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Pro Woche eine Stunde mehr: Kretschmer schlägt Verlängerung der Arbeitszeit vor

Wir brauchen neue Arbeitszeitmodelle“, meint Sachsens Ministerpräsident Kretschmer. Sein Vorschlag: Längere Wochenarbeitszeiten und die Abschaffung der Rente mit 63.

Um dem Arbeitskräftemangel zu begegnen und die Sozialsysteme zu sichern, schlägt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer eine generelle Verlängerung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde vor.

„Würde jeder Erwerbstätige in Deutschland nur eine Stunde pro Woche länger arbeiten, würde sich ein großes Potenzial für die Bekämpfung des Fachkräftemangels ergeben“, sagte der CDU-Politiker dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Laut OECD entspricht dies annähernd 1,8 Millionen zusätzlichen Arbeits- und Fachkräften“, so Kretschmer.

Auch der Rechtsanspruch auf Teilzeit solle Sachsens Regierungschef zufolge überarbeitet werden: „Das Teilzeit- und Befristungsgesetz passt nicht in die Zeit.“

Pro Woche eine Stunde mehr: Kretschmer schlägt Verlängerung der Arbeitszeit vorhttps://www.tagesspiegel.de/politik/pro-woche-eine-stunde-mehr-kretschmer-schlagt-verlangerung-der-arbeitszeit-vor-10102105.htmlOpen linkView original on feddit.de
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Um dem Arbeitskräftemangel zu begegnen und die Sozialsysteme zu sichern, schlägt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer eine generelle Verlängerung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde vor.

Übersetzung: Um die Gier der Reichen zu befriedigen und der Generation der alles in die Wiege gelegt wurde das Alter bequem zu halten müssen wir Jüngeren stärker ausgebeutet werden.

Es reicht nicht aus, immer wieder zu betonen, wie rechtsradikal die AfD ist.

Da geb ich ihm absolute recht. Wir sollten auch nicht vergessen zu betonen wie rechts die CDU und CSU sind und wie rechts die Bildzeitung und diverse andere Medien sind.

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lemmy.world

Generation der alles in die Wiege gelegt wurde

Ich finde dieses Narrativ vor allem für Deutschland nicht ganz passend. Vielleicht passt es für Westdeutschland, aber die ostdeutschen Boomer hatten ihn ihren besten Jahren einen unglaublichen Bruch – beruflich und sozial – den sich viele heute nicht annähernd vorstellen können. Ihnen wurde garantiert nicht alles in die Wiege gelegt, sondern sie mussten sich alles selbst aufbauen, unter Umständen mehrmals.

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amkireply
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Außer die, die nie oder kaum in die jetzige Rentenkasse eingezahlt haben, sich jetzt aber auf Kosten aller ein schönes Leben machen.

Die öh tja Glück gehabt.

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Und wieder jemand der nicht weiß wie die Rentenversicherung funktioniert.

Es ist ein Generationenvertrag. Ich zahle heute mit meinem Beitrag die Rente der Älteren und dafür zahlen später die jüngeren meine Rente. Wie viel du persönlich eingezahlt hast, hat keinen Einfluss auf den Stand der Rentenkasse zum Zeitpunkt deines Renteneintritts.

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Wie viel du persönlich eingezahlt hast, hat keinen Einfluss auf den Stand der Rentenkasse zum Zeitpunkt deines Renteneintritts.

Auch nur nach unten, aber nicht nach oben. Einfach mal nur das Geld an Rentner auszahlen, was die Rentenkasse hat. Meine Einkommenssteuer ist nicht dazu da, ein dysfunktionales Rentensystem so lange wie möglich mitzuschleifen.

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amkireply
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Und wieder jemand der das Konzept von Fairness nicht versteht.

Zum besseren Verständnis:

Komisch, mir schreibt die Rentenkasse immer wie viel mir mal zustehen wird abhängig von dem was ich eingezahlt habe. Klar finanziere ich davon jetzt die Rentner und implizit erwarte ich eben (theoretisch) das was mir dank meiner Mühe damals finanziert zu haben dann später zusteht.

In diese Rentenkasse haben die Ostrentner aber nichts eingezahlt, ihnen steht also logischerweise auch nichts zu. Nett wie die Bürger der BRD sind akzeptieren die aber halt das die mit ihrem Laden pleite gegangen sind und finanzieren das mal eben mit.

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Und die Wenderentner haben nicht in die Rentenkasse der DDR eingezahlt? Haben die Arbeitnehmer in Ostdeutschland nach der Wende nicht sofort angefangen in die Rentenkasse der BRD einzuzahlen und damit die Wenderentner mitfinanziert? So zu tun als wären Westdeutsche von Wenderentnern in Ostdeutschland um irgendwas gebracht worden ist einfach falsch.

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amkireply
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Und die Wenderentner haben nicht in die Rentenkasse der DDR eingezahlt?

Wie viel genau hat die jetzige Rentenkasse dahin übernommen?

Haben die Arbeitnehmer in Ostdeutschland nach der Wende nicht sofort angefangen in die Rentenkasse der BRD einzuzahlen und damit die Wenderentner mitfinanziert?

