5 bis 10 Jahren, waren die Suchmaschinen besser, sie waren noch etwas mehr technisch orientiert. Jetzt sind sie auf den mainstream Benutzer runtergedummt. Ohne Anführungszeichen, Minus, Site:, Datum einschränken, clickbait & Werbeblocker und zusätzlichem Blacklisten von bekannten Null-Inhalt Seiten, findet man teilweise nicht mehr was man sucht. Dann macht Google ständig A/B Testing mit mir, was mich total abfuckt, wenn mal wieder die Ergebnisse absolut keinen Sinn ergeben.
Früher waren die Foren schon nervig und teilweise mühsam zu durchsuchen, dass hat für mich tatsächlich erst Reddit abgeschafft und weil Google es höher geranked hat.
Eigentlich eine Tragödie was mit Reddit passiert, denn es hat für mich das Internet in so vielen Punkten verbessert. Bevor Huffman das mit den API Änderungen gepusht hat, wollte ich groß in Reddit IPO einsteigen, weil es für mich die Zukunft des Social Media darstellt(e). Natürlich nicht für ewig, wie das so mit Internet Firmen ist, die nicht Facebook sind, aber zumindest solange Reddit noch stark wächst.
Produktreviews, Software und Techfragen, News, Meinungsbilder und Diskussion, dass sind alles Themen die durch Reddit verbessert wurden. Weil sie aktueller, schneller und übersichtlicher sind (abgesehen von der offiziellen Reddit Suche, die suckt).
Warum in einem linearen Forum herumärgern, wenn man sich zu einem Thema auch horizontal vertiefen kann und wer nicht wollte einfach einklappen. Warum auf unübersichtliche fake Amazon Reviews eingehen, wenn man auch Erfahrungsberichte von Nutzern lesen kann, die wiederum von allen anderen, jederzeit, kritisch bewertet werden können? Gleichzeitig wurde der Inhalt moderiert und jeder konnte einfach ein eigenes Subreddit erstellen, falls man eine neue Idee hatte, es neue Produkte gab oder einfach eine alternative wollte.
Durch gute Reddit Apps kann man super einfach von einem Thema zum anderen wechseln. Relay oder Boost, einfach toll mit einfachen Gesten zu navigieren. Lemmy hat da noch einen langen Weg vor sich, aber ich sehe Potential.
Ich vermisse an dem alten Internet eigentlich nicht so viel. IRC/ICQ ist jetzt Discord und anstatt GMX nutze ich Gmail. Eigentlich gut das wir uns von den Sozialen Netzwerken mit Name und Bild, mehr Richtung Anonymous entwickeln. Facebook nutzen immer weniger und das ist gut so. Es entfernt, zumindest für mich, die Ebene des Unwohlsein und Vergleichen. Es ist leichter Menschen zu ignorieren die man privat sowieso nicht kennt. Mein Nachbar mit Ferrari macht mich mehr neidisch als 1000 Sportwagenbesitzer im anonymen Internet.
Ich vermisse allerdings eine Zeit ohne Twitter, diese Seite bietet nur ein Portal für Spam, Hass und Fakenews. Vielleicht schenkt uns Musk ja zumindest den Untergang von Twitter. Oder Nachrichtenportale hören endlich auf den Kaffeesatz daraus zu saugen.
Ok genug geschrieben. Mir war gerade langweilig auf der Arbeit. Thx 4 reading.
Und selbst das ignoriert Google mitunter einfach völlig, wenn es denkt es sollte dir (aus welchen Gründen auch immer) etwas anderes zeigen.
Früher (TM) war das Internet kein Werkzeug, um möglichst viel Geld damit zu machen. Es war bunter, anarchischer, weniger stromlinienförmig.
oldmanyellingatclouds.jpg
Etwas andere Richtung, aber ich vermisse die selbstgehosteten Server für Online-Videospiele. Um diese Server haben sich Communities gebildet und man hat jahrelang dort immer wieder die gleichen Leute getroffen. Statt einer Queue mit Wartezeit hatte man einen Serverbrowser und man konnte sich aussuchen wo man hingeht.
Auch dort war es irgendwie besser wenn es von der Community selbstgehostet war. Ich hoffe, dass sich alles wieder mehr in diese Richtung bewegt.
