Spektakulärer Betrug: Familie leitet Millionen von Energieversorger aufs eigene Konto
Eine dreiköpfige Familie aus Hochheim steht seit Mittwoch in Wiesbaden vor dem Amtsgericht. Sie soll über Jahre fast 1,7 Millionen Euro von einem Energieversorger auf ein eigenes Konto gelenkt haben. Damit sollen sie ihr Luxusleben finanziert haben.
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7 replies
Ich hab mal bei einem großen Konzern gearbeitet, und da fiel nach Jahren (!) auf, dass irgendein wildfremder Mensch die Rechnungen für seine Internetanschlüsse von einem der zahlreichen Bankkonten des Konzerns hatte abbuchen lassen. Dieser Mensch hatte also Internetanschlüsse bestellt und als Bankkonto für die Abbuchungen ein Unternehmenskonto angegeben.
Der Konzern hatte zwar Strafanzeige gestellt, allerdings wurde der Täter nie ermittelt, und die Zahlungen wurden dann einfach ausgebucht. Die Internetanbieter konnten wohl auch nicht helfen - an den Adressen ging es wild zu mit Unmengen von Wohnungen und Klingeln, und es konnte nicht mehr festgestellt werden, wer diese Internetanschlüsse genutzt hatte.
Wie witzig, dass die Person damit tatsächlich durchgekommen ist.
Es gab wohl Hinweise, dass Identitätsdiebstahl eine Rolle gespielt haben könnte bei der Bestellung des Internetanschlusses, also die Daten irgendeiner völlig unbeteiligten Person verwendet worden waren. So richtig gejuckt hatte das Ganze niemanden - die paar Euro pro Monat wurden in einem milliardenschweren Konzern aus der Portokasse bezahlt.
Bin immer wieder beeindruckt, was Kriminelle so treiben, um ein paar Euro zu sparen oder einzunehmen. Ist ja auch eine Kompetenz, die man erstmal entwickeln muss.
Anders als beim Mobilfunk musst du dem Provider bei so einem Anschluss ja auch nicht deine Identität nachweisen.
Wobei auch beim Mobilfunk da natürlich mehr als genug Unfug getrieben wird.
Heftig. Beinahe eine Einladung zum Nachmachen.
Auch eher die Kategorie Mensch, die sich mit einem Lottogewinn selbst ruinieren würden.
Erinnert mich ein wenig an den Stadtmitarbeiter, der die Parkscheinautomaten immer leerte. Und dabei stets einige Münzen mitgehen ließ. Die Sparkasse hat ihn irgendwann gemeldet, vermutlich wegen den vielen Münzen.