Anteilig ja aber wenn die nur so beteiligt würden wie sie eingezahlt haben würden einigen da aber zu Recht die Tränen kommen. Ferner nur die die überhaupt noch eingezahlt haben, alle anderen machen sich seit dem ein schönes D-Mark/Euro Leben.

So zu tun als wären Westdeutsche von Wenderentnern in Ostdeutschland um irgendwas gebracht worden ist einfach falsch.

Es muss halt ausgeglichen werden was alles in der DDR Traum Misswirtschaft verloren gegangen ist und zwar nicht von denen die es verbockt haben.

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Ich glaube du hast es immer noch nicht verstanden. Die Rentenkasse der BRD konnte nichts übernehmen, da die Kasse (idealisiert) am Ende des Monats immer leer ist. Die arbeitende Bevölkerung zahlt für den Monat ein und die pensionierte Bevölkerung empfängt den Betrag. Es wird nichts angehäuft, geschweige denn angelegt. In Realität wird jetzt natürlich viel aus Steuermitteln zuschossen, aber das ist ein anderes Problem.

Niemand bekommt genau das was er eingezahlt hat. Bei jeder Rentenerhöhung ändert sich wie viel zu wieder rausbekommst. Die Entscheidung Wenderentnern mehr zu geben belastet "lediglich" alle Menschen die nach der Wende werkstätig waren. Das heißt in ganz Deutschland, nicht nur im Westen. Es gab einfach keine Umverteilung von Beiträgen von vor der Wende in den Osten, weil halt nichts da war.

Stimmt, alle DDR-Bürger haben die Wirtschaft dieser Diktatur verbockt. Hätten die da nicht mal was gegen tun können? /s

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Mit einer pauschalen Verlängerung macht er es sich viel zu einfach. Es gibt ein individuelles Optimum der Produktivität - ab einem gewissen Kipppunkt führt mehr Arbeitszeit nicht mehr zu einem besseren Ergebnis, sondern ist eher abträglich. Bei Kretschmer liegt dieses Optimum beispielsweise bei 0 Stunden pro Woche.

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41/40 Pimmel. Wir wollen uns doch an die zukünftigen Vorgaben halten.

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Meinst du die Polizei kann doppelt so viele Arbeitskräfte für die zweimal so extreme Überreaktion entbehren?

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Ultrareiche Leute zahlen Kretschmer seinen (lachhaften) Anteil

Aber ohne Scheiß, ich bin jedes mal schockiert für wie wenig Geld sich Leute schmieren lassen.

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Magnetarreply
feddit.de

Eine Stunde mehr Arbeitszeit erhöht Produktivität großer Unternehmen

Eine Stunde mehr Arbeitszeit ist eine halbe Stunde "Teammeeting" und eine halbe Stunde "Besprechung" mehr, wer denkt da käme tatsächlich produktiv mehr raus, träumt.

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Mag sein, dass das für das einzelne Unternehmen kurzfristig eine höhre Produktivität bedeutet. Aber wie sieht das volkswirtschaftlich aus? Wer ständig mehr arbeitet macht mehr Fehler, was das Unternehmen selbst mit mehr Ausschuss trifft. V.a. aber wird die Gesundheit schlechter, Geld wird nicht beim Wochenendausflug in der lokalen Gastro und Tourismusbranche gelassen, sondern man liegt eher auf der Couch und bestellt sich stattdessen einen größeren Fernseher. Berufsunfähigkeiten nehmen zu, Leute haben mehr Probleme mit Herz, Leber & co. Drogen- und Alkoholmissbrauch werden stärker etc.

Die Sekundäreffekte könnten der Volkswirtschaft mehr Schaden zufügen, als beim einzelnen Unternehmen an Gewinn anfällt.

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Taxxorreply
lemm.ee

Wenn die Fließbänder eine Stunde lang länger laufen, oder die Tagschicht eine Stunde der Nachtschicht übernimmt (natürlich fällt dann die Nachtschicht-Zulage weg), steigt die Produktivität.

Hm? Die Schichten sind doch auf 8 Früh, 8 Spät und 8 Nacht ausgelegt. Wer soll denn jetzt hier was dranhängen um die Produktivität zu steigern?

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Ja gut, aber dann arbeitet ja auch keiner generell ne Stunde mehr in der Woche, bzw dafür arbeitet er ja in ner anderen Woche ne Stunde weniger. Also die Firma spart Geld, aber sie produziert doch nicht mehr im gleichen Zeitraum, was "Produktivität" für mich bedeutet.

Deshalb auch wenn man bei anderen Bereichen wo es keine Schichtarbeit gibt, die Wochenarbeitszeit erhöht, dann steigt doch nicht die Produktivität, denn es wird ja auch länger dafür gearbeitet. Produktiver sein heißt ja gerade mehr in der gleichen oder sogar weniger Zeit zu schaffen. Beim Fließband also z.B. Optimierungen durch die die Fließbänder schneller laufen können

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Ne. Lack reicht da nicht mehr aus. Der inhaliert Napalm. Anders kann ich mir den Mangel an Gehirnzellen nicht erklären…

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Danke für den Vorschlag. Ich schlage vor, Herrn Kretschmers Arbeitszeit im Amt auf 0 zu reduzieren.