Oh das vermisse ich auch. Alle Spieleentwickler reden immer von den ach so tollen Social Funktionen und Communities. Aber effektiv ist alles viel anonymer geworden als früher.
Ich erinnere mich noch dran Battlefield einmal die Woche um eine feste Uhrzeit zu spielen. Immer auf dem gleichen Server auf dem dann auch die üblichen verdächtigen aufgeschlagen sind. War ne coole Zeit als man noch dieses „Ah guck mal der Squad ist heute auch wieder dabei“ Gefühl hatte.
Ist total verloren gegangen.
Geht mir genauso. Besonders vermisse ich Admins. Cheater waren damals immer nur ein sehr kurzes Problem. Heute versaut einer davon das ganze Match.
Noch ein Nachteil vom Matchmaking: Die Anonymität. Leute sehen sich eh nie wieder. Warum also freundlich sein? Wenn man damals auch morgen noch auf dem Public-Server mit den coolen Maps spielen wollte, war man lieber freundlich.
Früher gab es nach dem Match ein GG, egal ob man gewonnen oder verloren hatte. Heute gibt es nur noch EZ und/oder Beleidigungen.
Letztens hat mich einer nach einer Runde TFT beleidigt, weil ich gg geschrieben habe. Das war eine sehr absurde Erfahrung. Hat das wohl ironisch interpretiert.
Oh ja, dedizierte Gameserver, selbstgehostete Teamspeak Server...
Auf meinem VPS laufen derzeit ein Webserver, Minecraft, Teamspeak, IRC und ein paar andere Kleinigkeiten. Bin ich etwa alt geworden? ;-)
Von Zeit zu Zeit hatte ich auch andere Spiele gehostet, aber bis auf Minecraft sind das keine "Dauerbrenner". Vor allem im Indie-Bereich gibt es auch heute noch manchmal dedizierte Server. Mein Problem ist eher, dass immer häufiger Windows für die Serveranwendung erforderlich ist (bspw. Space Engineers hätte ich sehr gerne gehostet).
edit: Ich habe sie missverstanden. Ich erinnere mich, dass ich Hamachi verwendet für Minecraft. Ich auch die 'Star Wars Battlefront 2' Server benutzt. Die verlust von GameSpy war traurig.
Star wars battlefront 2 war meine Jugend :D unter welchem Namen hast du für gewöhnlich gespielt?
Es ist so lang hier, Ich kann mich nicht errinern. Ich habe nur wenig damals auf PC gespielt. Ich habe mehr als meinem alten playstation gespielt aber ich keine 'online' für das gehabt. Ich habe 'Magnaguards' aus dem CIS und Grievous gelieben. Sie waren toll.
Ohh auf playstation hast du die ganzen mods verpasst! Nur falls es dich interessiert es werden immer noch mods für swbf2 geuploaded :D voll interessant, was es inzwischen alles gibt, spiele es aber auch nicht mehr Link
Meine persönliche Vermutung ist die, dass dadurch, dass man den Server selbst hostet, mehr damit verbunden ist. Damit entsteht dann automatisch - ganz von selber ein Gemeinschaftsgefühl.
Naja, du hast überhaupt erst die Option immer auf den selben Server zu gehen. Wenn die Leute auf dem Server ein gutes Skilllevel haben, kommst du da halt gerne wieder hin. War bei mir bei CoD4 so, Server gefunden, der passt und dann logischerweise keinen Bock gehabt mich mit anderen Servern auseinander zu setzen, die potentiell weniger Spaß machen.
Dafür kann ich Cube 2: Sauerbraten empfehlen. Das ist ein schneller First-Person-Shooter mit Open-Source Engine. Nicht die neueste Grafik, läuft dafür aber auf allem
Vielleicht magst du auch mal nach Nexuiz oder dessen nachfolger Xonotic suchen. Auch open source FPS mit custom Servern. Grafik ist ganz gut (aber vielleicht auch nur weil ich den Stand aktueller AAA-Games nicht kenne). Spielmechanik ist wie Quake 3.
Vergeben mich für mein deutsch, weil ich nicht meine muttersprache. Ich habe nicht so viel deutsch in die letzen funf jahre sprechen oder lesen. Aber ich finde, dass das internet freier war. Ich war ein kind damals. Ich wusste nicht, das reddit existiert. Ich habe in Foren gestörbert. Zentraliserung hat viele vorteile und nachteilie. Es is einfacher für alles in ein einziger ort bleiben. Aber es ist schweriger diesen 'einziger ort' zu verlassen. Für viele leute, wir sind allem gefangen. Ich misse die Freiheit mehr als Annehmlichkeit von Zentraliserung .
