Spyke

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dach

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Bar oder Karte: Die Lüge und das Lesegerät

Man kann gerne darüber diskutieren, ob es überall möglich sein sollte mit der Karte zu bezahlen, aber hier scheint jemand einfach nur seine schlechte Laune von der Seele schreiben zu wollen.

Ich glaube, hinter der Obsession des Barzahlens verbirgt sich eine Ideologie: Bargeld steht für etwas, das angeblich verloren geht: das Echte. Lol. Billige Kupfermünzen. Dreckiges Papier

Dieser Satz disqualifiziert für mich den Rest vom Kommentar.

Da scheint sich jemand keine ernsthafte Frage gestellt zu haben welche Vorteile Bargeld für viele ebenfalls haben könnte. Für mich z.B. Datenschutz und Privatsspähre. Und meines Wissens nach haben die meisten Menschen einfach einen besseren Überblick über ihre Ausgaben mit Bargeld.

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"Neue Soziale Frage": Was muss passieren, damit wieder mehr gebaut wird?

Die Antwort aus dem Artikel: Deregulierung und profit-orientierte Investoren ran lassen.

Es wird selbst im Artikel schnell klar auf wessen Kosten das Ganze gehen wird:

Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass Mietpreisbremse und Kappungsgrenze die privaten Investitionsanreize in Wohnraum verringern, schreibt Frau Grimm.

Haben diese Studien auch geschaut was die Alternative für die Mietpreise bedeutet? Ich befürchte dass es nichts Gutes ist.

Da ist eine lange Liste von Vorschriften, die das Bauen und dann eben das Mieten stark verteuern. Ich nenne lediglich Stichworte: Stellplätze für Autos und Fahrräder, Barrierefreiheit im ganzen Haus, Aufzugpflicht, Brandschutz, Energie- und Umweltauflagen, hohe Makler-, Anwalts- und Notargebühren.

Es gibt genügend andere Regularien, aber abgesehen von vielleicht den Gebühren und Autostellplätzen in der Stadt, sollten die genannten nicht gestrichen werden.

Die anderen – Union und FDP – schlagen eine Angebotspolitik vor, die Regulierungen abbaut, Preisinterventionen und Subventionen meidet und stattdessen Investitionsanreize verstärkt. Man sollte der letztgenannten Alternative eine Chance geben. Und beten, dass Union und FDP nicht schon mitten im Wahlkampf der Schneid zur „Wende“ wieder verlässt.

Man sollte dafür auch gute Argumente bringen. Mehr Wohnungen helfen den Menschen nicht, wenn sie nicht mehr bezahlbar sind...

dach

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Warum das Argument, man müsse in sozialen Netzwerken bleiben, um Opposition zu leisten, völliger Unsinn ist • Kuketz IT-Security Blog

Das Thema wurde vor ein paar Tagen auch in WDR5 Quarks angeschnitten. Widersprüche auf den Plattformen führen eher zur Verfestigung der Gegenposition, auch wenn gute Argumente geliefert werden.

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/quarks/wissenschaft-und-mehr/audio-lernen-mit-kerzen---kangaroo-island-erholt-von-buschbraenden-100.html

Entsprechende Frage & Antwort bei 48:15, zugehöriges Thema Faktenchecks bei Social Media startet bei 44:00

(Kommentar habe ich von mir selbst kopiert, zu gleichem Artikel an anderer Stelle)

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Zivilgesellschaft: Kritik an Debatte um „Missbrauch von Sozialleistungen“

In Deutschland bezogen zuletzt insgesamt rund 5,5 Millionen Menschen Bürgergeld. Angesichts der scharfen Debatte überraschen die geringen Fallzahlen solcher Verdachtsfälle „bandenmäßigen Leistungsmissbrauchs“. Bis Mai dieses Jahres haben die Jobcenter 195 solcher Fälle registriert, 96 zogen eine Strafanzeige nach sich. Im vergangenen Jahr waren es 421 Verdachtsfälle, bei 209 von ihnen wurde eine Strafanzeige erstattet.