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lemmy.world

Ich bin Arbeitgeber für 13 Personen und selbst ich hätte keine Lust NOCH MEHR zu arbeiten. Was zur Hölle hat der Typ gesoffen.

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Hier ähnlich. Anzunehmen dass wir irgendwie davon profitieren würden wenn meine Mitarbeitenden eine Stunde länger arbeiten würden ist ein absoluter Fehlschluss

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Das ist einfach nur das Phänomen noch vor dem Meeting schnell das Minimum zu machen um etwas präsentieren zu können weil man die ganze Woche rumgepimmelt hat. Echtes Umdenken der Arbeitswelt ist halt mit Arbeit verbunden was der Herr Kretschmer eben nicht gerne macht sondern einfach sagt sollen die anderen doch mehr arbeiten weil es ihm gut geht und er davon nicht betroffen ist

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Sieben-Personen-Arbeitgeber hier. Ich rechne jetzt schon nur noch in Burnouts (leider mehr Realität als witzig wäre)

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Shizureply
lemmy.world

Dito.. wir haben einen massiven Mangel an Personal. Teils dem ländlichen Standort zu verdanken. IT funktioniert leider nur gut in Metropolen, da die Fachkräfte eher in große Städte gehen. Aber die Aufträge reißen nicht ab und ablehnen können wir sie auch nicht wenn wir langfristig überleben wollen.

Wenn ich den Leuten jetzt mehr Arbeitszeit aufdrücken, dann kann ich bald zumachen. Wir wollen alle eher die 4 Tage Woche, aber als Dienstleister hängen wir hier von der Industrie ab und kommen zuletzt wenn der Trend kommt.

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Wir sitzen im selben Boot, geht uns ganz genauso. Wir würden gern 4 Tage die Woche arbeiten, aber das geht nicht, weil man entweder dann mehr Redundanz in der Projektbesetzung braucht (=Mehrarbeit oder Mehrkosten, die sich nicht tragen) oder eben die Industrie als Auftraggeber mitziehen müsste. Letzteres kann man vergessen, ersteres leider auch.

Ich weigere mich aber, meinen Mitarbeitern Mehrarbeit aufzudrücken, das verstößt gegen jeden Grundsatz, aus dem heraus ich meine Firma gegründet habe. Da wir aber wie ihr auch den Strom der Aufträge nicht unterbrechen dürfen (ist ja auch gut, dass das so ist) und ich der einzige bin, der quasi unendlich viel arbeiten darf, kompensiere ich das teils mit der Gesundheit (denn das ist es am Ende, womit man bezahlt) und teils mit externen Kräften, die dann wiederurm so gut wie eine Nullsumme in der Fakturierung erzeugen.

Personalmangel haben wir auch, trotz Metropole, aber da sehe ich die Schuld woanders. Der Markt hat sich gedreht und das bisschen an Mitarbeitern, die suchen, werden von diesen (sorry) endlos sinnlosen und inkompetenten Headhuntern versilbert.

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Tretet in die Gewerkschaften ein!

Fuck ich bin selber in keiner.. Tritt in die Gewerkschaft ein! In welche Gewerkschaft tritt man als IT-ler ein?

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feddit.de

Fuck ich bin selber in keiner… Tritt in die Gewerkschaft ein! In welche Gewerkschaft tritt man als IT-ler ein?

Nachdem in einem Kommentarthread auf r/finanzen genau dieses Thema aufkam und überwältigende Resonanz erzeugt hatte, habe ich mal recherchiert, wie es mit Spartengewerkschaften aussieht, welche Voraussetzungen es gibt und wie man sie gründet. So eine Gewerkschaft würde durch den enormen Hebel, den IT-Fachkräfte durch ihre neuralgische Bedeutung im Unternehmen haben, quasi über Nacht zur arbeitspolitisch mächtigsten Institution Deutschlands werden. Insbesondere dann, wenn sie sich mit starken Positionierungen zu den Themen abseits des Arbeitskampfes, zu denen sich andere Gewerkschaften so gerne äußern, zurückhalten würde. Ein gravierendes Problem ist die arbeiterfeindliche Politik der SPD: Das Tarifeinheitsgesetz gibt den Unternehmen ein Mittel an die Hand, Tarifverhandlungen mit Spartengewerkschaften zu verweigern. Eine IT-Gewerkschaft könnte also nicht einfach die IT-Leute in Banken, Versicherungen, Ämtern u.ä. konservativen, veränderungsresistenten Branchen anwerben und den Arbeitgebern dann sinnbildlich mit dem Ende von Fight Club drohen. Stattdessen muss eine IT-Gewerkschaft in Branchen mit geringem Organisierungsgrad Fuß fassen oder auf einzelne IT-Dienstleister ohne Tarifvertrag zugehen, um Mitglieder zu finden, für die sie überhaupt etwas bewirken kann. Das erklärte Ziel einer solchen Gewerkschaft wäre unter den gegebenen Umständen also wohl in erster Linie genug Verhandlungsmacht hinter sich zu versammeln, um auf die Abschaffung des Tarifeinheitsgesetzes hinzuwirken und sich dadurch als Gewalt zu etablieren.

