Welche Redewendungen gehen Euch ohne eigentlichen Grund tierisch auf den Sack?
"Richtig und wichtig" zum Beispiel löst irgendwas in mir aus. Was geht euch so auf den Sack?
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Comments269"Richtig und wichtig" zum Beispiel löst irgendwas in mir aus. Was geht euch so auf den Sack?
Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Kommt immer von irgendwelchen Boomer verwandten wenn es um Ausbildungsgehälter geht..
Azubis im Handwerk werden wie Dreck behandelt. Warum nur will keiner eine Ausbildung im Handwerk machen? Wir werden es nie wissen.
Einfach damit entgegnen: Es heißt Ausbildung, nicht Ausbeutung.
"Man nehme zum Beispiel Stiefel. Mumm verdiente 38 Ankh-Morpok-Dollar im Monat, plus Spesen. Wirklich gute Lederstiefel kosteten etwa 50 Dollar das paar. erschwingliche Stiefels hingegen kosteten nur rund 10 Dollar. Etwa ein Jahr lang leisteten sie gute dienste, dann war die Pappsohle so dünn, dass man sich selbst bei leichtem Nieselregen nasse Füße holte. Solche Stiefel hatte Mumm immer benutzt. Er trug sie so lange, bis er durch die hauchdünnen Sohlen die charakteristischen Merkmale des Kopfsteinpflasters spürte und so selbst in einer nebligen Nacht feststellen konnte, wo er sich befand.
Gute Stiefel hingegen hielten Jahrelang. wenn man 50 Dollar für ein paar ausgab, waren auch in zehn Jahren trockene Füße garantiert. Son armer Teufel hingegen, der sich mit billigem Schuhwerk begnügen musste, gab in der gleichen Zeit 100 Dollar für einfache Stiefel aus und hatte trotzdem nasse Füße."
Aus welchem Werk stammt dieses Zitat?
Helle Barden
Ein Scheibenwelt Roman, nur, welcher weiß nicht...
Men at Arms (Helle Barden). Habe gerade entdeckt: Es gibt auf Englisch sogar eine eigene Wikipedia Seite für die Boots Theory. :D
Oi ist das lang her...
"Jungs sind eben Jungs"
Die ultimative nicht-Entschuldigung dass dein verzogener Bengel auf den kleinen Benni einprügelt, und Sabine die Zöpfe abschneidet, wa? Anstatt deiner dummen Arschgeburt zu erklären dass es sich nicht gehört andere zu schlagen bestätigst du ihn halt in seiner toxischen Männlichkeit und hälst an einem von Gewalt bestimmten Rollenbild fest.
Klar dürfen Kinder auch Fehler machen und sich falsch verhalten aber dann korrigier das doch bitte anstatt es unterschwellig gut zu heißen.
Ich hab da mal einen Anschlag auf dich vor
Schuldig im Sinne der Anklage :/
Da bin ich ganz bei dir.
Geil, das ist ein Ausdruck, den ich selbst verwende obwohl ich es hasse, wenn andere es tun.
Unethischer Lebens Profi Tipp: Zum Auflockern stattdessen mal "Arbeit Akbar" schreien - Die Arbeit ist (zu) groß
"Jeder ist seines Glückes Schmied" - meistens kommt der Spruch von jenen, die recht wenig an ihrem "Glück" geschmiedet haben.
"Da bin ich fein/fine mit" - bah. Dann sag halt gleich "d'accord" wenn du schon so reden musst.
d'accor und merci darf ma aber nur im dicksten bairischen Akzent sagen.
Wenn dann mit schweizerischem
Da san mir ned d'accor.
Ich wohne an der französischen Grenze und "merci" ist hier alltäglicher Sprachgebrauch ¯\_(ツ)_/¯
Merci sind hier regional im allgemeinen die peinlichen, halb transparent eingepackten Schokoriegel und werden von mir gelegentlich mit einem freundlichen "Rocher!" entgegnet...
Ein Komiker sagte mal: "Jeder ist seines eigenen Glückes Metzger". Das trifft es oft besser.
Ist mir tatsächlich schon ein- bis zweimal in freier Wildbahn begegnet und fand ich auch echt befremdlich. Aber ich bin auch alt...
"Nett ist die kleine Schwester von Sch..."
Nein, es war halt vielleicht nicht ultra-mega-krass-übertrieben, aber auch nicht schlecht. Wenn ich nett sage, dann meine ich das auch.
Es wird schon oft für "eigentlich war es kacke, aber ich will höflich sein" benutzt.
Witzigerweise nervt es mich, wenn Leute sich nicht trauen Wörter wie "Scheiße" auszuschreiben.
Echt, auch bei englischen Screenshots aus den sozialen Medien, da ist dann das "fuck" halbherzig durchgestrichen, was soll das bringen?
Die nicht föderierten sozialen Medien scannen wohl auch die Bilder nach "bösen" Wörtern und verringernd dann die Verbreitung, könnte im Fall von großen Seiten also daher kommen.
"Mit der Idee sollten wir mal schwanger gehen"
🤬😡😤
Hab ich noch nie gehört, und werd ich hoffentlich auch nie im realen Leben, sonst muss ich leider kotzen gehen.
was soll das denn bedeuten?
sich gedanklich mit etwas beschäftigen
WTF?! Gibt schon „interessante“ Redewendungen.
Hab ich noch nie gehört. Wo ist das her?
Einzigster... Keine Redewendung, aber das Wort reicht schon
"Ebend"
Willst du noch Sempft zu deinem Würstchen?
