Nach Streit in der Koalition: Kabinett beschließt Gesetz für neuen Wehrdienst
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Mit 18 sicherlich für viele nicht wenig verlockend.
Sehe ich ähnlich. Militärdienst sollte eine Karriere sein, gerne sogar eine hochgradig attraktive, aber darin zu dienen, sollte keine Pflicht sein, nicht für irgendjemanden.
Boar ich bin mir da echt unsicher. Die Wehrpflichtigen waren oftmals die die "fragwürdige" Vorgesetzte und Mitsoldaten gemeldet haben. Es ist leider so das der Bund viele Rechte anzieht und solange wir die Bundeswehr noch brauchen sollten wir zumindest versuchen die politisch stabil und verfassungstreu zu halten.
Die müssen ja nicht in Auslandseinsätze gesendet werden (bzw. würde ich am liebsten niemanden in Auslandseinsätze senden.) Aber so als Gegenpol zu der "natürlichen" Anziehung des Militärs wären mir da ein paar Leute mit alternativer Einstellung schon ganz lieb.
Außer natürlich jemand hat eine echte Idee wie man das anders hinbekommt .__.
Ja. Menschen, die man dazu zwingt werden niemals halb so effektive Arbeit leisten wie freiwillige. Von daher sehr sinnvoll.
Ist auch die einzige Methode mit der das ganze Sinn macht. Überraschend positive Nachrichten.
Auf jeden Fall deutlich mehr als die ~10 € pro Tag, die es vor ca. 20 Jahren als GWDL gab.
Als Grundwehrdienstleistender hat man doch eh nur unsinnigen Blödsinn gemacht. Oftmals auch billige Arbeitskräfte, Hilfsarbeiter etc. Was wir brauchen, sind speziell ausgebildete Leute, die mit modernen Waffensystemen umgehen können. Wir brauchen keine Leute mit nem schimmligen G36 Gewehr als Kanonenfutter, die zwei Mal im Leben auf nem Schießen waren und insgesamt in der ganzen Wehrdienstzeit 20 Patronen verschossen haben, weil keine Munition für alle da war.
6 Patronen richtig übergeben;
6 Patronen richtig übernommen.
Heutzutage eher:
20 Patronen ausgegeben
15 Patronen entgegengenommen
10 Patronen übergeben
5 Patronen übernommen
6000 Patronen erneut bei rechtsextremen Bundeswehrangehörigen im Garten aufgefunden
Ein G36 entladen und gesichert.
He! Das will ich so nicht auf mir sitzen lassen. Ich hab immer ordnungsgemäß die Waffen und Funkgeräte ausgegeben und entgegengenommen und auf Übung auch jeden Abend auf Vollzähligkeit kontrolliert.
Immerhin gab's bei mir genug Munition und es musste keiner Peng rufen wenn er mit seinem Holzgewehr geschossen hat.
Davon mal abgesehen kam das mit den unsinnigen Tätigkeiten meist daher, dass die oft GWDLer keine Spezialausbildung mehr bekommen haben, da sie schon wieder so gut wie weg waren sobald die AGA durch war. Das war früher™ anders, wo der Grundwehrdienst noch ein Jahr oder länger war.
Das dürfte auch viele dazu bringen länger bei der Bundeswehr zu bleiben. Das sollte auch das Ziel sein, schließlich bringt ein kurzer Wehrdienst auch nur viele relativ schlechte Soldaten, was für ein Land wie Deutschland nicht sinnvoll ist.
Jo wenn man erstmal dort ist bleibt man evtl auch oder macht direkt Ausbildung oder so dort.
So viel zur Gleichbehandlung vor dem Gesetz...
Das Grundgesetz gibt derzeit nicht mehr her.
Bundestag und Bundesrat so
Wenn das GG es verbieten sollte, dass das Ausfüllen für Frauen obligatorisch ist, macht man das Ausfüllen für Männer halt freiwillig.
Das wäre quasi genau das, was bisher Usus ist und nicht funktioniert.
Die Abgabe des Fragebogens per Gesetz auch von Frauen und divers einzufordern hätte bestimmt keine große Welle geschlagen. Oder ist (Wehr)-erfassung juristisch mit Wehrpflicht gleichzusetzen?
Es funktioniert nur nicht mit der eigentlichen schon beinhalteten Wehrpflicht, falls der Bedarf nicht mit Freiwilligen erfüllt ist. Ich vermute der Bedarf wird sich mit Aisbau bzw. Wiederinbetriebnahme der im letzten Jahrzehnt stillgelegten Kasernen erhöhen.
Ich bin kein Jurist, aber wie will man eine verpflichtende Wehrerfassung begründen, wenn es keinen verpflichtenden Wehrdienst gibt?
Die Auskunfspflicht für den Mikozensus steht wahrscheinlich auch nicht im Grundgesetz, dessen Änderung eine 2/3Mehrheit benötigt. Die Begründung "Erfassung einer Auskunft über die eigene Wehrbereitschaft" ist ja erstmal keine Verpflichtung zum Wehrdienst. Sie könnte mit den gleichen politischen Worten eingeführt werden, wie das aktuelle Gesetz: "Es geht darum, daß Mindset zu ändern. Damit alle, im Fall eines Verteidigungsfalls, sich bereits mit dem, von Ihnen zu leistenden Beitrag, beschäftigt haben."
Gut, dann bin ich bis dahin hoffentlich ja raus und muss mir nichtmal was Ausdenken, wieso ich nicht kann (unabhaengig davon, dass ich eh ausgemustert worden waere)
Unabhänig davon wie ich zu einer Wehrpflicht oder diese Wehrauskunftspflicht (oder wie man das nennen will) stehe. Sollte Deutschland seine bestehende Bundeswehr nicht erst einmal auf fordermann bringen? Sowas wie Berater raus, Kasernen erneuern und neue eröffnen, Ausbilder aus- und weiterbilden und so? Die andauernde Streiterei um dieses Thema wirkt auf mich, als würden wir über die passenden Felgen diskutieren, während Karosserie und Motor noch nicht fertig sind.
In Österreich haben wir eine Wehrpflicht trotz maroder Kasernen, daueralkoholisierten Ausbildnern, einen Gerätebestand, bei dem uns Liechtenstein in 2 Tagen einnehmen würde und Ausrüstung für unsere Soldaten, dass an Krieg nur zwischen Mai und September zu denken ist, weil warme Stiefel fehlen.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Irgendein Weg halt, nicht der unbedingt beste.
Gut zu wissen. Dann ist es also doch keine Wehrpflicht durch die Hintertür.
Meine Söhne kriegt ihr nicht!
@phneutral @RmDebArc_5
Vielleicht werden dass deine Söhne selbst entscheiden.
Natürlich können sie das. Die Zeile ist in Anlehnung an das Lied „Nein, meine Söhne geb ich nicht.“ von Reinhard May bzw. das aktuelle Cover von Disastar natürlich pazifistisch zu verstehen.
„Kein Ziel und keine Ehre, keine Pflicht, sind's wert dafür zu töten und zu sterben.“