Alternativ könnte man auch den Weselsky-Weg beschreiten und einfach eine genossenschaftliche Leiharbeitsfirma gründen. Das wäre ein einfacherer und m.E.n. kurzfristig erfolgversprechenderer Schritt.

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Rayspektreply
kbin.social

Kannst du das mit dem Weselsky-Weg nochmal genauer erklären?

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Weil das Tarifeinheitsgesetz die mächtigsten Gewerkschaften des Landes faktisch entmachtet hat, müssen sie Wege finden, außerhalb des klassischen Arbeitskampfes für ihre Mitglieder einzustehen. Die GDL z.B. kann keine Tarifabschlüsse mehr mit der Bahn machen und sie auch nicht mehr bestreiken, weil im Gesamtkonzern andere, weniger spezifische Gewerkschaften (EVG oder Verdi) mehr Mitglieder haben. Was der Gewerkschaftsführer der GDL also jetzt gemacht hat, ist eine genossenschaftliche Leiharbeitsfirma zu gründen, die im Besitz ihrer Mitglieder ist. Die Idee ist, dass die Lokführer bei der Bahn kündigen, um sich bei dieser Leiharbeitsfirma unter Vertrag zu stellen. Die Leiharbeitsfirma gehört den Angestellten und kann deswegen quasi mit sich selbst gute Bedingungen aushandeln. Die Lokführer verleihen sich dann an die Bahn, die aufgrund des derzeitigen und absehbar wachsenden Personalmangels keine andere Wahl hat, als diese teuren Lokführer auszuleihen. Wenn alles gut läuft, wird langfristig kaum noch jemand bei der Bahn als Lokführer arbeiten wollen, wenn es doch da diese Leiharbeitsfirma gibt, wo man sein eigener Herr ist und auch noch viel besser verdient.

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feddit.de

Klingt gut. Aber ich mach nur mit, wenn keine Windows-User erlaubt sind.

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Puh, da bin ich ja froh, dass ich als Windows-Nutzer bei einmal pro Monat bleiben kann.

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Sieht mir nach dem Gegenteil einer mehrheitsfähigen IT-Gewerkschaft aus.

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notepassreply
feddit.de

IG-Metall

Rechner ist immerhin aus Metall.

Spaß beiseite, welche Gewerkschaft bei euch in der Firma auch immer unterwegs ist. Bei mir ist's tatsächlich die IGM.

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Wir sind hervorgegangen aus einem Metallverarbeitenden Betrieb.. das könnte tatsächlich sogar passen. Ich sprech mal mit unserem BR.

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KasimirDDreply
feddit.de

In die Gewerkschaft, die für deine Firma zuständig ist. ;)

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geissireply
feddit.de

Sehr gut, zuständig ist der, der zuständig ist.
Wie findet man denn raus, welche das ist, wenn man in einer Branche ohne Branchentarif arbeitet?

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MrJMeadowsreply
feddit.de

Verdi ist zumindest die für uns zuständige Gewerkschaft (IT-Unternehmen in Hannover)

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aksdbreply
feddit.de

Verdi ist aber auch leider ein zahnloser inkompetenter selbstbeweihräuchernder Sauhaufen.

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feddit.de

Woran machst du das fest? Ich bin nicht tief im Thema aber dieser Sauhaufen hat für den TVöD Anfang des Jahres durchschnittlich 11,5% mehr Lohn und 3k netto auf die Kralle rausgehandelt, womit 66% der Mitglieder zufrieden waren.

Oder geht es dir mehr um die Haltung von ver.di zu solchen Grundsatzdiskussionen wie im Artikel?

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Bei T-Systems haben die regelmäßig so Lachnummern wie 2% über 2 Jahre raus"verhandelt" und sich dann vor die Presse gestellt und von tollen Ergebnissen geredet.

Ich hab kein Problem damit, wenn die ehrlich sagen "Leute, wir haben nicht genug Mitglieder, daher haben wir auch kein besseres Ergebnis erzielen können; sorry". Aber wenn die so tun, als wär das Ergebnis gut, muss ich davon ausgehen, dass sie entweder dreckige Lügner sind oder völlig inkompetent. Beides schreit für mich nicht nach einem Verein, bei dem ich Mitglied sein will.

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Ja, die Erfahrung hab ich auch schon gemacht, allerdings habe ich das Gefühl, es kommt ganz stark auf die jeweilige Gruppe im Betrieb an.

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Bislang. Wenn du aber eine IT-Gewerkschaft gründest und halt von den 10 Gewerkschaftsmitgliedern in einem 100-Mann-Betrieb 6 abholst, hast du schon gegen Verdi gewonnen.

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Du kannst den deutschen Gewerkschaftsbund schreiben und fragen, welche Gewerkschaft für dich passt. Für mich ist das bspw. die Verdi.

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Und dann? Der Vorsitzende der IGBCE lässt sich unironisch aufm CDU Parteitag sehen.

Haben doch auch alle den Kopf im Rektum der Arbeitgeber. (Dementsprechend ist auch der Abschluss btw)

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kbin.social

Ich kenne nur die Zahl aus der Schweiz aber dort ist die Arbeit in den letzten 30 Jahren 40% effizienter geworden. Will heissen wir arbeiten fast eineinhalb Mal so viel wie die Lute vor 30 Jahren.
Und dann sollen wir noch mehr arbeiten? Wer kommt auf solche dämlichen Ideen?