Sagt man in Bayern so!
Oder, noch schlimmer, wenn ein "Ich dachte..." unterbrochen wird mit "Du sollst nicht denken, sondern machen". Ich bin weder ein Roboter, noch ein Sklave.
Meine Antwort: glaub mir, du bezahlst mich fürs Denken.
"Dann musst es halt probieren bis es klappt". Gnaaaaaaaaaaaaah!
Bin in vielen englischsprachigen Meetings mit deutschen Muttersprachlern und "Last but not least" geht mir so irrational auf den Zeiger mittlerweile. Gibt keine Auflistung, wo das nicht am Ende kommt.
"Round about" ist auch so ne schöne denglische Business-Floskel. Das ist ein Kreisel und nix anderes!
Danke, jetzt muss ich bestimt immer an Verkehrskreisel denken, wenn einer Round About
Zeit für eine Gegenbewegung. Wenn die Punkte nicht tatsächlich gleichwertig sing: "Last and least..."
Oder man leitet den ersten Punkt mit "least but not last" ein.
"Meckern auf hohem Niveau". Da könnt ich mir die Kugel geben. In jeder verdammten Koch Sendung ...
"First-World-Problems" schlägt in die gleiche Kerbe
Ahahhahaha ja absolut
Ich denke dein Kommentar wird von einigen hart gefeiert
Ich seh das Problem nicht :D
Hütchen geben, "dann leg mal los, ich bin gespannt"
Mahlzeit!
Mahlzeit.
Maaaahlzaaait …
MAHLZEIT!!
Uff. Einfach DIE dümmste deutsche Einwortfloskel.
Aber Mahlzeit kann so viel ausdrücken. Ich bin hier in BaWü und würde es glaube ich vermissen ;)
Ich arbeite in einem großen Betrieb am Land, "Mahlzeit" löst für mich "Guten Morgen" um ca. 11:00 als Standardbegrüßung am Gang ab weil ich mich weigere "Grüß Gott" zu sagen. Und "Guten Tag" sagt niemand in der süddeutschen Provinz.
Für mich bringt Gerhard Polts „Mittagspause“ Sketch die Nervigkeit, jeden Tag mit der immer gleichen Standardvokabel bombardiert zu werden, aufs Schönste auf den Punkt. :)
Herrlich :D manche Dinge ändern sich nie.
Stifte raus, es ist...
Nein, nein, nein. Ist es NICHT. :)
Oida, wie geht das jetzt weiter? Ich dapack die Spannung nicht!
An gudn`
Ich liebe "Mahlzeit". Geht früh, mittags, abends. Das nicht-norddeutsche "Moin!". Gern auch mal lang auf der ersten Silbe
Ja dann, wohl bekomm‘s. :)
Hier ist es Moin, egal wann. Oder einfach nicken. Oder kurz mit der Hand winken.
Oh ja, 100%, es gibt keinen Spruch, der mehr Agression in mir auslöst als "richtig und wichtig". Kann selber nicht erklären warum.
Klingt zum einen dumm, und zum anderen wird er finde ich in der Regel zum Virtue Signalling verwendet. Jemand macht einen guten Vorschlag: Jemand antwortet Das finde ich "richtig und wichtig". Ist finde ich ein bisschen wie die Leute, die oft mit "eben" antworten – und gefühlt damit das eigene Argument klauen.
Gute Erklärung, ja, das ist definitiv Teil davon. Es hat auch irgendwie etwas infantilisierendes an sich, kommt es mir vor. Als wäre der Gesprächspartner ein Kind, dem man erst die Richtig- und Wichtigkeit (🤮) eines Konzeptes erklären muss.
Stimmt, ist situativ auch oft ein bisschen belehrend.
Das wird halt einfach in 9/10 Fällen als Zustimmung zu den dümmsten Aussagen und Ereignissen verwendet. So zumindest meine Wahrnehmung.
Fragen (online, z.B. hier oder FragReddit) die mit "Hand aufs Herz" anfangen. Nicht unbedingt eine Redewendung, aber irgendwas passiert da in mir wenn ich das lese. Einfach unnötig und wirkt wie ein krampfhafter Versuch, die Frage tiefgründiger oder menschlicher rüber zu bringen.
Jetzt mal Hand aufs Herz - wen nervt das noch?
Aber jetzt mal Hand aufs Herz - nützt du das nicht auch manchmal?
Aber jetzt mal Hand aufs Herz - in meinem Umfeld wird das überhaupt nicht verwendet.
Jetzt mal Hand aufs Herz, die Damen!
"Da kann doch jeder seine Meinung haben"
Wenn es nicht um Meinungen sondern um faktenbasierte Sachen wie die Klimakrise oder Impfen geht, Papa!
Ich sehe viele der Genannten recht entspannt, es sind eben Floskeln; per Definition nichtssagende, leere Redewendungen. Mehr als ein Augenrollen löst das nicht aus...
...aber ein völlig unreflektiertes "Jedem das Seine" triggert mich hart.
Ist eben eine Floskel ¯\_(ツ)_/¯
Nein, ein Zitat aus einer ziemlich finsteren Zeit.
Ist das nicht sogar Nazisprech?
Nein. Das ist Teil der preußischen Tugenden und bedeutete ursprünglich, dass jedem sein Teil zusteht bzw. dass er Anspruch hat.
Usprünglich nicht, aber weil die Nazis den Spruch in eisernen Lettern über dem Eingang des KZ Buchenwald angebracht haben ist er richtigerweise in Verruf geraten.