Das Problem des Walled-Garden. Warum woanders hingehen, wenn im Garten (bspw. Reddit) doch eh alles zu finden ist.
btw. dein Kommentar war ohne Probleme zu lesen und zu verstehen :)
Ergänzung: Reddit war nicht wirklich zu durchsuchen, man müsste es über Google durchsuchen :'D
Deren Suchfunktion war.. keine Ahnung, keine Suchfunktion?
Ist das nicht immer noch so? Never forget
site:reddit.com/r/<subreddit>Benutze ich nicht mehr, gibt es also nicht mehr hrhrhhr
Man konnte mit ihr Dinge finden. Nur selten das, was man wirklich finden wollte.
Ist wie der Keller der Eltern. Den alten aufblasbaren Whirlpool findet man 5 Jahre später, aber die Picknickdecke ist und bleibt verschwunden. Und manchmal taucht Oma Perücke an verschiedenen Stellen auf.
Vor allem nichtmal wenn man wirklich Wort für Wort exakt den Titel von nem Post eingetippt hat, den man gesucht hat. Ist mir unbegreiflich wie das sein kann
Danke schön und ich stimme zu. Es is besser für das internet aber schwerer für die person. Diese 'fediverse' scheint ein gut Kompromiss. "Content aggregation" und Dezentralisierung.
Was ich mir von feddit.de wünsche, ist dass es kein profitorientiertes Unternehmen ist, das nach ein paar Jahren draufkommt, dass man "ein paar Millionen" aus dem Projekt rausholen könnte. Es soll ein Spaßprojekt sein und bleiben. Ich finde es nicht fair, aus 'nem Spaßprojekt übermäßig viel Geld rauszuquetschen.
Klar, die Seite muss auch finanziell gesund sein, um gute Laune verbreiten zu können. Aber es sollte verhältnismäßig sein und die eigenen Kosten, evtl. auch noch etwas mehr, decken. Es sollte nicht völlig absurde Gewinne anstreben.
Limewire, Bearshare und co - Kinofilme waren plötzlich Pornos und Pornos Viren. What a time.
Werde nie vergessen wie damals die Abmahnung im Briefkasten meiner Eltern lag, für den Download von Spermaschlampen geben Gas oder so ähnlich. Dabei wollte ich nur Photoshop.
Is ja widerlich! .... wer nimmt bitte Photoshop?!
Und Viren Kinofilme? 🤔
Eigentlich hält einen dank modernen VPNs nichts davon ab, wieder an den Tauschbören von damals teilzunehmen.
Niemand hat einem versucht, unterschwellig etwas unterzujubeln (dark patterns, SEO optimierte Blogs, Influencer, Clickbait Artikel). Leute waren ehrlich und lieb zu einander (keine bots, keine echo chambers, kein RTFM oder LMGTFY).
Und Napster. Die Zeit der grenzenlosen Piraterie. Keine exklusiven Inhalte. Keine hundert Abos, die man für Taschenrechnerapps nun bezahlen soll.
RTFM gibt es doch, seitdem es Foren gibt. Tlw ja auch zu Recht.
Da sind wir in sehr unterschiedlichen Internetsens groß geworden glaub ich.
Für Napster bin ich zu jung. Aber Grooveshark hat mich mit seinem tollen Interface damals auf wundervolle Entdeckungsreisen geschickt.
Wenn ich heute bei bekannten manchmal Shazam bedienen muss denke ich immer selig an Grooveshark zurück.
Google um das Jahr 2000 lieferte wirklich exquisite Suchergebnisse ohne manipulierten Mist.
Letztens versucht mal herausfinden, wie eine elektrische Zahnbürste funktioniert. Die ersten beiden Google Seiten waren unbrauchbar.
Ich suchte nach „elektrische Zahnbürste“, nicht „elektrische Zahnbürste kaufen“ oder „… Vergleich“.
Habe schließlich Chat GPT befragt. Absurd eigentlich.
Das zeugt eigentlich nur von mangelnder Kompetenz im Umgang mit Suchmaschinen von deiner Seite.