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Ich verrechne das dann einfach mit meinen Überstunden, dann bin ich immer noch gut in Plus.

Diese Leute sind auch völlig losgelöst von der Realität des einfachen Bürgers, oder? Sollten Politiker nicht Volksvertreter sein? Wie kann so jemand, der keine Ahnung davon hat wie es ist mit 3,5k brutto im Monat, als Single in ner Großstadt zu leben und sich dann noch Miete, Nahrung, Kleidung und Freizeit leisten zu können denn das Volk vertreten wollen?

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feddit.de

Bitte hören Sie nicht auf diesen Mann, zu mehr als Schneeschieben taugt der nicht!

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Ich bin mir sicher, dass die meisten CDU-Wähler sogar dafür sind. Die sind eh schon oder bald in Rente, außerdem sollen sich in ihren Augen die jüngeren nicht so anstellen, früher hätten sie freiwillig so lange gearbeitet.

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Tartuforeply
lemmy.blahaj.zone

Der Vorschlag wirkt auf mich eher, als würde er den Schnee inhalieren und nicht schieben.

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feddit.de

Arbeitsbedingungen verbessern, höhere Löhne, bessere ÖPNV um Autoausgaben zu verringern, Steuern für Reiche erhöhen und für Arme verringern, Infrastruktur verbessern, in erneuerbare Energien investieren?

Ne, ihr seid faul, arbeitet mehr.

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10 Wochen Urlaub für mich, aber 2 für euch. Amihafte Werte sind toll!

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Dagkerreply
feddit.de

Wenn das Grundgesetz wirklich eine Vermögenssteuer verlangt, warum zieht dann nicht mal ein linker Anwalt vors Verfassungsgericht?

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feddit.de

Ich bin betroffen: Ich zahle keine Vermögenssteuer, obwohl es meine verfassungsmäßige Pflicht ist

Ich korrigiere mich. Meine fixe Recherche hat ergeben, dass die Verfassung das Recht zur Vermögensbesteuerung einräumt und nicht dass sie es vorschreiben würde. Artikel 106 GG

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geissireply
feddit.de

Man könnte es höchstens aus 'Eigentum verpflichtet' ableiten

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feddit.de

Zu viel Lack gesoffen: Bevölkerung schlägt Absetzung von Kretschmer vor

wäre eine viel bessere Headline.

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Wenn die sächsische Bevölkerung Kretschmer/die CDU abwählt, wird es ganz sicher nicht besser hinterher.

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elvithreply
feddit.de

Ne Stunde hier, ne Stunde da, dort ein Feiertag weniger - das läppert sich!

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kbin.social

Ich habe manchmal echt das Gefühl, der einzige Weg Staat und Kirche vollständig zu trennen wird sein, dass jemand weniger Feiertage haben will und alle christlichen Feiertage ersatzlos streicht.

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Dann sollte man anstatt (katholisch-)christliche Feiertage in eine Festgelegte Anzahl an Glaubenstagen umbenennen und diese Frei Wählbar machen. So wäre der Christenzwang den viele Länder in Europa haben, definitiv vom Staat getrennt, und wäre nur fair in der heutig multikulturell geprägten Gesellschaft.

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feddit.de

Ich kratz mich hier gerade am Kopf, da ich doch eigentlich überlege um mindestens 10 Stunden zu reduzieren.

Tja.

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Ich werde nie, nie wieder 100% arbeiten - und wenn ich für den Rest des Lebens ab der Hälfte des Monats Bohnen und Reis fressen muss.

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So langsam bin ich raus. Es geht ja immer wieder um den viel angesprochenen Arbeits- bzw. Fachkräftemangel. Wenn wir es nun schaffen würden, alle (EDIT: arbeitsfähigen) Menschen, die Bürgergeld bekommen, in eine reguläre Beschäftigung zu kriegen, wäre das nicht auch zumindest ein Teil der Lösung? Oder sehe ich das ganz falsch?

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feddit.de

Deutschland macht es einem maximal schwer. Stell dir vor, du bist Mitte 30 und hast das, was man in der Literatur einen diskontinuierlichen Lebenslauf nennt. Schule abgebrochen, nicht besonders gut mit Papierkram. Deine Zeugnisse von vor 20 Jahren hast du selbst nicht mehr und weil du den Abschluss nicht geschafft hast, hat deine alte Schule auch keine Kopie mehr. Vielleicht kommst du auch aus einem anderen Land als Deutschland und deine Zeugnisse bei der Flucht verloren.

Mittlerweile hast du dein Leben aber auf die Reihe bekommen und würdest gerne deinen Schulabschluss nachholen, der Voraussetzung für nahezu alle Ausbildungen, Umschulungen und reguläre Stellen ist. Du guckst dir die Voraussetzungen für die Anmeldung im Land von Michael "Fachkräftemangel" Kretschmer an:

(3) Zur Anmeldung sind folgende Unterlagen vorzulegen:

  1. ein lückenloser tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild im Passbildformat,
  2. der Personalausweis oder ein entsprechender Identitätsnachweis,
  3. eine beglaubigte Kopie des letzten Schulabschluss- oder Schulabgangszeugnisses,
  4. eine Erklärung, ob und gegebenenfalls wo und mit welchem Erfolg sich der Bewerber bereits der Prüfung zur Erlangung des angestrebten oder eines gleichwertigen Abschlusses unterzogen hat, und
  5. geeignete Nachweise zur Erfüllung der Voraussetzungen von § 66 Absatz 1 Nummer 5, Absatz 2 oder Absatz 3.