Hätte hätte Fahrradkette
Ich empfehle da einfach random Beleidigungen einzubauen solang man unter Freunden ist Sowas wie hätte hätte deine Mutter
Hätt der Hund net gschissn, hätt er den Has erwischt.
Keine Redewendung, aber ich liebe es ungemein, wenn Menschen jedem zweiten Satz ein "GANZ ehrlich:" voranstellen. Und dann am besten noch enden mit "feier' ich!".
"Ich sag mal so:" am Anfang jedes Satzes oder gern auch mal ganz crazy mittendrin.
auch gerne genommen in der Satz-End-Variante: "sag ich mal so". Ist wie so ein Gedankenrülps, sag ich mal so.
"danke dir!" "nicht dafür.."
HNNNGG DOCH! Auch dafür! Dieser Spruch weicht das ganze "Bitte - Danke"-Konzept komplett auf. Wenn nicht dafür, wofür denn dann noch? Mach einfach, mir egal ob es ein Gefallen ist, bekommst kein Dank mehr für nichts! /rant
Ich sage das auch. Weil es oft eine Selbstverständlichkeit ist um die es sich handelt und daher eigentlich keinen Dank benötigt. Sollte es zumindest nicht.
Bei solchen Selbstverständlichkeiten antworte ich einfach gar nicht. Die passieren in der Regel sowieso im Fluss.
Ansonsten nutze ich gerne gerne statt bitte, da ich i.d.R. gerne unterstütze.
Kein Problem bei meiner einen, dementen Oma für die eine Hilfestellung gleich etwas schwer wieder gut machbares ist.
Kann gar nicht sagen warum ich so antworte anstatt anders. Gefühlt habe ich das schon immer so gesagt.
Auch wenn die Intention ist zu sagen "dafür brauchst du mir nicht zu danken" kommt bei "nicht dafür" halt erstmal an dass das Danke verweigert wird, bzw. gesagt wird dafür sollte man sich ich bedanken.
Daher fände ich das auch bei Selbstverständlichkeiten irritierend.
Dann denke ich: Wenn du kein Danke brauchst, nimm es doch einfach an. Ich möchte mich bedanken. Auch Selbstverständlichkeiten verdienen Dank. Ist eine Anerkennung.
Genau dies!
Verstehe ich trotzdem nicht. Wenn jemand seine Dankbarkeit ausdrückt, dann kann man doch einfach bitte sagen. Nicht dafür klingt so entmutigend, als ob die andere Person sagt „Spar dir einfach deinen Atem“ bzw. auf mich wirkt das fast schon genervt. Ja manche Sachen sehen wir als Selbstverständlichkeit an, aber ist es nicht schön wenn andere Personen trotzdem unsere Mühen würdigen? Mit einem „nicht dafür“ geht aber sofort jedes Gefühl von freundlichem und positiven Umgang miteinander unter, weil der Ausdruck einfach versehrend bzw verneinend ist. Ich hasse diesen Ausdruck wirklich.
Verstehe ich trotzdem nicht. Wenn jemand seine Dankbarkeit ausdrückt, dann kann man doch einfach bitte sagen. Nicht dafür klingt so entmutigend, als ob die andere Person sagt „Spar dir einfach deinen Atem“ bzw. auf mich wirkt das fast schon genervt. Ja manche Sachen sehen wir als Selbstverständlichkeit an, aber ist es nicht schön wenn andere Personen trotzdem unsere Mühen würdigen? Mit einem „nicht dafür“ geht aber sofort jedes Gefühl von freundlichem und positiven Umgang miteinander unter, weil der Ausdruck einfach versehrend bzw verneinend ist. Ich hasse diesen Ausdruck wirklich.
Verstehe ich trotzdem nicht. Wenn jemand seine Dankbarkeit ausdrückt, dann kann man doch einfach bitte sagen. Nicht dafür klingt so entmutigend, als ob die andere Person sagt „Spar dir einfach deinen Atem“ bzw. auf mich wirkt das fast schon genervt. Ja manche Sachen sehen wir als Selbstverständlichkeit an, aber ist es nicht schön wenn andere Personen trotzdem unsere Mühen würdigen? Mit einem „nicht dafür“ geht aber sofort jedes Gefühl von freundlichem und positiven Umgang miteinander unter, weil der Ausdruck einfach versehrend bzw verneinend ist. Ich hasse diesen Ausdruck wirklich.
Verstehe ich trotzdem nicht. Wenn jemand seine Dankbarkeit ausdrückt, dann kann man doch einfach bitte sagen. Nicht dafür klingt so entmutigend, als ob die andere Person sagt „Spar dir einfach deinen Atem“ bzw. auf mich wirkt das fast schon genervt. Ja manche Sachen sehen wir als Selbstverständlichkeit an, aber ist es nicht schön wenn andere Personen trotzdem unsere Mühen würdigen? Mit einem „nicht dafür“ geht aber sofort jedes Gefühl von freundlichem und positiven Umgang miteinander unter, weil der Ausdruck einfach versehrend bzw verneinend ist. Ich hasse diesen Ausdruck wirklich.