90% der Leute die "elektrische Zahnbürste" googeln, möchten eine kaufen. Es ist völlig in Ordnung, wenn Google auf den ersten zehn Seiten deswegen fast nur Vergleiche und Online Shops anzeigt.
Wenn ich allerdings speziell nach "elektrische Zahnbürste funktion" google, kamen auf den ersten beiden Seiten relevante Ergebnisse und nur zwei gesponsorte Links. Erst auf Seite drei gab es dann den ersten Testsieger Vergleich.
90%? Ist das so? Es gibt mind. 10 andere cases die mir neben "kaufen" ad-hoc einfallen. Warum fokussiert sich google wohl auf den case "kaufen"? Weil die referer auf diese Seiten so stark sind? Die CWV so gut sind? "I doubt it".
Aber andere Frage: Warum gleich so persönlich?
Seh ich aber nicht unähnlich wie Jako Ein substantieller Anteil hat heutzutage mutmaßlich tatsächlich Interesse am Erwerb einer elektrischen Zahnbürste. Das bringt der Mainstream halt so mit sich, das Internet als ganzes ist nicht mehr nur von Nerds wie uns bevölkert die ihre Zahnbürste noch selber pimpen.
Halte ich aber für eine Erwartungshaltung, die eben von Google und so weiter absichtlich kultiviert wurde, und nicht etwas, was ganz unausweichlich vom Mainstream so kommen musste.
Es war ja nicht von Anfang an klar, dass das Internet ein großer Laden mit ein wenig Bibliothek dran wird. Hätte auch andersrum kommen können. Ist halt die Frage, ob man Google näher an Amazon oder näher an Wikipedia versteht.
Das nicht auf jeder Website meine Daten abgeschnorchelt wurden. Und das noch Leute persönliche Blogs mit einer wilden Mischung an lustigen Content geschrieben haben, weil das Wort "monetarisieren" noch nicht erfunden worden war. Bloglines. Delicious (schreibe mir gerade mein eigenes). Was ich nicht vermisse: Popups.
Ohne Adblocker kann man sich heutzutage nicht mehr ins Internet trauen.
Ich muss zugeben, als ich gestern auf einer Grafik zum ersten Mal gesehen habe was das Fediverse alles zu bieten hat, habe ich mich gefühlt wie damals mit 10 so viel zu entdecken
Hast du zufällig noch den Link zu dieser Grafik?
Sorry hier der Link
kbin fehlt dort noch :)
@ziplin @fediwara übel was man alles gefühlt verpasst hat oder? Bin gestern auch erst über die Vielfalt gestolpert von https://tchncs.de/
Pixelfed hatte ich vor Monaten mal auf die todo Liste gesetzt, Mastadon dann immerhin mal getestet (aber auch wieder festgestellt, warum ich Twitter vor Jahren verlassen habe). Hier gefällt es mir mittlerweile doch recht gut - wenn wir jetzt noch Apollo for lemmy/feddit bekommen ;)
IRC, stinknormale Foren und Dedicated Server bei Games. Irgendwie haben sich damit die wesentlich besseren und persönlicheren Kontakte gebildet. Als "Social Media" aufgetaucht ist, ist das ganze soziale verloren gegangen :(
Das war keine kollektive Entscheidung, sondern gezielte Änderungen der Betreiber dieser Plattformen.
Schau dir ein Interview mit Cory Doctorow an, der erklärt den Prozess ganz gut und hat ihn liebevoll "enshitification" getauft.
Twitter ist bei mir tatsächlich ein bisschen ein blinder Fleck, da weißt du sicher mehr als ich. Facebook ist halt das Paradebeispiel. Am Ende konntest du die Plattform einfach nicht mehr nutzen.
Ja, das ist einfach absolut korrekt. Früher war das Internet viel kreativer. Foren, die ganzen eigenen Homepages, weniger Doomscrolling, das bewusstere Konsumieren von Inhalten, weniger Paywalls (ok, man muss ja irgendwie Geld verdienen). Keine Influencer. Kein exzessiver Social-Media-Scheiß. Alles viel weniger zentralisiert. Irgendwie herrschte eine Aufbruchstimmung. Die Einstiegshürde etwas cooles im Internet zu machen war viel geringer. Der große Bruder eines Freundes hat Mitte der 2000er nach dem Abi einfach mal ein Browserspiel mit entwickelt, was dann richtig steil ging und eine große Firma wurde. Einfach so, mit ein bisschen PHP, was er in der Oberstufe gelernt hat. Wäre heute unmöglich, die Komplexität von Systemen ist extrem gestiegen.
