Spyke

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8 replies

Finde ich prinzipiell gut, wenn einige Columbia-Absolventen, die vermutlich US-Politiker und Diplomaten werden, etwas linksgrünversifften Einflüssen ausgesetzt werden.

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Ist da ein Aluhut auf meinem Kopf, wenn ich das in Verbindung bringe mit ihrer Verbidung zur Atlantik-Brücke und dem German Marshall Fund?

Die ganze Häme und der Hass der über sie hereinbrach, auch weil sie eine Frau ist, war unterirdisch und schlimm. Ihr UN-Amt und jetzt also diese Professur war/ist ein starkes Symbol in Richtung ihrer Gegner und die Anerkennung, der Ruf von beiden Funktionen bestimmt auch befriedigend und ein Grund stolz zu empfinden. Und nach Jahren des Reisens in NYC wohnen bleiben zu wollen und sich und ihrer Familie mehr Ruhe zu gönnen, fände ich auch verständlich.

Aber andererseits als politisch (eher) linke(?) freiwillig in den USA zu bleiben, noch dazu unter Trump und für eine private Universität tätig zu werden finde ich nur bedingt nachvollziehbar. Eine vergleichbare Funktion im globalen Süden wäre authentischer. Oder habe ich einfach ein falsches, naives, überholtes, verzerrtes Bild von der Haltung und dem Menschenbild das alle bei den Grünen haben oder wenigstens Baerbock hat? Oder kommt einfach eins zum anderen: Ein (links-)liberaler Mensch, eine (links-)liberale Region in einem (links-)liberalen Milieu.

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knomiereply
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Ich sehe die Probleme auch wie du. Man kann ihr immerhin zu Gute halten, dass New York mit Mamdani einen kleinen Gegenpol zu Trump bietet.

Was ich aber nicht verstehe ist, wieso Politiker: innen eine Professur kriegen. Sie haben zwar praktische Erfahrung gesammelt, aber doch 0 Forschungserfahrung (und ihre wissenschaftliche Karriere/Promotion/Studium ist ja schon länger her und sicher nicht mehr fachrelevant). Oder ist ein Powi-Studium an einer Uni mehr eine praktische Ausbildung zur Politiker: in? Das ist keine Kritik spezifisch an Baerbock, sie ist ja nicht die erste, die auf nach der Politik an Unis geht.

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Melchiorreply
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Baerbock wird Professorin für Public Administration. Das ist quasi BWL für Beamte. Da kriegt man als Minister einiges an Erfahrungswerten mit.

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knomiereply
feddit.org

Danke für die Information.

Dennoch untergräbt das doch total den Wissenschaftsanspruch von Universitäten, oder nicht? Wenn über Erfahrungswerte berichtet wird statt über Forschung und Studien. Wie bereits geschrieben, keine Kritik an Baerbock, sondern an dem Uni(Einstellungs-)system.

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Melchiorreply
feddit.org

Erfahrung ist eine Form des Wissens. In vielen Bereichen auch eine sehr sehr wichtige. Zum Beispiel will ich, dass mein Arzt nicht nur Bücher gelesen hat, sondern auch praktische medizinische Erfahrung hat. Das wird auch im Studium vermittelt. Bei Ingenieuren und anderen Studiengängen sieht das ähnlich aus.

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feddit.org

Unbedingt. Ohne mich jetzt im Detail mit dem Hochschulwesen in den USA auszukennen, erscheint mir für so einen Fall aber eher eine Honorarprofessur oder eine Tätigkeit als Gastdozentin passender (sofern es ein Äquivalent dazu gibt). Und Co-Direktorin zu werden (wenn auch befristet) finde ich auch komisch, sie kann die Leitung doch sicherlich irgendwie in einer Art Beirat oder hochschuleigenen Gremien mit ihrem Wissen bereichern. Stattdessen nimmt sie von au s en einen Posten ein, der entweder neu für sie geschaffen wurde oder aber sie blockiert damit möglicherweise eine Stelle für einen dort bereits tätigen Wissenschaftly. (Ich komme darauf, weil es bei Übernahme des UN-Amtes Berichterstattung gab nach der die Entscheidung für sie und gegen eine hohe Diplomatin politisch motiviert gewesen sein soll.

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Keine Ahnung und ich kann mir auch vorstellen, dass Baerbock ins Schema für Columbia passt. Was ich auch spannend finde ist das Adam Tooze in Columbia Professor ist. Der ist ja auch als linker Intellektueller sehr aktiv in Deutschland. Von daher kann ich mir das schon als Prestige-Sprungbrett zurück in die deutsche Politik vorstellen. Columbia macht sich halt besser als die Uni von Lima oder so.

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