Verstehe ich trotzdem nicht. Wenn jemand seine Dankbarkeit ausdrückt, dann kann man doch einfach bitte sagen. Nicht dafür klingt so entmutigend, als ob die andere Person sagt „Spar dir einfach deinen Atem“ bzw. auf mich wirkt das fast schon genervt. Ja manche Sachen sehen wir als Selbstverständlichkeit an, aber ist es nicht schön wenn andere Personen trotzdem unsere Mühen würdigen? Mit einem „nicht dafür“ geht aber sofort jedes Gefühl von freundlichem und positiven Umgang miteinander unter, weil der Ausdruck einfach versehrend bzw verneinend ist. Ich hasse diesen Ausdruck wirklich.
Was für eines eine Selbstverständlichkeit ist fürs andere die Welt. Meist liegt Menschen sehr viel dran Danke zu sagen, und sind froh, wenn sie nicht das Gefühl haben das rechtfertigen zu müssen. Das Problem ist da schon eher, dass wirs verlernt haben Dank zu akzeptieren.
Ich hab's nicht verlernt. Für mich ist es oft nur nicht notwendig. Und das bringe ich damit zum Ausdruck. Wenn ich zum Beispiel mitbekomme das ein bekannter Geld Probleme hat und ich ihm wortlos welches zukommen lasse, ist das für mich selbstverständlich. Natürlich ist er dankbar aber für mich wie gesagt ist es selbstverständlich zu helfen wenn ich kann. Karma und so. Oder Höflichkeit. Wer weiß.
Für dich ist das selbstverständlich. Das glaube ich sogar ungschaut. Gemessen an der Welt ist es das halt nicht.
Ich bin ja auch nur für mich verantwortlich, nicht für die Welt. ;)
Hat mich sehr irritiert als mir jemand so geantwortet hat. Ich habe das dann auch angesprochen.
"Gesunder Menschenverstand". Ich kann es nicht mehr hören! Damit sagt man eigentlich nur, dass man etwas für selbstverständlich hält. Wir sind aber alle anders und was für eine Person natürlich ist, ist für andere unvorstellbar. Z. B. während der Pandemie hat sich für mich gezeigt, dass dies ein sehr weit definierter Begriff ist.
"Frag für einen Freund"
Jede Meinungsäußerung mit "meine Meinung" beenden. Habe manchmal den Eindruck, das soll gegen Kritik immunisieren.
Oder eingestehen dass es eben nur eine Meinung ist, und das Thema vielleicht auch Meinungssache ist. Das erleichtert die Diskussion, meiner Meinung nach ;)
Jetzt kannst du deine äußern ohne mich als dumm oder als Lügner zu brandmarken
Hm, vielleicht habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt. Ich meine nicht Phrasen wie "meiner Meinung nach", sondern ein angehängtes "meine Meinung". Da besteht ein feiner Unterschied, den ich aber auch ehrlich gesagt schwierig zu beschreiben finde.
Keine Ahnung, woher das jetzt kommt um ehrlich zu sein.
Weiß er auch nicht, ist halt seine Meinung.
"Was dich nicht umbringt, macht dich stärker."
Ja sicher. Halt bis auf die Sachen, die nachhaltig mein Selbstbewusstsein anknacksen, mich traumatisieren, verkrüppeln oder die mich so stressen, dass sie mich ins Burnout treiben. Was für ein scheiß Boomerspruch.
"Wir bitten um ihr/euer Verständnis".
Jedes Mal, wenn ich das lese, denke ich mir, was ist, wenn ich es ablehne. Was ist, wenn ich kein Verständnis habe? Man muss es akzeptieren, ob man will oder nicht.
Das wär ja dann eher die "Vielen Dank für Ihr Verständnis" Variante. In der anderen Variante wird ja darum gebeten, ob du das Verständnis dann tatsächlich auch aufbringst liegt aber bei dir.
"Vielen Dank für Ihr Verständnis“
Stimmt, die gibts es auch noch. Die sehe ich so gut wie nie und habe an sie nicht dran gedacht. Die andere sehe ich häufig.
DB, wenn ein Zug auf einer 10min Strecke 30min Verspätung hat
"Ich habe eine ehrenvolle Aufgabe für dich." = Jetzt kommt hirnverbrannte Rotze, die keiner machen will, aber die ich dir aufdrücken kann.
"Ich hoffe diese E-Mail findet sie wohl".
Ziemlich dumme Übersetzung einer ziemlich dummen Amerikanischen E-Mail-Standardfloskel ohne jegliche Mehrwert und tatsächlich so schon mal erhalten.
Es hat sich im Englischen Business-Sprech so eingebürgert, dass man zwischen Anrede und eigentlichem Anliegen irgend ne Floskel reinhaut. Das fällt einem gerade als gerne schnell zum Punkt kommender Deutscher besonders schwer meiner Meinung nach. So ein unnötiger Rotz!
Einfach nicht mitmachen. Wenn du am anderen Ende einen hast der sich dran stört dass so unnötiger Scheiß fehlt, dann redest sowieso mit dem falschen.
Naja, ich arbeite in einem internationalen Unternehmen und da muss man dann doch etwas darauf achten, sich an die internationalen Gepflogenheiten zu halten um nicht wieder "der unfreundliche Deutsche" zu sein.
Ja ich auch, aber die wissen genauso wie wir dass das Schwachsinn ist und bei vielen fangen die produktiven Gespräche an, sobald man den unnötigen Firlefanz weglässt. Meiner Erfahrung nach nur bei den Leuten nicht, wo ohnehin nichts produktives kommt. Je nach Position oder konkretem Fall bleibt man natürlich förmlich, zumindest beim ersten Kontakt, aber ich hab bisher überwiegend positive Erfahrungen damit gemacht einfach wie ein normaler Mensch zu reden.