Ich weiß gar nicht, wann die Stimmung gekippt ist. Fing gefühlt Ende der 2000er an. Aber in den ersten paar Jahren hatten Twitter und selbst Facebook noch ein bisschen was avantgardistisches. Aus diesem Stimmungsbild heraus entstand die Piratenpartei, die kurz auch mal richtig Hoffnung machte. Ich denke, so ab 2011/12 wurde die Monopolisierung des Internets immer offensichtlicher, Social Media hat sich professionalisiert, es kamen die ersten Influencer, alles ging immer mehr in Richtung Walled Garden. Der Spirit des „alten“ Internets ist ab da ziemlich schnell ausgestorben.
Die haben leider total verpasst sich als das zu präsentieren, was sie eigentlich waren: Eine gesamteuropäische Bewegung.
Ich glaube wirklich, hätte die Gesellschaft die Piratenpartei nicht so hart abgestraft, wären wir heute in vielen Belangen weitaus besser aufgestellt als wir es sind.
Ein klein wenig muss ich dir glaube widersprechen. Die Einstiegshürde ist, meiner Meinung nach, stark gesunken. Sich heutzutage irgendwo einen Server zu klicken oder sogar einen Raspberry Pi an den Router zu klemmen ist so einfach. Dann dort etwas zu deployen und mit modernen Sprachen (lies, nicht PHP) etwas zusammenzuhacken ist super einfach.
Ich fand es schade als heroku den free tier eingestellt hat. Ja ich weiß, da ist auch eine große Firma hinter, aber noch komfortabler habe ich nie irgendwelche Webapps deployt.
Was, glaube ich, gestiegen ist, sind die Ansprüche. Wenige Leute würden heute ein Browserspiel aus der Hinterhofspieleschmiede spielen, wenn es nicht krasse Grafik hat und hoch poliert ist.
Indiegames mit vergleichsweise unanspruchsvoller Grafik sind doch in den letzten Jahren extrem beliebt geworden - während vor 15 Jahren noch alle wollten, dass jedes Spiel wie Crysis aussieht.
Lass es mich anders formulieren: ohne durchdachte und auf Hochglanz polierte Grafik. Diese Indie Games haben vielleicht nicht die realistischste Grafik aber vom Standpunkt der Designsprache und Konsistenz sind die unglaublich professionell und anspruchsvoll.
Da gehe ich voll mit, hatte ich dann falsch verstanden:)
Vielleicht sehe ich das heutige Internet auch ein bisschen zu pessimistisch. Ich war halt Mitte der 2000er-Jahre in diversen (nicht zu kleinen!) Online-Communities aktiv, wo das CMS vom Admin, der noch Schüler war, zusammengefrickelt wurde und über Jahre tatsächlich produktiv im Einsatz war. Gefühlt hat das damals auch total professionell ausgesehen. Heute ist der (gefühlte) Niveauunterschied zwischen dem was man als Amateur (in realistischer Zeit) daheim zusammenhacken kann und dem was als professionell durchgeht, viiieeelll größer geworden.
Btw: Ich arbeite zwar schon lange nicht mehr mit PHP, aber das heutige PHP ist durchaus nicht mehr so übel. Hat halt nur einen miesen Ruf. ;)
Kommt aber extrem wieder.
Facebook und co. waren auch vom Werbegeld der 0%-Zins-Jahre befeuert.
Jetzt haben sie alle Probleme und immer mehr Lücken kommen auf, wo ich das "alte Netz" wieder spüren kann.
Das Web hatte seine Hochzeit als Abenteuer damals als
.: News :.hervorragendes Styling für einen Button war. Seit Twitter Bootstrap geht es nurnoch bergab und alles sieht gleich aus.6px fonts vermisse ich aber nicht
und Lauftexte!
under_construction.gif
Marquee war der heiße Scheiß!