Spätestens bei Punkt 3 scheitert es bei dir und anderen Interessenten mit entsprechender Biographie. Nachdem ein richtiger Schulabschluss für dich also nicht in Frage kommt, wirst du nun regelmäßig vom Jobcenter in fragwürdige Maßnahmen gesteckt.

Und solange selbst das Nachholen eines einfachen Hauptschulabschlusses mehr erfordert als das Ausfüllen eines Anmeldeformulars, fällt es mir sehr schwer, die politischen Erzählungen von der Notwendigkeit von mehr Arbeit ernst zu nehmen.

Der Grund für diese formalen Anforderungen ist übrigens die Befürchtung, dass ansonsten schlechte Schüler versuchen könnten, ihren bestehenden Abschluss durch Maßnahmen wie die Nichtschülerprüfung zu verbessern. Als ob das etwas Schlechtes wäre. Und das sagt eigentlich schon viel über die Bildungspolitik in Deutschland aus.

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Und solange selbst das Nachholen eines einfachen Hauptschulabschlusses mehr erfordert als das Ausfüllen eines Anmeldeformulars, fällt es mir sehr schwer, die politischen Erzählungen von der Notwendigkeit von mehr Arbeit ernst zu nehmen.

Der Grund für diese formalen Anforderungen ist übrigens die Befürchtung, dass ansonsten schlechte Schüler versuchen könnten, ihren bestehenden Abschluss durch Maßnahmen wie die Nichtschülerprüfung zu verbessern. Als ob das etwas Schlechtes wäre. Und das sagt eigentlich schon viel über die Bildungspolitik in Deutschland aus.

Das ist genau das Problem und ich pflichte dir in jedem Punkt bei. In unserem "Bildungssystem" ist der Fokus leider viel zu sehr auf guten Noten in JEDEM Fach und weniger auf den jeweiligen Stärken. Zumal es, wie du schon beschreibst, einem aufgrund der Formalitäten immens schwer gemacht wird, sich Um-, Weiter- und Fortzubilden. Es geht mir nicht darum eine gewisse Grundbildung abzulehnen, sondern viel mehr darum, dass jeder Interessen und Wissen hat, welche/s er gerne detaillierter vertiefen möchte. Wir sollten viel mehr dafür Sorge tragen, auch als Gesellschaft zu akzeptieren, dass jeder in etwas Gut ist und ihn darin zu bestärken, statt unser Augenmerk darauf zu legen, dass man in bspw. Mathe nicht so gut ist, wie in Deutsch. Noten sind in meinen Augen völlig überholt und schaffen Druck, dem Kinder bis zum gewissen Grad stand halten (können). Wie gesagt: jeder ist anders, als der Andere und das soll auch so sein. Versuchen wir doch einfach davon zu profitieren, statt den Menschen Stöcke in den Weg zu schmeißen und an ihrer Entwicklung zu hindern.

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Hahaha, netter Versuch. Ich werde ganz sicher nicht in Richtung 60 Stunden gehen, bin ja jetzt schon todmüde Abends…

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lemmy.world

Jeder Mensch hat eine Leistungskurve über den Tag die nunmal irgendwann einen Tiefpunkt erreicht.

Ganz einfach Lösung: die zusätzlichen Stunden an einem zusätzlichen Tag leisten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Michael Kretschmer

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Genau. Im Umkehrschluss: Wenn jeder eine Stunde weniger arbeitet, gibt es automatisch keine Arbeitslosen mehr. Wirtschaft 101

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Ach komm, warum nur eine Stunde? Machen wir nicht den Frosch im Kochtopf warm, lass gleich zur Leibeigenschaft springen. Dein zuständiger Oligarch bestimmt wie viel du arbeiten darfst und ab wann dein X Corp Konto voll genug für die Rente ist. Aber wir sind ja frei, daher können wir den Oligarchen frei wählen!

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Da will wohl ein gewisser CDU-Politiker meine Eier in seinem Gesicht haben ❤️

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... So eine Ausssge/Nachricht gleichzeitig mit der, dass am Freitag nicht mehr genügend Bundestagsabgeordnete zur Beschlussfähigkeit verfügbar waren. Wie würde der Vorschlag zu einer 90% Teilnahmepflicht für Politiker wohl ankommen?

Jeder hat in DE die Möglichkeit, Arbeitsverträge mit bis zu 48Std in der Woche abzuschließen. Vielleicht sollte man der abgedroschenen Satz "Arbeit muss sich wieder lohnen." mal etwas ernster nehmen und auf die Lohnnebenkosten bzw. Abgabenlast beziehen.

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Kein Problem, dann reduziere ich die Stunden, verdiene weniger und gebe weniger Geld aus.