Eine Umfrage unter Mitarbeitenden in der Beratung ergab unter anderem, dass Bürger*innen östlicher EU-Staaten mit systematischen und teilweise rechtswidrigen Schwierigkeiten bei der Beantragung von Sozialleistungen und von Kindergeld konfrontiert sind. Dazu gehört beispielsweise, dass Menschen aus Rumänien, Bulgarien und anderen Staaten bereits in der Eingangszone von Jobcenter abgewiesen werden und nicht einmal einen Antrag auf Leistungen stellen können. Auch müssten EU-Bürger*innen oft unverhältnismäßig hohe Anforderungen für das Vorlegen von Dokumenten erfüllen. Teilweise werden aufstockende Leistungen trotz belegter Erwerbstätigkeit verweigert.

Wie war das nochmal mit der Projektion eigener Fehlverhalten auf andere?

dach

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Nach Solinger Brandanschlag: Weitere Indizien für rechtsextremes Motiv

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Und selbst wenn es explizit vorgelegt wird, wird alles rechtsextrem-motivierte runtergespielt und blockiert. Sowohl bei Ermittlungen als auch im Gericht.

Ich habe vor kurzem einen Podcast über die NSU-Morde und die Ermittlungen etc. gehört. Es ist echt erschreckend wie in Deutschland auf vielen Ebenen aktiv nach rechts die Augen geschlossen werden. Als wäre das Ziel nicht die Aufklärung von Verbrechen, sondern dass man sagen kann "wir haben kein Problem mehr mit rechtsextremen hier"

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Bundestagswahl: Da ist sie wieder, die soziale Hängematte

Zehn Milliarden Euro im Jahr könne man mit einer "Abschaffung des Bürgergeldes in seiner jetzigen" Form rausholen, weitere zehn Milliarden Euro brächte eine strengere Migrationspolitik.

Allein die Abschaffung des Solidaritätszuschlags für Spitzenverdiener und Spitzenverdienerinnen, wie sie auch CDU-Chef Merz verlangt, dürfte mehr als zwölf Milliarden Euro kosten.

Zudem hatte Generalsekretär Linnemann noch im Oktober gefordert, dass der Spitzensteuersatz künftig erst ab einem Einkommen von 80.000 Euro jährlich greifen soll – statt wie bisher bei rund 65.000 Euro. Auch das dürfte zu erheblichen Ausfällen bei den Einnahmen führen. Experten rechnen hier mit Werten über zehn Milliarden Euro.

Sehr "christlich" diese Union. Wie solche Forderungen parallel gestellt werden können verstehe ich einfach nicht. Denen die nichts haben mehr nehmen und denen die schon viel haben noch mehr geben.

Wobei die Zeit anscheinend auch fragwürdige Perspektiven hat:

Wirksamer und schneller ließe sich Geld einsparen, indem man die Regelsätze senkt, die zurzeit zu hoch bemessen sind, weil man von einer stärkeren Inflation und damit einem höheren Bedarf der Empfänger ausgegangen war. Damit ließen sich laut Experten im kommenden Jahr ein bis zwei Milliarden Euro sparen. Gegebenenfalls hätten niedrigere Leistungen im Bürgergeld auch die Wirkung, dass sich mehr Menschen um eine Arbeitsstelle bemühen.

dach

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Elitenforschung: Die Leistungsgesellschaft ist eine Lüge

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Ich habe dann eine Anfrage gekriegt von der Deutschen Bank, und sollte für ihre Mitarbeiterzeitschrift zwei Beiträge schreiben, einen zu den Aufstiegschancen. Darin aber sollte ich nicht schreiben, dass die Top-Positionen zu 80 Prozent von Sprösslingen der oberen drei Prozent besetzt würden. Das Argument: Der Artikel würde sich schon mit ihren Eindrücken decken. Aber das könne man so nicht veröffentlichen, weil es den Leuten den Anreiz nehme, sich anzustrengen.

