Fender hat jüngst ein sogenanntes Versäumnisurteil am Landgericht Düsseldorf gegen eine chinesische Handelsfirma von Stratocaster-Style Gitarren erwirkt. Dieses Urteil basiert auf rein formalen Fristversäumnissen und stellt aus unserer Sicht keine umfassende inhaltliche Prüfung einer Rechtslage dar. Auf dieser Grundlage versucht Fender nun, einen grundsätzlichen Copyright-Anspruch auf die Korpusform der Stratocaster durchzusetzen, und geht parallel dazu gegen europäische Händler und Hersteller vor. Aber auch amerikanische Hersteller, die ihre Instrumente in Europa verkaufen, sind betroffen.
Um. 70 Jahre zu spät? Der Zug ist lange abgefahren, Fender!
Knapp bei Kasse sind die, schätz ich mal.
Das ganze wirkt tatsächlich wie eine BWLer-Entscheidung, um noch Geld rauszuquetschen.
Was ich so gelesen habe, ist die Qualität der neuen Fender Gitarren teilweise deutlich abgesunken. Wenn man da nicht mehr "sparen" kann und die Kunden vergrault, versucht man die Konkurrenz kaputt zu machen.
Diese Aufforderungs- und Unterlassungsschreiben sind auch nicht anders zu verstehen. Keine der angemahnten Produkte mehr herstellen. Die noch vorhandenen Exemplare sollen vernichtet werden. Schon verkaufte Produkte sollen ebenfalls vernichtet werden. Also keine Auslieferung mehr und vom Kunden zurückholen. Gegebenenfalls wollen sie die Kundendaten. Thomann ist aufgrund der Größe wenigstens jemand, der sich dagegen wehren kann. Das wird vor allem zuerst eine wirtschaftliche Entscheidung sein - allein deren betroffener Warenbestand dürfte sehr hoch sein, aber wenn es auch den kleineren Herstellern hilft, die sonst nicht durchhalten können, dann sollen sie das ruhig positiv betonen.
Mit diesem Vorgehen hat Fender so richtig verkackt. Musiker verschiedener Bekanntheitsgrade haben sich dazu ausgelassen - und ich habe nicht eine positive Äußerung gehört. Entsprechende YT-Kanäle wollen Fender Produkte nicht mehr besprechen und haben alte Videos runtergenommen. Firmen wollen nicht mehr mit Fender zusammenarbeiten. Es wurde Fender als Arbeitgeber besprochen (lauft), die aktuelle Qualität erwähnt (für die Qualität überteuert - bei anderen Firmen würde das nicht durch die Qualitätskontrolle gehen) und nebenbei andere Hersteller erwähnt, die für weniger Geld deutlich bessere Produkte bieten. Abgesehen davon wollte sich nicht einer von seinen betroffenen Gitarren trennen.
Dieses Dauerfeuer dürfte viele Leute davon abhalten, sich jetzt noch etwas von Fender (und deren anderen Marken) zu kaufen.
Führungsschwäche. Es geistert ein Smartphone-Video durch Youtube, das bei einer Veranstaltung für Musikhändler in den USA aufgenommen wurde. Dort hält der Fender CEO eine Rede zu dem Thema, abgelesen vom Laptop wohlgemerkt. Hochnotpeinlich was da kommuniziert wurde.
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Thomann hat rechtliche Schritte gegen Fender eingeleitet | Spyke
Um. 70 Jahre zu spät? Der Zug ist lange abgefahren, Fender!
Knapp bei Kasse sind die, schätz ich mal.
Das ganze wirkt tatsächlich wie eine BWLer-Entscheidung, um noch Geld rauszuquetschen.
Was ich so gelesen habe, ist die Qualität der neuen Fender Gitarren teilweise deutlich abgesunken. Wenn man da nicht mehr "sparen" kann und die Kunden vergrault, versucht man die Konkurrenz kaputt zu machen.
Diese Aufforderungs- und Unterlassungsschreiben sind auch nicht anders zu verstehen. Keine der angemahnten Produkte mehr herstellen. Die noch vorhandenen Exemplare sollen vernichtet werden. Schon verkaufte Produkte sollen ebenfalls vernichtet werden. Also keine Auslieferung mehr und vom Kunden zurückholen. Gegebenenfalls wollen sie die Kundendaten. Thomann ist aufgrund der Größe wenigstens jemand, der sich dagegen wehren kann. Das wird vor allem zuerst eine wirtschaftliche Entscheidung sein - allein deren betroffener Warenbestand dürfte sehr hoch sein, aber wenn es auch den kleineren Herstellern hilft, die sonst nicht durchhalten können, dann sollen sie das ruhig positiv betonen.
Mit diesem Vorgehen hat Fender so richtig verkackt. Musiker verschiedener Bekanntheitsgrade haben sich dazu ausgelassen - und ich habe nicht eine positive Äußerung gehört. Entsprechende YT-Kanäle wollen Fender Produkte nicht mehr besprechen und haben alte Videos runtergenommen. Firmen wollen nicht mehr mit Fender zusammenarbeiten. Es wurde Fender als Arbeitgeber besprochen (lauft), die aktuelle Qualität erwähnt (für die Qualität überteuert - bei anderen Firmen würde das nicht durch die Qualitätskontrolle gehen) und nebenbei andere Hersteller erwähnt, die für weniger Geld deutlich bessere Produkte bieten. Abgesehen davon wollte sich nicht einer von seinen betroffenen Gitarren trennen.
Dieses Dauerfeuer dürfte viele Leute davon abhalten, sich jetzt noch etwas von Fender (und deren anderen Marken) zu kaufen.
Führungsschwäche. Es geistert ein Smartphone-Video durch Youtube, das bei einer Veranstaltung für Musikhändler in den USA aufgenommen wurde. Dort hält der Fender CEO eine Rede zu dem Thema, abgelesen vom Laptop wohlgemerkt. Hochnotpeinlich was da kommuniziert wurde.