Spyke

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18 replies

feddit.org

Ich hab es ja im englischen Teil schon geschrieben: Das ist alles total irritierend. Die Webseite hat einen einzigen Typen im Impressum. Da steckt anscheinend keine Organisation oder ähnliches hinter. Und trotzdem gibt es dann große "Wir"-Forderungen, angeblich Demos in weiten Teilen des Landes und man weiß null über den Organisator? Aber alle großen Medien berichten breit?

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Ich denke mal, er war der erste, der damit angefangen hat. Ich weiß, die Linke und der SDS unterstützen das und Gewerkschaften wollten sich z.T. auch anschließen (bin da bei Letzeren aber noch skeptisch).

Gab einen Videocall mit französischen Schülern, Studierenden, Abgeordneten, dem SDS und Ines Schwertner uvm. Wurde afaik auch auf Youtube gestreamt.

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Die Medienmenschen erhoffen sich einfach Ausschreitungen, denn die können sie wieder richtig schön reichweitenstark breittreten und dafür wenig bis nichts über Inhalte von Protesten zu schreiben :D

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feddit.org

Es wird sich oft beschwert, dass man mit "nur Demonstrieren" nichts bewegt. Wer aber zu Gewalt greifen muss um etwas zu bewegen, der hat es einfach nur verfehlt genug Menschen zu mobilisieren und versucht dann mit undemokratischen Mitteln seine Meinung durchzusetzen. Von daher ist Gewalt auf Demos grundsätzlich falsch.

Anders sieht es natürlich aus, wenn zb die Polizei oder der Staat einem das Recht auf eine Versammlung verwehrt. Dann ist Gewalt unter Umständen angebracht.

Was die Demos demnächst betrifft: Ich hoffe das alles friedlich verläuft und die Polizei schön ruhig bleibt. Was aber vielen hier glaube ich nicht bewusst ist, ist das auf Tiktok gerade ein Trend die Runde macht wo sich Leute darauf vorbereiten am 31. Läden zu plündern. Dieser Trend ist scheinbar deutlich größer als die Anzahl der Leute die ernsthaft für irgendetwas demonstrieren.

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feddit.org

hat es einfach nur verfehlt genug Menschen zu mobilisieren

Ich bin an sich bei dir was Gewaltfreiheit angeht, aber....

  1. Wer entscheidet wie viele Menschen auf der Straße "genug" sind? (Spoiler: Nicht die Menschen auf der Straße)

  2. Ein Protest der keine Folgen bei Misachtung mitbringt wird ignoriert werden weil er keine Incentives zum Handeln mitbringt. Deswegen funktionieren Streiks - die Folgen werden klar angesagt ("wir streiken dann für X Wochen") und so kann sich der bestreikte ausrechnen was das bessere Play ist. Dieser Protest kündigt keine Folgen bei Misachtung an, was also soll eine Regierung tun die eigentlich nichts tun will?

Sage nicht dass es falsch ist, auf die Straße zu gehen, aber strategisch sieht das hier nicht stark aus. FFF war besser, weil die Konsequenz bei Misachtung eben Störung des öffentlichen Straßenverkehrs war. Einfach verständlich, geht jedem auf die Nerven. Und die haben dafür protestiert dass die Regierung ihren rechtlichen Pflichten nachkommt. Die hatten keinen Erfolg obwohl deutsche Gerichte festgestellt haben dass sie komplett im Recht waren. Die Regierung und die rechtsextremen Medien haben es hinbekommen, das so zu framen dass die eigentlichen Täter die Kinder sind, die für einen bewohnbaren Planeten demonstrieren.

Man könnte das Argument machen dass FFF ein Fall für Artikel 20 GG war - sie haben alle legalen Wege ausgeschöpft und wurden trotzdem übergangen.

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Wer entscheidet wie viele Menschen auf der Straße "genug" sind? (Spoiler: Nicht die Menschen auf der Straße)

Das ist keine frage der Entscheidung. Erreicht der Protest genug Menschen wählen die bei der nächsten Wahl entsprechend. Alternativ kann aus einem Protest auch eine Partei entstehen, oder eine bestehende Partei übernimmt die Protestpositionen als ihre.

FFF ist halt irgendwie im Sande verlaufen und ist inzwischen eher eine Minderheit. Man hat halt kein Recht darauf gehört zu werden, solange man nicht genug Menschen hinter sich hat. Da aber fehlender Klimaschutz aktiv Menschenrechte verletzt finde ich hier auch die Aktionen der letzten Generation voll in Ordnung. Geschadet haben sie der Sache vielleicht aber trotzdem.

Edit: Gegen Streiks hab uch absolut nichts, es geht mir her um Cewaltfreien Aktivismus, da uch in ketzter Zeit vermehrt Posts und Artikel gelesen habe die Gewalt als legitimes Mittel etablieren wollen oder diese zimindest verharmlosen.

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feddit.org

Was aber vielen hier glaube ich nicht bewusst ist, ist das auf Tiktok gerade ein Trend die Runde macht wo sich Leute darauf vorbereiten am 31. Läden zu plündern. Dieser Trend ist scheinbar deutlich größer als die Anzahl der Leute die ernsthaft für irgendetwas demonstrieren.

Und die Bewertung wieviele was vorhaben und was davon halt einfach nur ein Meme ist nimmt jetzt nochmal wer genau vor?