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UN Sonderberichterstatterin für Menschenrechtsverteidiger - Öffentlicher Brief zur Kriminalisierung der Letzten Generation

Da der Titel für mich impliziert dass die Berichterstatterin die Kriminalisierung gut findet (was nicht der Fall ist), hier ein Ausschnit aus dem Fazit, dem ich nur zustimmen kann:

We note that section 129 is primarily used to target organised criminal groups seeking to enrich themselves through illegal acts, or who pose a threat to the public, and underline our fear that in this case it appears to be being misused to sanction acts of civil disobedience. [...] we underline our strong concern that such a serious charge has been brought against members of the group, the acts of which are non-violent, carried out publicly, appear to pose no threat to the public, and are motivated solely by legitimate, well-founded concerns about climate change and its impact on human rights

"Öffentlicher Brief über Kriminalisierung" wäre mMn etwas passender ;)

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ePA 3.0: Krankenkassen informieren über "elektronische Patientenakte für alle"

Hier noch eine Entscheidungshilfe von Netzpolitik die einen etwas besseren Einblick gibt was genau mit den Daten passiert. Ein paar Punkte die für mich relevant waren:

  • Daten sind nur pseudonymisiert (mit wenigen Daten leicht wieder auf eine einzelne Personen zurückzuführen)
  • Auch Pharma-Unternehmen können Zugriff bekommen
  • Daten sind entweder für alle Ärtze oder für keinen sichtbar (Zahnarzt kann Befunde vom Psychologen sehen)
  • Opt-Out zur Datennutzung nicht trivial und feingranular
  • Daten werden 100Jahre gespeichert mit Bedenken was die Sicherheit angeht

https://netzpolitik.org/2024/entscheidungshilfe-zur-elektronischen-patientenakte-soll-ichs-wirklich-machen-oder-lass-ichs-lieber-sein/

dach

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Die Rechtstreiber der CDU

Gerade erst sagte [Cartsen Linnemann] laut der Neuen Westälischen bei einem Unternehmerfrühstück nahe Paderborn mit Blick auf die AfD: „Das Nazi-Bashing gegen die und das Brandmauergerede müssen aufhören.“

Der Generalsekretär der "christlichen" Union...

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Klingbeil will Steuererhöhungen – doch die bringen dem Staat zu wenig

Ay der Artikel hat schon eine sehr klare Position die sie vebreiten möchte.

Auch die Gutverdiener fühlen sich schon ganz gut belastet. Das oberste Prozent der deutschen Steuerzahler, die in der Steuererklärung einen Gesamtbetrag der Einkünfte über 250.000 Euro ausweisen, hat zum Beispiel rund 13 Prozent der Einkommen, zahlt aber rund 25 Prozent der Einkommensteuer. Auf die untersten 13 Prozent der Einkommen entfällt nur ein Zehntel dieser Steuerzahlungen.

Dass besser verdienende Leute einen höheren prozentualen Anteil tragen ist doch die genau die Idee hinter progressiven Steuern...

nrw

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Datenschutz ist schuld: Keine Stutenkerle für ältere Menschen

Tolles Framing dass Datenschutz schöne Sachen verhindert und daher schlecht ist.

Der Verein hat seit den 1950er-Jahren dafür die Adressen der Ü-80-Jährigen von der Stadt Haan erhalten und so jährlich über 300 Weckmänner verteilt. Das ist aber seit der EU-Gesetzgebung und der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit sechs Jahren nicht mehr zulässig. Die Stadt hatte aber nach Angaben des Vereins weiterhin die Daten rausgegeben, wohl weil die Aktion nett klingt

Es wurde sich also wissentlich lieber fünf Jahre lang über geltendes Recht hinweggesetzt anstatt ein paar Minuten nachzudenken ob es eine einfache rechtskonforme Lösung gibt.