Das war ja da beste 😁
Ganz wichtig: "Under Construction" GIFs
Das Warten, während das Elsa Microlink Modem sich quietschend mit der Vermittlungsstelle unterhielt und man dann mit schwitzigen Händen, immer einen Blick auf die Uhr gerichtet, erste Gehversuche mit Netscape Navigator im Internet machte. StumbleUpon fand ich damals auch sehr spannend, da war man dann aber schon über DSL im Internet.
Jungspund! BS1000 regelt! Mit Lochkarten.
Oh Mann, das hatte ich ganz vergessen. Das war sowas wie der "launcher" fürs Internet :D
Oh Gott, ja.. wir hatten dann irgendwann von GMX einen Nachttarif für 2-3€. Das lief sogar noch knapp 7 Jahre weiter, als wir schon DSL hatte, weil meine Eltern das nicht mehr auf dem Schirm hatten...
Irgendwann popote es auf und die Dame vom Customer Service in der Leitung hat nur noch gelacht und uns das Geld für die nicht benutzte Flat zurückgebucht.. :'D
Altavista war so geil! Bis die halt von Yahoo aufgekauft wurden. Da hat man alles gefunden. Und web.de - lass mal lieber nicht drüber reden. Ich hab da noch ein Mail-Konto, aber es nervt mich auch nur noch.
web.de war früher die seriöseste und beste E-Mail-Adresse. Der Service war gut, lief. Heute ist web.de ein riesiges Werbeportal geworden, die allen scheiß von Dildos bis zu Strom anbieten. Niemand mit Restverstand klickt irgendeine dieser zahlreichen Werbeanzeigen.
Ein eigener Low Cost Router mit Linux auf einer 1,44MB Floppy für den günstigsten DialUp Tarif war meine Wahl :)
Aus dem Gedächtnis raus, müsste das eine frühe Version von https://de.wikipedia.org/wiki/Fli4l gewesen sein. Zumindest klingelt da bei dem Namen was.
Vor einem größeren Download überlegen, wie teuer es wird und ob es sich wirklich lohnt stundenlang zu warten. Andere hatten zu dem Zeitpunkt wohl schon DSL, aber ich erinnere mich noch gut daran den RPG Maker mit 56kbit/s herunterzuladen und laut zu fluchen, wenn der Download in der Mitte abgebrochen wurde :D
naja, wir sind auf ner offenen Wiese hier.
Ich denke, wenn das fedi es schafft, den NormalbürgerInnen unkompliziert das zu geben, was sie wollen, wird es bald besser.
Den alten Kram gibt's ja auch noch, nur halt in Nischen.
Ja Genau! ;) Ich krieg genau aus diesen Gründen jetzt richtig Gänsehaut, weil dieses fediverse für mich wie das erse internet ist. ___
Die Keyword honeypots gabs seit es google gibt (1998~) und da war das noch auf der Seite selbst im Text geschrieben und nicht nur in Descriptions und Keywords.
Was ich am damaligen Internet vermisse, ist das Familiäre. Foren waren wichtig, Link-Ringe waren um so wichtiger. ICQ/AIM sogar den MSN Messanger (UFO) waren tolle Hilfsmittel seine Freunde immer bei sich zu haben während man durch das Internet ritt. Alles war Community getrieben.
Ich bin schon länger im Internet unterwegs, aber kannst erklären, was Linkringe sind/waren? Das sagt mir gar nichts.
Ein Linkring, kann auch sein das ich ein falschen Begriff (web Ring?) benutze, war ein Verlinkung zwischen verschiedensten Homepages. Sprich ein Webmaster tauscht seinen Link mit einem anderen Webmaster wodurch ein Ring entstand. Eine Art Proto Netzwerk einer Community.
Äh naja, nicht direkt AOL war einer der großen Internet Anbieter und Microsoft ist auch nicht gerade ein Zwerg, auch damals nicht gewesen.
Ja richtig, AOL und MS waren keine Zwerge gewesen, aber hier in meiner Nische waren die nur für Boris Becker und Windows bekannt :)
Vielleicht steh ich mit meiner Meinung ziemlich alleine da aber es nervt mich sowas zu lesen.
Das internet, vom Konzept her, ist immer noch das selbe. Also sollte sich für Leute die das "alte" Internet wollen nichts geändert haben.
Ich empfinde die Aussage auch als widersprüchliche. Das alte Internet war gut weil man neue Sachen entdecken konnte und das neue ist schlecht weil man immer die selben Sachen nutzt? Versuch andere Dienste zu finden.