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Naja zahlenmäßig sind bei den Abstimmungen auf Tiktok wohl mehr Leute als sich auf der Seite genz regelt angemeldet haben. Daher meine Aussage der Trend ist größer. Wie schon gesagt hoffe ich das die Demos friedlich verlaufen werden, was ja nicht abwegig ist, da nicht alle die auf Tiktok abgestimmt haben auch wirklich kommen werden. Sollten aber ein größerer Teil der Leute von dem Tiktok Trend diesen in die Tat umsetzen, so könnten die erheblichen Schaden, nicht nur an den deutschen Innenstädten sondern auch am Image der Demo anrichten. Alleine deshalb sollte man Gewalt im Vorfeld verurteilen. Die im Artikel genannten jungen Linksradikalen müssen ihre Molotovs dann halt mal stecken lassen, die Revolution kommt vielleicht nächstes Jahr.

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feddit.org

Es wird sich oft beschwert, dass man mit "nur Demonstrieren" nichts bewegt. Wer aber zu Gewalt greifen muss um etwas zu bewegen, der hat es einfach nur verfehlt genug Menschen zu mobilisieren und versucht dann mit undemokratischen Mitteln seine Meinung durchzusetzen. Von daher ist Gewalt auf Demos grundsätzlich falsch.

Mhm aber mal angenommen eine Mehrheit wäre für Gewalt auf demos, wäre das dann okay? Wenn ja, dann hast du "grundsätzlich" falsch verwendet, wenn nein, ist dann nicht deine grundsätzliche Ablehnung von Gewalt, auch entgegen einer Mehrheit, undemokratisch?

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feddit.org

Es gibt auch Dinge die nicht durch eine Mehrheit entschieden werden können. Zb Menschenrechte abschaffen ist nicht demokratisch, selbst wenn eine Mehrheit dafür ist. Wenn man zb Deutsche (die ja eugentlich wahlberechtigt sind) durch einen "demokratisch" verabschiedeten Beschluss remigierert/deportiert, dann führt das ja dazu das diese in Zukunft nicht mehr wählen können, was ja undemokratisch ist. Und wenn eine Mehrheit für die legitimation von Gewalt zur durchsetzung von politischen Zielen ist, dann führt das auf lange Sicht dazu, dass die Demokratie darunter leidet bzw zerstört wird.

Deshalb ist Deutschland heutzutage auch eine Wehrhafte Demokratie, weil sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass man eine Demokratie auch abwählen kann.

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knomiereply
feddit.org

Und wie wehrt man sich dann gegen die Verletzung der Menschenrechte? So wie es durch die afd geplant ist und mit magelndem Klimaschutz jetzt schon passiert? Oder gegen die Unterstützung von Kriegsverbrechen?

Ich stimme dir schon grundsätzlich zu, nur bei solchen Fragen kommt es dann zu Widersprüchen, die ich auch nicht gut beantworten kann.

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Und wie wehrt man sich dann gegen die Verletzung der Menschenrechte? So wie es durch die afd geplant ist und mit magelndem Klimaschutz jetzt schon passiert? Oder gegen die Unterstützung von Kriegsverbrechen?

In erster Linie halt Verhältnissmäßigkeit wahren. In vielen fällen reichen friedliche Demonstrationen aus, solange genug Menschen auf die Straße gehen. Dafür muss man halt auch unpolitische Menschen erreichen und die schreckt man mit radikalen Taten eher ab.

Klar geht das nicht immer und dann hab ich auch Verständniss wenn man eine Straße blockiert, zb im Bezug auf Klima. Sollte dann aber schon zielführend sein und keine Menschen gefährden.

Wenn konkret Menschenrechte angegriffen werden kann man da durch zivilen Ungehorsam gegen vorgehen, wie zum Beispiel bei der Bürgerechtsbewegung in den USA, indem man sich vorne in den Buss setzt oder die diskriminierenden Regeln einfach ignoriert.

Offene Straßenschlachten mit der Polizei seh ich auch einfach deshalb nicht angebracht, da die eh zum Scheitern verurteilt sind(siehe Prager Frühling, am Ende kommt das Regime halt einfach mit Panzern). Wennschon machen Attentate und Sabotage dann mehr Sinn, dafür sollten aber alle nderen Optionen nicht mehr verfügbar sein.

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Eheranreply
lemmy.world

Und Menschenrechte ändern? Ausweiten? Das geht? Oder sind die für immer fix wie sie sich mal irgendwann ausgedacht wurden?

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Da musst du etwas genauer werden. Klar kann man Menschenrechte ausweiten, ist ja schon öfters passiert, sowohl auf Un Ebene, als auch in einzelnen Ländern, oder meinst du vielleicht eher ob ich der Meinung bin, dass man Menschenrechte mit Gewalt erkämpfen kann?

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piefed.social

stützt zwar die herrschende Macht

Macht somit den Protest wieder wunderbar ignorierbar. Hier und da ein paar beschwichtigende Reformen und das ist das Thema wieder Geschichte.

Die Lektion hätte man aus FFF eigentlich lernen müssen.

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discuss.tchncs.de

Mmn ist FFF größtenteils an corona zugrunde gegangen, und weniger weil sich die beteiligten dachten : jupp jetzt ist genug passiert

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Naja, die Forderungen wurden trotzdem größtenteils ignoriert in der Zeit des Protests

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