"Es gibt keine Probleme, es gibt nur Herausforderungen."
Dann gibt es auch kein Alkoholproblem, sondern ... ?
Ersetze Herausforderungen durch Lösungen und du hast mein aktuelles Kredo. Ohne Witz: Wenn man sein eigenes Denken und Reden mal reflektiert und darauf achtet, wie oft man Probleme hervorhebt, für die Lösungen existieren...ist sehr befreiend. Man nagelt sich nicht selbst an dem Problem fest, sondern ist immer schon einen Schritt weiter in Richtung einer Besserung. Funktioniert für mich hervorragend.
Aber genau das ist es: Ein Problem ist für mich kein "Beinbruch" und nicht unbedingt negativ behaftet. Sobald ich "Problem" sage und direkt von jemandem bevormundet werde – ich meine jetzt nicht dich ;) – kommt es mir so vor, als hätte die Person gegenüber irgendwelche Phobien. Es gibt auch Fehler, sie sind da um gemacht zu werden und daraus zu lernen, warum dann nicht auch Probleme?
"Vielen Dank im Voraus" oh man, das ist so dämlich, da hab ich gleich keinen Bock mehr weil man nicht fragt sondern annimmt dass ich das machen werde.
:D ich seh das auch so. Aber ich hab auch gelernt dass viele alle Menschen es auch ernsthaft wertschätzen. Manchmal hat man ja auch gar keine gelegenheit nochmal nachher danke zu sagen.
Stimmt irgendwie schon, aber mir ist das trotzdem lieber als zig E-Mails nur mit dem Wort "Danke" in meinem Postfach zu haben.
"Zum Bleistift"
Ist doch voll Kuli /s
Oh ja! Gnaaaaaaaaaaaaah!
"Da müssen wir den Kollegen mal aufgleisen/aufschlauen."
WIr machen eine Sync-Meeting mit dem anderen Team, dann geht der Ramp-Up schneller.
Wie sollen sich sonst Synergien bilden?
Den hab ich ja noch nie gehört. Klingt in der Tat furchtbar.
Wer nicht will, der hat schon.
Was ist denn, wenn ich weder habe, noch will?
Ich glaube die Bedeutung geht eher in die Richtung: "Wer nicht (mehr) will, der hat schon (so viel wie er will)" sprich wenn du weder hast noch willst dann hast du trotzdem so viel wie du willst (in dem Fall: 0 von was auch immer das Thema ist)
"Reden ist Silber, Schweigen ist Gold."
Ja, wenn unrecht auf der Welt passiert aber es nicht im sozialen Konsens als solches erkannt wird, dann bin ich lieber die redende Person statt zu schweigen und den Agressor zu unterstützen.
Antwort: "Hättest du das nicht gesagt wäre das Gold wert."
Reden ist Schweigen, Silber ist Gold.
Super GAU, ich möchte bis heute wissen, wie man auf die Idee kommt "GRÖßTER anzunehmender Unfall" steigern zu müssen.
Da der GAU bereits der Größte ist, sollte man von der Semantik her durchaus annehmen, dass es da keine Steigerung mehr gibt. Allerdings hat das tatsächlich einen erklärbaren Hintergrund.
Und der Super-GAU geht halt eben darüber hinaus, das heißt das Kraftwerk ist außer Kontrolle.
https://www.planet-wissen.de/technik/energie/atomenergie/pwiegauundsupergau100.html
Verstehe die Aufregung nicht, auch bei "einzigst" (superlativ von einem superlativ).
Spätestens seit Stromberg sind Formulierungen wie "höchst bedenklichst" doch gängig.
Die Germanistik definiert nicht umsonst den Hyperlativ, der zwar selten grammatikalisch korrekt ist, aber in manchen Fällen durchaus hilfreich sein kann.
HLI, danke :)
Für mich immer noch blödsinn, GAU ist genau das was da unter "Super-GAU" beschrieben ist. Das Schlimmste was passieren kann, ist doch das alles außer Kontrolle gerät ...
Wie gesagt, von der Semantik her hast du absolut Recht. Trotzdem sind beide Ausdrücke genau definiert.
Nein, für alle Störfälle bis und inkl. GAU sind die Systeme in der Lage, die Kontrolle zu behalten.
Der Super-GAU führt dagegen zum Kontrollverlust, steht daher über (super) dem GAU.
Ist doch relativ einfach zu verstehen...
Aber das wäre doch kein GAU mehr, weil nicht anzunehmend. Und wenn doch anzunehmend dann ist's der GAU. Super klingt halt mehr nach schlimmerer GAU, und nicht nach schlimmer als der GAU
Ein Super GAU war auch nicht anzunehmen, daher das "super". Es ging über die Annahme hinaus. Ein Super GAU ist kein GAU.
Das schlimmste, das annehmbar passieren kann. Flugzeuge im WTC waren kein Gau.
Du vergisst den temporalen Aspekt: Heute nehme ich an, dies ist das schlimmste Szenario. Dann tritt ein schlimmeres ein.
Ist der vorherige GAU nun kein GAU mehr obwohl er es mal war und überall so genannt wird? Alle Schriften im Nachhinein ändern?
Oder verwendet man doch besser eine gesteigerte Formulierung, die klar transportiert dass mit dem Beschriebenen in der Vergangenheit vor dem Eintreten niemand gerechnet hat?