Alleine wieviele Suchmaschinen es gibt sollte genug zum entdecken geben. Und dann gibt dir jede Suchmaschinen eventuelle Möglichkeiten andere Sachen zu entdeckten. Ich sehe das Problem eher beim user.
Ich sehe das Problem eher in der Gemütlichkeit und es hat eine gewisse Ironie das Menschen die von sich behaupten gerne neues zu entdecken, sich darüber beschweren das sie Energie investieren müssen um neues zu entdecken.
Das Internet ist vom Konzept her natürlich das selbe. Aber es ist sehr viel stärker zentralisiert bzw. monopolisiert. Wo früher hunderttausende, unabhängig betriebene Foren waren, hast du heute Reddit. Zudem ist heute alles viel professionalisierter und kommerzialisierter. Früher war das Internet voll mit kleinen persönlichen Webseiten von Tripod, Geocities, etc. Die Atmosphäre ist schon eine ganz andere heute.
Welche Suchmaschinen kannst du empfehlen, die tatsächlich selber suchen, und nicht mur google oder bing nutzen?
Ich schmeiße hier einfach mal Marginalia in den Raum, denn damit kriegt man wieder ein "altes Internet" Feeling.
Ich benutze Qwant.
Dieses Internet gibt es doch noch. Es war damals kein Mainstream und ist es heute auch nicht. Aber das ist OK. Dünnschiss muss man nicht archivieren.
Gopher, Fediverse, Tilde Server, Usenet... alles existent.
Hab bei Klamm.de so richtig mit dem Internet angefangen. Da gabs so Klammlose, die irgendwann ne API zum transferieren hatten und daraus sind lauter unterschiedliche geile Sachen entstanden. Meistens so Zockseiten und "Banken", die dann wieder pleite gegangen sind. Aber auch Browsergames usw. usf. Ist aber gestorben, weil der Betreiber der Seite zu gierig war und ne Hyperinflation ausgelöst und auf die Community geschissen hat.
Dadurch hab ich auch programmieren gelernt.
Irgendwann hatte ich nen recht großen IRC Channel mit witzigen, teils selbst programmierten Bots. Wir haben da geile Nächte verbracht.
Auch war ich in Pokerstrategy recht aktiv im Trollbereich "BBV". Da sind auch epische Aktionen entstanden. Irgendwann haben sie sich totmoderiert und dann Leute aus ganzen Bundesländern gesperrt.
Ich vermiss die Zeit schon sehr.
In mIRC die ersten programmiererfahrunung machen und blödsinn im quakenet bauen. Beste leben
Die gecrackte Version von mIRC und noch NoNameScript obendrauf. Das war geil.
Ich finde, das Internet bietet immer noch alles wie damals und sogar noch mehr.
Aber:
zu 1: Um in den 90ern und 00ern auf gute Inhalte und Communities zu stoßen, musste man suchen, auf Erfahrungen anderer hören, sich vernetzen, Sachen tweaken etc. Wenn man heutzutage im Fediverse ist, dem Algorithmus entsagt (ja, das geht), seine News per RSS kommen lässt, sich spezielle Foren, Chatgroups etc. zusammen sucht, dann hat man ein Erlebnis, dass sehr ähnlich ist.
Wenn man allerdings nur will, dass das "neue Internet" ja genauso toll ist mit dem Algorithmus, der dir alles reinzwängt, was Multi-Milliarden-Konzerne wollen, aber dafür mit allen Annehmlichkeiten, die es so mit sich bringt, tja, dann hat man leider Pech gehabt.
zu 2: Alle sind im Internet, aber "Alle" sind dann auf Instagram, TikTok und co. Wenn man das akzeptiert und sagt: Ich bin dann halt im Fediverse und in diversen Foren, habe dort eigentlich mit mehr Leuten potenziell Kontakt als noch 2005, aber es sind halt nicht alle, dann läuft das.
Ich nehme das, was gut ist (Streaming, Online-Käufe, immer bessere Digitalisierung von Services etc.) und halte mich an den alten Weg (Foren, no-algorithm - nur Abos, RSS, Fediverse) bei vor allem sozialen Geschichten und Nachrichten.
Man hat die Freiheit, es sich zusammen zu bauen, man muss sie nur nutzen.
Darf ich hier das originäre CompuServe aus den frühen 1990ern vermissen?
