Spyke

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Der Petitionstext der Gewerkschaft der Polizei Berlin zum Böllerverbot stößt mir ganz schön sauer auf.

Dieser Text ist ein schönes Beispiel dafür, wie man eigentlich sinnvolle und begründete Anliegen durch völliges textliches Überdramatisieren ins unfreiwillig Komische kippen lassen kann. Immerhin hat man es ja noch geschafft, das völlig schiefe Bild vom „Sodom und Gomorrha auf unseren Straßen“ durch einen Blick ins Wörterbuch korrekt zu buchstabieren. Bei der Grammatik der organisierten Veranstaltungen (in deren Rahmen die zweifelhaften Freizeitaktivitäten, für welche die beiden biblischen Orte berühmt geworden sind, heute offenbar besser stattfinden sollten oder was) hapert‘s dann aber doch gleich wieder recht arg.

Ich gebe zu, dass mich realsatirische Texte wie dieser der GdP durchaus erheitern, so ernst das dahinter liegende Thema auch ist.

dach

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Kommentar: Der ewige Streit der Ampel schadet der Demokratie

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Stimme dir völlig zu. Die Grabesruhe der Weiter-so- und Keine-Experimente-Jahre der Ära unter Kohl und Merkel war so schrecklich bleiern. Da ist mir ein „hörbar geführter“ Diskurs wesentlich lieber. Leider fangen dann die Harmoniesüchtigen ganz arg an zu weinen, es wäre ja aller politischer Streit sooo gefährlich für die bundesdeutsche Demokratie. Ich mag‘s nicht glauben.

dach

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Kraftstoff: ADAC fordert Vorrang für E10 an Tankstellen

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der eine Cent unterschied zu E5 reißt es auch nicht raus

Ich stimme deinem Beitrag im Wesentlichen zu, aber 1 ct / l Unterschied zwischen E5 und E10? Da stimmt was nicht.

Zumindest in meiner Gegend (Rhein-Main-Gebiet) sehe ich allenthalben eine Differenz von 6 ct / l. Da mein Pkw im Mittel 5,2 l / 100 km verbraucht, sehe ich bei 15.000 km Jahresfahrleistung immerhin eine Preisersparnis von € 46,80 p.a. - und nicht € 7,80 gemäß deiner Zahl.

dach

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Österreich - Faxverbot stürzt Gesundheitssektor ins Chaos

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Das Verbot stammt aus dem Jahr 2012. Also sind zwölf Jahre vergangen, ohne dass eine allgemein akzeptierte Lösung gefunden wurde. Aufseiten der Arztpraxen wird wohl kritisiert, dass eine Software basierte Ersatzlösung, die von der Österreichischen Gesundheitskasse bereitgestellt wird, zu schwer zu bedienen sei. Ich kann‘s nicht beurteilen, aber da beißt sich wohl Datenschutz mit Anwenderfreundlichkeit.

dach

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Idee: Angriff am Warn-Tag

SIE (wer immer DIE sind) haben UNS ja heute auch tatsächlich angegriffen: Man hat mir heute mehrfach die Geschichte aufgetischt, der „deutschlandweite Ausfall aller“ Kartenterminals sei durch den Probealarm am Warntag verursacht worden. Die Frage, wie genau beides zusammenhängen soll, konnte man mir leider nicht beantworten, „aber die oben aus der Buchhaltung haben das gesagt.“ Ich habe dann auch brav meinen Teller leer gegessen, damit es morgen schönes Wetter gibt …

dach

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Österreich - Faxverbot stürzt Gesundheitssektor ins Chaos

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Und selbst da ist der Rattenschwanz noch nicht zu Ende: Die Lösung der ÖGK dient offenbar nur der Kommunikation zwischen den Arztpraxen und der Sozialversicherung. Über das Thema Krankenhäuser und andere Gesundheits-Dienstleister, die vielfach unterschiedliche, nicht kompatible IT-Lösungen implementiert haben und nun das Fax als bisherigen kleinsten gemeinsamen Kommunikations-Nenner verlieren, ist dabei noch gar nicht gesprochen.

Du. Meine. Güte. Im österreichischen Gesundheiswesen möchte ich echt keine Verwaltungsfachkraft sein.

dach

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Migros: Deutschland-Abenteuer mit Tegut kostet Millionen

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Ich kaufe eigentlich gerne bei einem größeren tegut in der Nähe, weil es dort ein breites Sortiment an Bio-Artikeln gibt, in der Hauptsache Handelsware von Alnatura. Aber wenn ich dann und wann mal Artikel, die es identisch bei Rewe gibt, ebendort gekauft habe, traten immense Preisunterschiede zutage (zuletzt mehr als € 1,- pro Glas bei einem französischen Senf). Das Einkaufserlebnis (oder vllt. auch nur die Shopgestaltung) erscheint mir beim tegut halt als wesentlich „gediegener“ als bei den anderen Supermärkten, von den Kleinpreis-Discountern ganz zu schweigen. Mal sehen, ob sich das im Laufe der im Artikel angesprochenen Restrukturierungsmaßnahmen ändern wird.

Nachdem Wal Mart ein paar Jahre zuvor schon am harten deutschen Lebensmittel-Wettbewerb krachend gescheitert ist, wundert es mich, dass man bei Migros wohl gemeint hat, mit einer Art „Supermarkt für die besser Verdienenden“ hierzulande nachhaltig erfolgreich sein zu können.

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Mal so RICHTIG GUTE Schuhe kaufen?

