Ist ein dritter Weg zwischen dem Zionismus und Antizionismus möglich?
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Zurück zur Frage: Wäre eine nichtzionistische (nichtzionistisch ≠ antizionistisch) bzw. neutrale Positionierung Linker möglich? Z.B. dass nicht nur explizit die Staatlichkeit der einen noch der anderen Entität unterstützt wird. Dass Modelle wie ein Staat für alle Völker des Gebiets erstellt wird der weder Israel noch Palästina heißt oder dass ein binationaler Staat nach Vorbild des Bosnien und Herzegowina entsteht in dem beides die Israelis und Palästinenser unter Aufsicht eines internationalen Kommitees einen gemeinsamen Parlament und Armee führt aber auch noch zumindest vorübergehend eigene teilautonome Gebiete hat.
Oder dass gar eine Positionierung erfolgt die gegen den Krieg ist, aber mit einem Schulterzucken weder die eine noch die andere Entität anerkennt und dass es nicht unsere Position ist, da einzugreifen, was auch natürlicherweise bedeutet, dass auch keine Rüstungsgüter an diese Länder verschenkt werden.
[Ohne Bezug auf den Post]
Die Worte "Dritter Weg" lösen bei mir immer ein starkes Ekelgefühl aus.
Die haben nicht mal 1000 Mitglieder aber trotzdem finde ich Sticker von denen in meiner Stadt. -.-
War auch mein Gedanke. Und ja die Sticker sind echt überall ... Aber nachdem ich vorbeigelaufen bin verschwinden sie meist oder sind magisch überdeckt. Womit ich logisch nichts zutun hatte, dies wäre Sachbeschädigung
Ja, Nazis haben den Begriff missbraucht. Stell dir vor im West Bank gibt es eine Partei namens Dritter Weg der dem Sozialliberalismus und Progressivismus zugeschrieben ist.
Für irgendeinen Staat setze ich mich eh nicht ein und das ist auch nicht das Grundziel von Antizionismus? Lese das gerade hier irgendwie so raus, dass es wohl nur die Unterstützung von einen Israelischen Staat oder einen Palästinensischen Staat gäbe. Diese Grundannahme ist ja schon sehr schwarz weiß. Falls ich es falsch verstehe sorry.
Ich bin Antizionist, weil ich die Zionistische Ideologie ablehne. Sie widerspricht einfach jeglichen linken Grundgedanken. Eine "Neutrale" Haltung fände ich hier ähnlich unpassend wie zu Faschismus.
Natürlich müssen die Menschen zum Schluss gemeinsam da leben, wenn der Genozid endlich aufgehört hat. Wie sonst? Keine Ahnung wie sich das manche vorstellen. Wollen die die tausenden Israelis dann vertreiben? Das ist logisch in keiner Welt möglich und wäre auch unmenschlich und ebenso eine Verallgemeinerung aufgrund von Herkunft und da würd ich sogar mitgehen dass einige Leute die so denken Antisemitische züge haben könnten. Wo sollen die überhaupt hin?
Ich bin gegen Trennung von Menschen aufgrund ihrer Religion, Herkunft oder Hautfarbe. Ich möchte dass jeder Mensch friedlich Leben darf. Für dieses Ziel ist es absolut unwichtig wie diese Region am Ende heißt. Für Staaten setze ich mich grundsätzlich nicht ein. Hauptsache der Genozid nimmt ein Ende und die verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen.
Ich vermute, dass wir da tatsächlich in unserer Meinung garnicht soweit auseinander liegen aber du magst das Wort Antizionismus halt nicht, weil es auch verwendet wird von Idioten. Kann das sein :D
Neutral ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es zählt halt schon für viele als Zionismus wenn man nur an einer Existenzrecht für Israel glaubt und Antizionismus konter dazu. Klar, es ist komplexer. Darum was ist wenn man alternative Ansätze unterstützt?
Und ja, ich bin auch dafür, dass Jederperson dort leben darf und dass die Leute nicht eingeschränkt werden dürfen wo Grund/Haus erwerben dürfen bzw. eine Wohnung beziehen dürfen. Wenn eine Einschränkung selbst in einer Einheitsstaat würde zu einer Ghettofizierung führen.
Und es ist nicht so als mag ichs Wort Antizionismus nicht, sondern ich falle halt nicht unter Antizionist noch Zionist obwohl ich ständig beides von beider Seiten genannt werde. Bin hauptsächlich eher gegen die Idee Israel als Ethnostaat und für eine Lösung die einen langfristigen Frieden und Koexistenz für beider Völker gewährt, egal ob es eine Zweistaatenlösung, eine multikulturelle Einheitsstaat oder was sonst möglich ist. Die Karten legen noch offen.
Es bedarf halt jemand wo konsequent den Lenker umreißt und den Genozid beendet, die Regierung Netanyahus zur Rechenschaft zieht und eine langfristige Friedenslösung durchsetzt.
Verstehste worauf ich hinaus will?
Aber Antizionismus ist ja nur eine Ablehnung. Wofür man im Umkehrschluss dann ist, beinhaltet dies ja noch garnicht. Also wenn du Alternative Ansätze unterstützt findest du diese bei den Antizionisten. Als Zionist bekennt man sich ja schon eindeutig für einen bestimmten Ansatz.
Und wie einen andere Leute nennen ist mir ziemlich egal. Weißt du was mir alles schon an den Kopf geworfen wurde. Was ich angeblich alles bin? Bezeichnungen weit verteilt über das gesamte Politische Spektrum. Sowas solltest du ignorieren.
Ich glaube zu verstehen was du meinst. Aber denke dass du da zutief über Labels nachdenkst die letztendlich nicht ausschlaggebend oder wichtig sind. Du scheinst eine anständige Grundhaltung zu haben und das reicht.
Würdest du mich fragen, würde ich das als Antizionistisch Labeln. Aber wie gesagt, wichtig ist das nicht. Das gesagte ist wichtig. Der inhalt. Antizionismus sagt wie gesagt als einfache Ablehnungshaltung nicht besonders viel aus.
Das Thema Zionismus ist sehr stark umstritten weil es für viele Menschen hauptsächlich ein Emotionales Thema ist. Mit sachlichen Argumenten wirst du hier nicht sehr weit kommen, denke ich mal.
Ich verstehe einfach nicht, warum diese Ein-Staaten-Lösung (in welcher Form auch immer) so viel Anklang findet. Wie kommt man denn auf die Idee, zwei Bevölkerungen, die seit Jahrzehnten ununterbrochen Krieg miteinander führen in einen Staat zu sperren? Wie soll das denn gut gehen? Der Hass sitzt so tief, ist das nicht einfach eine Einladung für Bürgerkrieg? Das ist ungefähr so wie zu fordern Russland und Ukraine, sollten zusammengeschlossen werden, nur um den zeitlichen Faktor 20 größer.
Das konnte mir bisher wirklich noch niemand erklären.
Heilung geht nicht übernacht. Darum muss das auch kontrolliert werden um eine Frieden zu gewähren und evtl. könnte eine Versöhnung stattfinden, selbst wenns länger dauert.