Die Stadt könnte auch kurz bei den entsprechenden Personen nachfragen ob sie einverstanden sind dass für diese Aktion ihre Adresse in Zukunft weitergegeben wird. Kein riesen Aufwand und diejenigen die das nicht wollen werden nicht belästigt.

dach

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Druck auf Verkaufspartner – Macht Amazon Waren teurer, als sie sein müssten?

Zwei Ausschnitte die mMn sehr gut zeigen was für ein Unternehmen Amazon ist und dass es sich lohnt auf anderen Seiten oder lokal nach Artikeln zu suchen.

Die alte Einstellung "Amazon ist günstiger und einfacher" ist mittlerweile einfach falsch und das müssen viele Leute wieder verstehen.

Er hat beobachtet: Bietet er [auf anderen Plattformen] die gleichen Produkte günstiger als bei Amazon an, verliert er bei Amazon die so genannte Buy Box. [...] Wird die für ein Produkt nicht angezeigt, bricht der Umsatz dafür ein.

Christian Pietsch will unabhängiger von Amazon zu werden, eröffnet darum seit 2016 immer mehr Ladengeschäfte in Innenstädten. Denn hier habe Amazon keine Kontrolle, erklärt er. Vor allem sind die Kosten der Läden billiger als der Vertriebskanal Amazon. Das rechnet sich, im Gegensatz zu Amazon macht er offline wesentlich mehr Gewinn. Und auch für den Kunden kann sich das rechnen: Denn in seinen Filialen sind die Produkte oft günstiger als online.

dach

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Heute in einer Woche ist Bundestagswahl. Falls ihr noch unentschlossen seid, hier eine Übersicht der Wahl-O-Maten

Zwei Punkte zu den ganzen Tools:

  • Der Real-O-Mat sollte mMn. kritisch betrachtet werden, da er nur die Kompromisse der Regierung darstellt. Das entspricht nicht zwingend den exakten Positionen der Parteien und entsprechend werden SPD, Grüne und FDP sehr ähnlich abschneiden.
  • Wo möglich, lest euch bei wichtigen Fragen die Antworten der Parteien durch. Da fand ich teilweise die Antwort einer Partei besser, die anders abgestimmt hat als ich, als von einer Partei die so wie ich gestimmt hat.
dach

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Die Wahrheit: Beknackte Gnadenakte

Kurzer Hinweiß, dass das ein Beitrag im Satire-Bereich "die Wahrheit" der Taz ist. Der Bereich wird folgendermaßen beschrieben:

Die Wahrheit ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.

Die Wahrheit hat drei Grundsätze: Warum sachlich, wenn es persönlich geht. Warum recherchieren, wenn man schreiben kann. Warum beweisen, wenn man behaupten kann. Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.

Auch wenn der letzte Satz es spätestens deutlich machen sollte :D

Sorgen um die Sicherheit unserer Daten braucht sich deshalb niemand zu machen. Sie verbleibt weiterhin in der Hand jener Leute, denen wir auch unsere Schufa-Einträge und Atomkraftwerke anvertrauen. Und wurde dieses Vertrauen je enttäuscht? Na also!

dach

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Abschaffung des Acht-Stunden-Tags: Merz visiert radikale Veränderung an

Schaut eigentlich niemand nach, was tatsächlich das Gesetz in Deutschland sagt? Auch im Artikel wird was falsches als "aktuelle Regelung" genannt. Hier mal das aktuelle Arbeitszeitgesetz:

§ 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer

Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Wichtig dabei zu wissen, dass auch Samstage für den Schnitt zählen. Es ist also bereits jetzt möglich 48h/Woche zu arbeiten, aufgeteilt auf so viele Tage wie du willst. So lange nicht mehr als 10h an einem Tag sind.

Der "tolle" 4-Tage-Woche Vorschlag mit 40h ist also auch jetzt schon problemfrei möglich.