Spyke

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Mögt ihr euren Job? Warum / warum nicht?

Nein.

Ich war 15 Jahre im Unternehmen, was retrospektiv mindestens 5 zu viel waren. Warnsignale hatte ich wahrgenommen, rationalisiert und mich dann mit steigendem Energieaufwand durchgebissen.

Bis es dann einfach wirklich nicht mehr ging und ich die Reißleine zog.

Probleme, ursprünglich „nur“ aus der Unternehmensorganisation heraus, haben sich durch dieses ungesunde Verhalten leider zu einer grundsätzlich negativen Beurteilung meines Berufes an sich ausgewachsen.

Deshalb: Verharrt nicht zu lange in schwierigen Dienstverhältnissen. Ich zumindest habe unterschätzt wie sehr sowas an die Substanz der Berufszufriedenheit geht und dadurch für die Zeit nach dem Wechsel ein massives Problem darstellt.

austria

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Diskussion über Ärztekammer-Bezüge: Funktionär soll 26.000 Euro verdienen

Unabhängig von diesen aktuellen Kammer-Aufregern würde ich es sehr begrüßen, wenn es eine unabhängige Evaluierungs-Einheit für Gesetze/Systeme/etc. im staatlichen Bereich mit entsprechenden Berichtspflichten an die Öffentlichkeit geben würde.

Der Rechnungshof scheint zB schon viel zu machen, ich würde das noch wesentlich ausweiten, damit in regelmäßigen Abständen politische Diskussionen angeregt werden und eingeschliffene Systeme nicht jahrzehntelang unter dem öffentlichen Radar fliegen.

Mit dem neuen Informationsfreiheitsgesetz könnte evtl. auch der Journalismus das bis zu einem gewissen Grad leisten. So ein investigatives Projekt würde ich sofort unterstützen.

Zur Unterhaltung empfehle ich auch einen Besuch bei FragDenStaat. Ein regelmäßiges „Best-of“ solcher Anfragen sollte einen fixen Platz in den Medien bekommen.

Mir scheint, dass oft einfach der öffentliche Druck für (notwendige) Veränderungen fehlt. Nach der medialen Aufregung sind ja plötzlich alle für Reformen, ohne diese ging jahrzehntelang aber nix …

austria

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Von wegen Erholung: Neue Regierung muss gegen drittes Rezessionsjahr in Österreich kämpfen

Ich würde mir von einer Qualitätszeitung eine Einordnung erwarten, wie groß der Anteil der einzelnen Effekte am Rückgang denn nun ist. Erhöhung der Sparquote um 4 %-Punkte hat Anteil x und Rückgang bei der Industrie (Autokrise DE?) um 10 % hat Anteil y. Mich irritiert im Zusammenhang mit der Erwähnung der Sparquote der Konsumenten auch immer dieses Double-speak: Leb nicht über deine Verhältnisse, aber gib möglichst viel aus! Spar dir gefälligst eine Reserve an, sonst bist du nur ein Opfer, aber spar nicht zu viel, sonst geht alles krachen! Sorry für die Polemik.