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[PB-Turnier] Morgengrauen

Holger hat einen entspannten Sonntag verbracht: Er hat die Angebote in den Supermarkt-Prospekten studiert und anhand dessen einen Einkaufszettel für die Woche erstellt. Seine privaten Briefe laminiert und abgeheftet. Gebadet und seine Fußnägel geschnitten. Auf seinem kleinen Pferdehof, ganz im Osten der Gemeinde hat er von dem Paintball-Turnier nichts mitbekommen.

Montag Morgen, 5:30 Uhr. Holgers Wecker klingelt. Holger ist bereits seit fünf Minuten wach, also steht er mit dem ersten Ton vom Wecker auf.

Die Kaffeemaschine ist bereits vorbereitet, gefüllt mit Wasser, Filter und Kaffeepulver. Er muss sie nur anschalten. Der Wasserkocher ist ebenfalls mit Wasser befüllt, eine Tasse für Janas Kräutertee steht bereit.

Im Morgenmantel tritt Holger aus dem Haus, um die Tageszeitungen hereinzuholen ... und tritt in Farbe.

Wie bitte?

Holger schaut sich auf dem Hof um. Alles ist bunt. Die Fassade, der Dachstuhl seines Stalls wurden von Farbe getroffen. Der Boden schillert vielfarbig. Amadea trottet wie jeden Morgen um die Ecke, um ihn zu begrüßen.

Nicht einmal das Tier wurde verschont.

Oh nein. Gute Güte! Amadea, geht es dir gut?

Das geht zu weit!

Ohne die Zeitung zu holen, dreht Holger sich um und geht wieder ins Hauptgebäude. Die Schlappen zieht er auf der Türschwelle aus, um keine Farbe ins Haus zu tragen.

Holger trinkt in Ruhe seinen Kaffee und macht Janas Kräutertee fertig, während er seine nächsten Schritte überlegt. Er hat doch ...?

Holger geht in den Keller und öffnet den Waffenschrank. Ordentlich aufgehängt hängen dort drin ein Multitool, die Stichsäge und ein Paintballmarkierer. Holger nimmt den Markierer. Er hatte ihn letztes Jahr vor dem Paintballturnier gekauft - und sich dann entschlossen, nicht teilzunehmen.

Er baut ihn sorgfältig auseinander, reinigt jedes Einzelteil, ölt alles mit Waffenöl ein und baut ihn wieder zusammen. Er füllt das Magazin mit Kugeln.

Etwa 17 Minuten später tritt Holger auf den Hof, in seine Reitkleidung gekleidet. Er setzt seinen Stetson auf, hängt sich den Markierer an die Hüfte und schwingt sich auf Sabrina - das andere Pferd hat zum Glück keine Kugeln abbekommen. Er lässt die Zügel leicht wippen und das Pferd reitet im Schritt los, in Richtung Dorfmitte.

Auf, auf, Sabrina. Wir müssen Amadea rächen.

Sabrina wechselt in den Trab, ihre mit Hufeisen beschlagenen Hufe klappern auf dem Asphalt durch den Morgen.

Irgendwo spielt eine Mundharmonika.

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Wenn es noch keins ist, mache ich es jetzt dazu.

Die haben auf mein Pferd geschossen.

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