"anzunehmender" ist halt nicht "passieren kann"
Du kannst einen Begriff - auch wenn dieser lose definiert ist - nicht mit der Grammatik bewerten ohne dessen Bedeutung und Zweck zu berücksichtigen.
Anzunehmend bedeutet hier etwas, das die Schutzeinrichtungen zu verhindern schaffen. INES 5 ist also ein GAU, da die Umwelt und Mensch begrenzt betroffen sind.
Keine Redewendung, aber: "dito".
:(
"Same" finde ich mittlerweile ganz angenehm.
Magst du kein Pokemon?
Mich bringt "Lange Rede, kurzer Sinn." irgendwie auf die Palme. Damit sagt man, dass man erkannt hat, dass man bereits unnötig lang geschwafelt hat, aber machts mit diesem Satz bewusst nochmal länger.
"In 100 Jahren ist's wieder gut." Ja ändert aber nix dran das es mir grade jetzt weh tut oder dreckig geht!
"... Und das ist auch gut so"
Mahlzeit!
https://www.youtube.com/watch?v=vC4t3NPT6gc
"Passt, wackelt und hat Luft" - Bringt mich jedesmal auf die Palme, wenn meine Freundin das sagt.
Hier heißt es passt, sitzt und hat Luft. Immer noch deppert, aber irgendwie stimmiger.
Hab noch welche. Keine Redewendungen, aber es nervt. Mache sprachlichen Verfehlungen sind dir mich so dermaßen blöde, das ich... Aaaaaaaaaaaaaaah!
Es gibt so Dinge da... Gnaaaaaaaaaaaaah!
Ok Boomer.
Pure Agressionen! :D
Icks deeeeeee hahah lol rofl
Moar... PENG! :D
Danke für diese Liste, ich werde sie künftig in meinen Alltag einbauen. Voll Laser! /s
Da ich sus sehe - wie sieht es denn mit lol aus? Auch schlimm?
Rofl du hast lol geschrieben. ;)
Komm mal klar, Digga! Das ist doch voll Laser. Ich schwör, ich weiß gar nicht was du hast! Bisschen sus von dir jetzt.
Ich möchte weinen. >_<
Es tut mir Leid, Pocahontas.
"Alles tutti" macht mich aus irgendeinem Grund wahnsinnig, weiß gar nicht genau warum.
In Emails "Es verwundert mich, dass.."
NEIN, du bist nicht verwundert, sondern denkst, dass der andere ein Vollidiot ist, sitzt aber schon zu lange im Büro, dass du es nicht mehr anders ausdrücken kannst!
Auch bekannt als "WIE KOMMST DU EIGENTLICH AUF DIE UNGLAUBLICH DUMME IDEE, ..."
"Gnaaaaaaaaaaaaah!" beginnt, in mir etwas auszulösen. Allerdings Hut ab, immer die gleiche Anzahl As zu benutzen.
Das Handy speichert das, that's it. ;) P.S.: Gnaaaaaaaaaaaaah
"Am Ende des Tages ...", würg. Es gibt da so ein paar Kandidaten in meiner Arbeit, die das sowohl auf Deutsch als auf Englisch ständig verwenden. Ich kann's verzeihen, aber einfach ein bisschen mehr Abwechslung wäre toll. Alternativen sind zum Beispiel "letztlich ...", "letztenendes ...", ".alles in allem ...", "ultimately ...", "when all is said and done ..."
alle.
Alles gut.
Kriege mittlerweile Aggressionen wenn ich das höre, weil ein Kollege das sehr inflationär nutzt.
"Wie gesagt ...." aber es wurde noch gar nichts zu diesem Thema gesagt.
Quintessenz ist überverwendet und ein Quantensprung ist halt kaum merkbar. Und absolut hassenswert sind alle Elative.
Was sind Elative?
Hier verwendet als Superlativ eines nicht steigerbaren Wortes (zb in keinster Weise) bin mir nicht ganz sicher obs korrekt ust.
Ähm... bitte nochmal für nicht ganz so gebildete in dem Bereich? ;)
Quantensprung? Ein quant ist halt eine unsagbar kleine Einheit. Nicht unbedingt ein Sprung mit 7 Meilen Stiefeln...
Ja, im physikalischen Sinne, im übertragenen Sinne ist es der Sprung von der klassischen Physik zur Quantenphysik, was sehr wohl ein sehr weiter Sprung war.
In was für einer Bubble bist du denn unterwegs wenn "Quintessenz" überverwendet ist? :D
Hah allergisch bin ich im Dale Carnegie Persönlichkeitstraining darauf geworden. Seit dem hab ichs auch nimmer oft gehört, aber shit, war das prägend :F
Einzig Sith Abkommen in Absoluten
"Bitte danke."
"Ein Stück weit ..." und ich verliere die Kontrolle. Innerlich.
"Ehrlich gesagt" - impliziert, dass alles andere nicht ehrlich war. "Dir kann ich's ja sagen" - mir wäre lieber: nicht!
Du liegst falsch. Wenn man sagt, dass eine seiner Aussagen ehrlich ist, impliziert das nicht, dass die anderen unehrlich waren.
Wie auch immer, ich verstehe "Ehrlich gesagt" eher als "Ich ziehe es vor, ehrlich zu dir zu sein, anstatt aus Nettigkeit zu lügen oder mich zu verbiegen".
