Das gilt übrigens nicht nur für zugewanderte Fachkräfte. Ich bin so biodeutsch wie nur möglich, aber auch ich meide aktuell den ländlichen Raum in Ostdeutschland. Leider habe ich da sehr negative Erfahrungen mit den Einheimischen gemacht. Auch ich fühle mich dort selbst als Tourist nicht wohl, wenn Nazis so öffentlich im Dorfbild zu sehen sind. Wenn die Graffitis an den Bahnhöfen Nazi-Graffiti sind, die Sticker an den Laternen Nazi-Sticker und an einem Autos mit klaren Nazi-Parolen vorbeifahren. Wenn klare Nazitypen am Bahnhof rumlungern. Wenn ganze Dörfer voller AfD-Werbung hängen. Das ist kein Ambiente, in dem ich mich wohl und sicher fühle.
Das merkt man dann auch an den Menschen. Wenn man in einer Gegend ist, in der über 50% AfD wählen, dann merkt man das den Menschen an. Ein AfD-Wähler ist anders als andere Menschen. Irgendwie meckeriger, aggressiver, wütender. Dieser Eindruck zieht sich dann auch ins Zwischenmenschliche. Das macht leider keinen Spaß. Man bekommt als Westdeutscher dann erstaunlich häufig komische Spruche um die Ohren gehauen und ich will gar nicht wissen, wie das als Ausländer ist. Mittlerweile mache ich dort auch keinen Urlaub mehr, zu viele doofe Erlebnisse gehabt. Und alleine die Idee, dass ich dorthin ziehen würde, um dort in einer Firma voller AfD-Nazis zu arbeiten, ist absolut unvorstellbar.