„Lunge“ lautet meine Empfehlung (siehe unter www.lunge.com). Hersteller mit Sitz in Norddeutschland. Habe vor drei oder vier Jahren bei einem Schuhladen in meiner Gegend zwei Paar Sneaker von diesem Hersteller gekauft und habe eines der beiden Paare aktuell zum Erneuern der Laufsohle beim Hersteller in Arbeit. Sowas nenne ich nachhaltig, kannte ich zuvor von anderen Marken nicht.

Anzumerken ist aber, dass ich mit den ab Werk gelieferten Einlegesohlen mit Obermaterial aus grauem rutschfestem PET nicht glücklich wurde. Hier musste ich dem Hersteller noch einen zusätzlichen Obolus hinterher werfen und die (dann allerdings auch verbrauchten) Einleger durch eine andere, vom Hersteller „Feetality“ genannte Version mit schwarzer, gleitfreundlicherer Oberfläche ersetzen. Das erleichtert das Anziehen der Schuhe und verhindert, dass Sneakersocken über die Ferse in den Schuh hinein gezogen werden.

Bin insgesamt aber hochzufrieden mit den Tretern und würde jederzeit wieder Schuhe des o.g. Herstellers kaufen.

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Praline 21 1964

Ein wahrhaft stimmiges Gesamtkunstwerk: Das schaft-umpuschelte Dämchen-Stiefelchen, der Trotzköpfchen-Claim, die Hilde-Knef-Gedächtniswimpern im Kindchengesicht … und was hat Madame wohl unter ihrem Hütchen versteckt? Ein Tiefkühl-Huhn vielleicht?

Herrlich gruseliger Fund :)

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Stern 41 1968

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Der Hersteller Martini & Rossi hätte wahrscheinlich nicht in seine Anzeigen schreiben dürfen, „kauft keinen Cinzano, keinen Carpano, keinen Noilly Prat!“ (Wobei der letztgenannte, französische Hersteller irgendwann sogar selber von Fa. Martini gekauft wurde.) Ersatzweise taten sie so, als seien nur MARTINI Rosso / Bianco / Dry die einzig guten, authentischen Wermut-Getränke und alles Andere nur nachgemachte Me-Too-Produkte: Bloß nicht kaufen! Mischungen von Wein mit Wermut und anderen Kräutern kannte freilich schon das antike Ägypten, also dürfte diese Martini-Werbepraxis trotz allem vor Gericht gelandet sein, vermute ich.

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Heidelberger Lokalanzeiger 11. December 1901

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Den Wikipedia-Artikel zu der in der Anzeige genannten „Gisela von Bayern“ findet man unter dem Schlagwort „Gisela von Österreich“: https://de.wikipedia.org/wiki/Gisela_von_Österreich

Zitat aus diesem Artikel:

„1869, im Alter von 13 Jahren, wurde Gisela durch kaiserliche Genehmigung Protektorin des nach ihr benannten Gisela-Vereins, der in Deutschland bis 1981 unter dem Namen „Gisela Allgemeine Lebens- und Aussteuer-Versicherungs-AG“ Bestand hatte (heute ARAG Lebensversicherungs-AG).“

Schau schau, die ARAG.

Zu Heirats- oder Aussteuerversicherungen gibt es eine Erläuterung hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Heiratsversicherung

dach

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Es gibt eine neue Staffel von "Nicht nachmachen"

Habe grade versucht, mir die erste Folge der neuen Staffel anzuschauen, hab‘s aber nur bis zu der Explosion im Wasserbecken geschafft. Meine Güte, wie öde und gezwungen das alles wirkte. Hoecker und Boning haben es in der ersten Staffel ja noch geschafft, mit „zwei Kindsköppe machen ein kürzlich noch bewohntes Haus kaputt“ der ganzen Zerstörungsorgie eine ungefähre inhaltliche Klammer zu geben und dadurch Komik zu erzeugen. Aber das hier war so gezwungen und brottrocken wie eine Stunde Chemieunterricht unterm Vergrößerungsglas. Danke, brauch ich nicht.

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Wittener Volks-Zeitung 11. Februar 1911

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Stichwort Pferdegulasch: Auch heute noch gibt‘s Pferdemetzger. Analog zum heute bekannten Kalbfleisch könnte Fohlenfleisch vielleicht auch als besonders hell und zart beliebt gewesen sein.

Wahrscheinlich kommt‘s darauf an, ob eine Art noch als Nutztier oder als eine Mischung aus Haustier und Sportgerät angesehen wird, wenn es um die Frage des Gefressen-, Entschuldigung, Gegessenwerdens geht.

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Warum hast du diesen Username gewählt? Magst du ihn?

Vor einiger Zeit entdeckten meine Frau und ich auf der Speisekarte eines Restaurants eine Reihe von Obst-Gemüse-Saftmischgetränken, die unter der volltönenden Überschrift „Vital Drink“ geführt und dann mit den Namen zusammenhanglos gewählter, aber berühmter Filmschauspieler/-innen behängt worden waren: Was hätte wohl Marylin Monroe mit Äpfeln und Orangen, was Brad Pitt mit Karotten und Ingwer zu tun?

Nix, natürlich. Aber wir fanden es lustig, mit diesen unsinnigen Bezeichnungen herum zu blödeln und daraus noch unsinnigere Kombinationen zu bilden.

Und so entstieg dem „Vital Drink Brad Pitt“ das „Vitalbrett Drinkpitt“ und lebt seither im Fediverse weiter.