Bei aller Liebe
Gerade noch hier https://feddit.de/post/999240 gelesen: "Richtig und wichtig". 🤮
Alles, was meine Kollegen auf der Arbeit als signature phrases jeden Tag 20 mal sagen. Der eine "... Also anders gesprochen..." und der andere, wenn er etwas extrem schlaues oder wichtiges zu sagen glaubt "... Also nur so am Rande". Ich könnte schreiend explodieren, jedes einzelne Mal.
Jaaa! Ich weiß genau was du meinst
"Das ist so nicht darstellbar"
"Kleiner Tipp" gefolgt von irgendwas total Schlauem, ist die Version die ich kenne und liebe. Vor allem wenn das kommt wenn man selbst was gesagt hat was vielleicht nicht 100% akkurat war. Das deutsche "Well akshually..."
...aus gegebenem Anlass...
Ich find's ok. Eine kurze, knackige Einleitung und allemal besser als "Wir möchten euch nicht damit nerven und hätten eigentlich erwartet, dass das selbstverständlich wäre, ist es aber erwiesenermaßen nicht, daher hier noch einmal: ..."
Und es macht halt neugierig, wer es wie doll verkackt hat.
Butter bei die Fische wäre auch kurz und knackig. Ganz ohne rhetorische Schleifchen.
? Digga was? Hab ich beides noch nicht gehört. Ist das so 80 Jahre alter Mann lästersprech?
"kann man nicht vergleichen"
Und dann etwas was man sicher vergleichen kann, bisher ist mir noch nichts begegnet, dass sich nicht vergleichen ließe.
Ich mag eigentlich: "Nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich".
Ein Kollege will andauernd etwas "auf's Tablett bringen". Ich beiße mir immer auf die Zunge und versuche nicht laut "AUF'S TAPET" zu schreien. Manchmal soll es bei ihm auch auf's Tableau.
TIL
Nicht unbedingt Redewendungen, eher Sprüche, aber die machen aus mir einen innerlichen Mehrfachtäter.
Wann sagt man denn "Wenn sie es nicht kaufen, mache ich das"?
Wenn man ein Produkt im Verkauf einführt, überzeugt ist, dass Gegenüber aber nicht?
Oder sie auf Einzelperson? Wenn jemand lange vorm Kauf Regal steht?
Die Oma an der Kasse die meint meinen Kids Sachen kaufen zu wollen, wo ich mein gesagt habe.
"Die Ausnahme bestätigt die Regel" triggert mich inzwischen jedes Mal.
Wenn man eine Regel formuliert und eine Ausnahme findet ist das ein Widerspruchsbeweis, die Regel ist also widerlegt, nicht bestätigt!
A impliziert B <=> nicht B impliziert nicht A
Ich glaube, da geht es eher darum, dass es ohne Regel keine Ausnahme von ebendieser gäbe.
Genau so! Ich wollte schon losklugscheißern aber du sagst es besser. Kenn ich aus Wikipedia. Womit op aber recht hat, dass der Spruch falsch verwendet wird. Es geht nicht um Ausnahmen im Sinne von "Regel nicht einhalten" sondern im Sinne von "Regel kann so nicht angewandt werden". Also nich für BMW X5 in der Fußgängerzone, sondern Krankenwagen in der Fußgängerzone.
Früher war Mal der dämliche Spruch "Ausnahmen haben die Regel" hier Gang und gäbe. Junge Junge...
Habe jetzt drei verschiedene Interpretationen der Redewendung hier gelesen. Keine deckt sich mit der die ich kenne. Merkwürdig.
Dann teile doch deine auch. Dann haben wir alle vier.
Hast natürlich recht. War einschüchtert, weil ein anderer Nutzer schrieb er kenne die Defintion von Wiki.
Das Wort "Regel" meint nicht immer "feste, verbindlich geltende, wissenschaftliche Regel" sondern im Volksmund häufig auch "das üblicherweise Geltende" (siehe auch Duden 1b). Und so ist das Wort hier, wie ich die Redewendung kenne, auch gemeint.
Heißt man benutzt die Redewendung wenn der Gesprächspartner tief in die Kuriositäten-Kiste greifen muss um eine Regel zu entkräften. Das legt nahe, dass die Regel generell gilt.
Beispiel: A: Wenn Menschen aus hoher Höhe ohne Hilfmittel fallen sterben sie.
B: Naja irgendwo habe ich gelesen dass eine Frau aus dem Flugzeug gefallen ist und überlebt hat weil sie glücklich in einer Sanddüne gelandet ist.
A: Haha, würde sagen die Ausnahme bestätigt die Regel
Das ist schon klar, dass damit keine allgemeine Regel gemeint ist, nervt mich aber gleich mit.
Die Redewendung ist genau deshalb intrinsisch ironisch. Dich triggern dann wohl eher die Leute, die es idiotischerweise ernst meinen.
LOL im echten Leben. Geh zurück ins Internet, ey....
Rofl ist noch besser im RL :D
KEKW
"ich hab leider keine Zeit" meistens begleitet von "ich würde wirklich gerne"
Edit: ich merke dass ich am Titel vorbei geantwortet habe... Zu meiner Verteidigung, es ging mir am Anfang ohne Grund auf den Sack, hab dann erst später rausgefunden was der Grund ist :D
Es gibt zwei Seiten davon. Die erste Seite sind Menschen, die sich allerlei Zwänge von anderen haben auflegen lassen (Familie, Gesellschaft...), und diese ganzen Dinge weswegen sie "keine Zeit haben" wirklich nicht tun wollen und unglücklich sind. Das geht mir richtig auf den Sack weil es einfach so unglaublich schade ist.