Die ärmere Bevölkerung kann sich sowieso nichts leisten.

Dann gibt es diese Lohn-Preis-Spirale vielleicht mal, von der alle so erzählen - aber hoffentlich in die andere Richtung.

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feddit.de

die Abschaffung der Rente mit 63.

Absolut richtig

Längere Wochenarbeitszeiten

Unter den richtigen Bedingungen eine durchaus zustimmungsfähige Aussage: Wir brauchen mehr Anreiz für Längere Wochenarbeitszeiten. Reduzierte Steuersätze auf Überstunden für Vollzeitkräfte. Da muss im rechnerischen Stundenlohn ein deutliches Plus gegenüber der 9-to-5-Woche stehen. Bevor man das macht, sollte man aber erst mal Vollzeit gegenüber Teilzeit incentivieren, indem man die über Jahre angestaute kalte Progression zurücksetzt: Steuerprogression flacher ansteigen und auf höherem Niveau plateauen lassen. Spitzensteuersatz liegt grade bei 42% und zwar ab 62.810 Euro. Wie wäre es stattdessen mit 50% 180.000 Euro?

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feddit.de

Wir brauchen mehr Anreiz für Längere Wochenarbeitszeiten. Reduzierte Steuersätze auf Überstunden für Vollzeitkräfte.

Warum soll das der Steuerzahler bezahlen? Wenn das Unternehmen will, dass die Leute Überstunden machen, kann's das gerne selber zahlen. Statt einzustellen, bestehende Mitarbeiter ausnutzen, staatlich gefördert. Ne danke.

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feddit.de

Warum soll das der Steuerzahler bezahlen?

Das Steueraufkommen würde sich erhöhen. Eine Beispielrechnung:

  • 10 Steuerzahler, die 40 Stunden arbeiten
  • Steuersatz 50%
  • Steuersatz für Überstunden 25%

Status quo: 400 geleistete Arbeitsstunden und daher 200 Steuereinheiten eingenommen. Wenn du den Anreiz setzt und nur 20% der Vollzeitleute jetzt noch mal 5 Stunden extra schieben, haben wir also 410 geleistete Arbeitsstunden und 202,5 Steuereinheiten eingenommen. Die Arbeitnehmer haben mehr in der Tasche (und zwar 18,75% mehr Geld für 12,5% mehr Arbeit), das Unternehmen hat mehr Arbeitsleistung bekommen (2,5%) und der Staat hat mehr eingenommen (1,25%). Alle gewinnen außer das Narrativ vom Fachkräftemangel.

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feddit.de

Ich bin offen für deine Argumente, wenn du noch welche vorbringen möchtest.

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feddit.de

Deine Rechnung ist reines schöngerechne. Arbeit entsteht nicht einfach durch mehr Arbeitszeit. Hier mal ne andere Rechnung:

  • Team A hat 240h Arbeit pro Woche zu verteilen auf 6 Mitarbeiter. Jeder arbeitet 40h, zahlt Steuern, alle sind glücklich.

  • Team B hat ebenfalls 240h Arbeit pro Woche zu verteilen aber seine Personalplanung versemmelt und nur 5 Mitarbeiter. Jeder arbeitet 48h, ist unglücklich, potentieller Mitarbeiter 6 ist arbeitslos. Dank deines Steuermodells kann der Arbeitgeber aber die Löhne drücken, Staat gleicht ja aus. Staat hat weniger Geld. Unternehmen glücklich, alle anderen unglücklich.

In einer Welt mit deinem Steuersystem würden Unternehmen davor zurück schrecken neue Leute einzustellen und stattdessen jede Person so viel arbeiten lassen wie irgendwie möglich, folgerichtig nach den staatlichen Anreizen. Jeder der nicht bereit ist, mehr zu arbeiten wird unter Druck gesetzt. So ticken Unternehmen, selbst die sozialsten können sich nicht vor staatlichen Anreizen dieser Art verschließen.

Überstunden sind kein Mittel Löhne zu steigern, Überstunden sind ein Symptom schlechter Planung. Entweder vom Arbeitnehmer selbst (selten) oder viel häufiger vom Arbeitgeber. Im bisherigen System würde Team B die Arbeit nicht schaffen, die Fehlplanung im besten Fall auffallen und korrigiert werden. Dein System dagegen begünstigt und fördert schlechte Planung. Team A gilt dafür dann als ineffizient und wird unter Druck gesetzt wie Team B zu arbeiten.

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Team B hat ebenfalls 240h Arbeit pro Woche zu verteilen aber seine Personalplanung versemmelt und nur 5 Mitarbeiter. Jeder arbeitet 48h, ist unglücklich, potentieller Mitarbeiter 6 ist arbeitslos. Dank deines Steuermodells kann der Arbeitgeber aber die Löhne drücken, Staat gleicht ja aus.

Bis auf die Behauptung, dass dieses Steuermodell die Löhne drücken würde, halte ich deine Überlegung für valide. Einer der entscheidenden Punkte dafür, was tatsächlich eintreteten würde, wäre dann wohl, wie hoch der Sockelbetrag ist, den das Unternehmen quasi als Fixum pro Kopf zahlen muss und ob man diese Pro-Kopf-Kosten in einer begleitenden Maßnahme senken kann. Einen weiteren entscheidenden Punkt schauen wir uns jetzt noch an:

Arbeit entsteht nicht einfach durch mehr Arbeitszeit.