Gibt es da wirklich so viel zu vermissen?
Es war um Längen besser als BTX 😉
Wobei aber z.B. Onlinebanking nur mit letzterem ging, also brauchte man das auch.
Probier für etwas Nostalgie mal https://wiby.me/surprise/
Der Link führt dich direkt zur "surprise" Funktion von Wiby, welche dich automatisch auf eine zufällige website weiterleitet. Du kannst natürlich auch https://wiby.me/ so aufrufen, um spaß zu haben :D
Danke für den Link
Eigentlich nur, dass es elitärer war. Ja, das klingt so scheiße, wie ich mich beim Tippen fühle, aber gemeint ist damit, dass früher mehr Interessensgruppen im Netz waren, die sich ausgetauscht haben. Dass mittlerweile jede Werner und Monika Social Media für sich entdeckt haben, hat die Qualität des Mediums massiv beeinträchtigt.
Ach ja, und ich vermisse es, auf Rom-Seiten rumzuhängen. Diese Aufregung, wenn nach einer Stunde ein 4MB-Download fertig war...
Beste! Jeder erfolgreich abgeschlossene Download hat sich wertig angefühlt. Ich weiß noch, wie ich mal eine 51 MB Datei mit 56k Modem runtergeladen hat. Das wurde dann direkt erstmal auf CD gebrannt und gesichert.
Oder wenn man Images von Edonkey gezogen hat. Das hat bei uns meist mehr als einen Tag gedauert und man wusste nie wirklich, was dann darin ist. So hab ich zum Beispiel Stronghold für mich entdeckt. Eine Wundertüte für den Neulandnutzer.
eMule, KaZaA, Shareaza und etwas allgemeiner vielleicht überhaupt ungefilterten Zugang zu Informationen. Klar hat man auch viel Mist gefunden, aber da konnte man dann frei wählen ob man ihn sich eigenverantwortlich ansieht oder eben nicht. Früher war das Internet und speziell Google das Fenster zu Welt wie sie wirklich ist. Heute ist es ein corporate gateway in die advertizer zone.
Ich möchte euch für die rege Beteiligung an dieser aus Frust und Langeweile gestellten These/Frage danken. Hat Spaß gemacht die Anekdoten — und Tipps — zu lesen.
Mein Fazit: heute ist nicht alles schlecht, es braucht nur mehr Mühen und Willen. Mühen, die man früher auch hatte, dafür aber emotional mehr Ertrag als Content Spam erhielt.
Vermissen tue ich eigentlich nur die ganzen GeoCities/Tripod/usw. Webseiten. Die waren alle amateurhaft aber mit viel Charme. Ansonsten ist es das gleiche wie früher nur größer. Imho.
Also das mit dem lieb, naja, weniger empfindlich wahrscheinlich. Bischen lockerer machen taete uns gut. Ich nehme es ja auch nicht persoenlich, wenn mal wieder die kartoffel-klischees abgefruehstueckt werden.
Ich habe Ende der 90er und Anfang der 2000er so viel Zeit in MUDs verbracht. Statt kommerzieller Onlinespiele hat man sich einfach mit anderen zusammen getan und selbst was aufgebaut.
Außerdem das Usenet. Bis in die frühen 2000er habe ich sogar einen eigenen Server betrieben. Das war auch schon prima funktionierende föderierte Kommunikation, nur Spambekämpfung war schwierig und daran ist es schließlich auch mehr oder weniger gestorben.
IRC auch so ein bissel, vor allem als mein Arbeitgeber noch die ganze interne Kommunikation unter den Entwicklern über IRC gemacht hat und es Teil vom Job war nebenher in ein oder zwei öffentlichen Kanälen unterwegs zu sein. Aber im Gegensatz zu MUDs und Usenet war das kein so richtig großer Teil meines Lebens.
Mit dem Fediverse habe ich zumindest die Hoffnung, dass es mal wieder etwas interessanter wird. Userbility und Geschwindigkeit mögen sich verbessert haben, aber es ist alles so steril und eintönig geworden. Und wenn dir was an deinen Daten liegt, guckst du schnell in die Röhre. Auf der anderen Seite besteht leider auch die Gefahr, dass wir alle bald überwiegend mit Bots schreiben und es selbst kaum noch mitbekommen. Das wäre ziemlich schade.