Die zweite Seite sind Leute die nicht in so nem mentalen Gefängnis leben. Fuck this shit, jeder hat genau gleich viel Zeit. Was du wirklich sagst ist "andere Sachen sind mir momentan wichtiger". Es ist einfach so eine schmierige Art der Kommunikation, man sagt nicht was man wirklich meint sondern lenkt es auf was sinnfreies um, zur Konfliktreduktion/Gefühlsschonerei.
Ich finde in nem normalen Umgang sollte man so ehrlich sein wie möglich. Diese Floskel kreiert einfach absolut unehrliche Beziehungen.
"Ich würde wirklich gerne, aber ich hab leider keine Zeit" - es ist irrelevant, wie oft du sagst "wie gerne du würdest", wenn du deine Ressource "Zeit" nicht im gleichen Maße darauf verwenden willst wie jemand anders, dann heißt das eben, dass du nicht wirklich gerne möchtest.
Es ist halt absolut ok wenn man nicht möchte. Aber es ist meiner Meinung nach absolut nervig wenn man so tut als ob man möchte aber die Aktionen definitiv zeigen dass man gerade nicht möchte.
Mir geht's andersrum: mich nerven Leute, die so tun, als müsste man nur anders priorisieren ü
Im Studium hatte ich es oft, dass ich eine Aufgabe für den nächsten Tag bearbeiten musste oder für eine wichtige Klausur lernen musste, da hat man halt wirklich keine Zeit, selbst man noch so sehr möchte. Gibt auch Situationen wie das Kind/Haustier/der pflegebedürftige Verwandte ist krank und kann nicht alleine gelassen werden, was dann? Es gibt etliche Gründe, warum gerne würde aber halt nicht kann. Und bevor man nicht mehr eingeladen wird oder das Missverständnis entsteht, dass man nur ne Ausrede bringt, erwähnt man halt, dass man unter anderen Umständen dabei gewesen wäre.
Ja aber dann hast du halt nicht "keine Zeit", sondern dir sind halt die anderen Sachen wichtiger. "Müssen" musst du all die Sachen, die du erwähnt hast, auch nicht. Du willst sie lieber als die Alternativen, deshalb machst du es.
"Keine Zeit" heißt offensichtlich "Kein Zeit übrig" und nicht wortwörtlich keine Zeit. Jeder Mensch hat 24h pro Tag.
Natürlich muss man nichts außer sterben. Aber jeder normale Mensch priorisiert zumindest manchmal Verantwortungen wie den Job und Kinder höher als spaßige Sachen wie Freunde und Hobbies.
Mir geht's exakt genauso. Hab so oft gehört "hatte keine Zeit", dass ist irrational sauer werde, wenn ich es höre. Vor allem, wenn's teilweise um 5min-Tätigkeiten geht...
Dann behaupte ich, dass du noch nie in einer zentralen Position in einem größeren Projekt warst. Vieles lässt sich nicht vorab planen, und wenn sich herausstellt das jemand überlastet ist, gibt es auch nicht unbedingt schnelle Abhilfe. Bis Unterstützung ausgebildet ist dauert es, und so lange kann es gut sein dass man hunderte "sind ja nur 5 Minuten"-Aufgaben erledigen muss. Dann war halt für deine wirklich keine Zeit.
"da geht ja gar nicht". Da kringeln sich bei mir die Fussnägel hoch.
Es ist verboten den Hoden vom Toten am Boden festzuknoten.
Das berühren der Figüren mit den Pfoten ist verboten!
Aha, also DU regst dich auf? Also ist es ja nicht mein problem
Kannte ich bis jetzt nur als "Keine Panik auf der Titanic"
Spitz auf Knopf
»Dabei hab ich Bauchschmerzen...«
Mach'n inhaltliches Argument und red nicht nur inhaltsleer daher
"alles gut" Ich war perplex als ich das das erste Mal gehört habe
Ich sag das ständig, aber immer in Kontext wenn sich jemand bei mir entschuldigt oder sich meinetwegen stresst (dann mit der Anmerkung "kein Stress"). Ist das wirklich so schlimm? Ist ja nichts anderes als "Kein Problem" zu sagen
Geht mir auch so. Dabei verstehe ich gar nicht warum. Wenn jemand Mist baut und ich es nicht so schlimm finde sollte ich zum Trost "alles gut" sagen können. Vielleicht wurde mir der Ausspruch ruiniert, weil er oft von der Person benutzt wird, die Mist gebaut hat. Ich rege mich schon auf, wenn ich nur drüber nachdenke.
"Alles gut" grassiert bei mir im Freundeskreis auch gerade rum. Gefühlt jede dritte Antwort jetzt "alles gut".
Könnte eine Falle sein, je nachdem wer es sagt. Im schlimmsten Fall ist die Hütte bereits lichterloh am brennen.
Mein Vater sagt das immer wenn er gut angetrunken ist. Fand ich eine Weile richtig lustig, weil man daran gut seinen Pegel abschätzen kann. Nicht mehr lustig fand ich es dann nachdem ich das selbe bei mir auch bemerkt habe...
Gar nicht mal so idiotisch. Ein Unfall, der schlimmer ist als der schlimmste bei der Planung angenommene Unfall, ist eben noch über dem GAU. Hat OP in einem anderen Kommentar schon erklärt, ein GAU ist im Sicherheitskonzept eines KKW eingeplant und beherrschbar, ein Super-GAU nicht mehr.
Und Super ist auch noch lateinisch "über", also über dem Level, für das geplant wird.