Da gebe ich dir völlig Recht. Aber derzeit haben Unternehmen mehr Arbeit als Angestellte, die diese Arbeit bewältigen können. Deine Annahme Team A hat 240h Arbeit pro Woche zu verteilen auf 6 Mitarbeiter. Jeder arbeitet 40h als Regelfall ist also mindestens zweifelhaft. Der Regelfall ist heute abgesehen von Team A und Team B ein dritter Fall Team C: es gibt 300h Arbeit, 6 Mitarbeiter und je 40h Arbeit. Das Unternehmen wünscht sich Mehrarbeit und kann die Arbeitnehmer natürlich wegen des abnehmenden Grenznutzen des Geldes einerseits und des stark steigenden Grenznutzen der Freizeit nicht dazu überzeugen, noch mehr zu arbeiten. Es mangelt nicht auf Unternehmensseite an Gründen, Mehrarbeit zu wünschen, sondern auf Arbeitnehmerseite, sie auch abzuleisten. Daher wenden sich Unternehmensverbände ja auch ständig an die Politik und schwadronieren von Mehrarbeit. Geizigkeit bei Löhnen ist sicherlich ein Grund, aber Arbeitnehmermangel der viel dringlichere.

In einer Welt mit deinem Steuersystem würden Unternehmen davor zurück schrecken neue Leute einzustellen und stattdessen jede Person so viel arbeiten lassen wie irgendwie möglich, folgerichtig nach den staatlichen Anreizen.

Kann ich nicht unterschreiben. Der Anreiz landet beim Arbeitnehmer, nicht beim Unternehmen. Das Unternehmen hat auch heute schon keine Mehrkosten, die Arbeitnehmer Mehrarbeit verrichten zu lassen. Der Fall, den du beschreibst, wie gesagt ein sehr berechtigter Einwand, würde deswegen meiner Einschätzung nach nur genau dort eintreten, wo er ohnehin schon eingetreten ist. Es würde sich nichts verschlechtern, aber für viele etwas verbessern.

Einige kleinere Anmerkungen:

Überstunden sind kein Mittel Löhne zu steigern

Würde im von mir vorgeschlagenen Modell ja nicht passieren. Überstunden würden nicht die Löhne steigern, sondern das Arbeitnehmer-Netto und das individuelle Arbeitsvolumen.

Überstunden sind ein Symptom schlechter Planung

Nur weil etwas sein kann, heißt das nicht, dass es immer so sein muss.

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Bis auf die Behauptung, dass dieses Steuermodell die Löhne drücken würde, halte ich deine Überlegung für valide.

Löhne drücken würde ich nicht sagen, aber dass das zusätzliche Geld 100% bei den Arbeitnehmern landet halte ich für zumindest naiv. Lohn ist das Ergebnis aus Angebot und Nachfrage und wenn sich durchsetzt, dass Arbeitnehmer 42h statt 40h arbeiten, sprich dies normalisiert wird, sinkt der Druck höhere Löhne zu zahlen deutlich. Sowohl weil weniger Arbeitnehmer gebraucht werden als auch weil Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer die höheren Nettolöhne einpreisen werden in die Verhandlungen.

Da gebe ich dir völlig Recht. Aber derzeit haben Unternehmen mehr Arbeit als Angestellte, die diese Arbeit bewältigen können.

Das Problem: Der Fachkräftemangel betrifft eben nicht alle Branchen, deine Regelung dann aber schon.

Das Unternehmen hat auch heute schon keine Mehrkosten, die Arbeitnehmer Mehrarbeit verrichten zu lassen.

Aber keinen Druck auf Arbeitnehmer dies durchzusetzen. Je mehr Arbeitnehmer durch Anreize bereit sind sich zu überarbeiten desto normalisierter wird es und desto stärker steigt der Druck auf den Rest der es eigentlich nicht möchte.

Wohlgemerkt: jeder Arbeitgeber kann jetzt bereits die selben Zulagen für Überstunden zahlen die du vom Staat möchtest. Wenn jede Überstunde 150% bringt, überleget sich das auch der ein oder andere Arbeitnehmer. Aber auch die Arbeitgeber machen es eben nur wenn sie wirklich sonst in die Krise rutschen. Mein Problem ist hauptsächlich, dass hier nach dem Staat gerufen wird von den selben die sonst immer keine Einmischung wollen. Soll's doch der Markt regeln.

Mein Team is übrigens in genau der Lage von Team B. Markt massiv gewachsen, wir nicht. Ergebnis im Moment: wir binden mehr Arbeitskräfte aus Polen und Indien ein, wir automatisieren mehr, wir erhöhen unsere Gewinnspanne. Reicht nicht um der Nachfrage Herr zu werden. Massiv neu einstellen? Fehlanzeige, qualifizierte Bewerber werden abgelehnt weil keine Stelle offen ist. Wir sagen lukrative Projekte ab anstatt neue Stellen zu schaffen. Was würde höheres Management sagen? Wir sind Team C.

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