Spyke

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Weg aus München gen Norden, wie ist's gelaufen?

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Kann ich absolut so bestätigen. Ich war sehr lange Zeit in China in einer wirklich großen Stadt, mußte dann vor 5 Jahren nach Deutschland zurück. Aus Gründen der einfacheren Wohnungssuche nach Mecklenburg, in eine sehr kleine Stadt.

Vorteile:
  • Die Wohnung sehr schnell gefunden, groß genug und bezahlbar.
  • Kurze Wege zur Arbeitsstätte, zum Supermarkt, Bäcker, zum Arzt und Zahnarzt (leider nicht überall der Fall).
  • Alle Ämter dicht beieinander, so daß ich die Anmeldung und weitere Behördengänge innerhalb kürzester Zeit erledigen konnte. Da jeder jeden kannte, wurde mir sehr schnell geholfen.
  • Größere Städte in der Nähe, insofern recht schnell Arbeit gefunden.
  • Tolle Landschaft, sauberes Wasser, Wälder, sogar etwas hüglig.
  • Die Menschen aufgeschlossen und nett, interessiert.
  • Es gibt sogar erstaunlich oft kulturelle Veranstaltungen in der Stadt und im Umland.
Nachteile:
  • So richtig warm wurde ich fast nur mit Zugewanderten, der ursprüngliche Mecklenburger ist dann doch recht reserviert, wenn man nicht seit vielen Generationen dazugehört.
  • Und die Verkehrslage des öffentlichen Nahverkehrs (ich mußte davor nie Auto fahren, kann es auch nicht), ab 18.00 Uhr ist es nicht so einfach, wieder nach Hause zu kommen.
  • Auf lange Sicht die Leute dann doch viel zu neugierig, alles wird beobachtet und spricht sich dann herum, war mir schließlich zu persönlich.
  • Die Wichtigkeit der Beziehungen -- Bürgermeister, Bäcker, Apotheker, Parteien, Kirche ... -- je nachdem, was man möchte, können diese Verknüpfungen einen blockieren, als Fremdem nutzen sie einem selten.

Bin jetzt endlich wieder in meiner Heimatstadt Berlin gelandet und blühe wieder auf, mußte feststellen, daß eine Kleinstadt so gar nicht meins ist. ... nur meine six pence.

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Kollege isst meinen Joghurt - wie revanchieren?

Ich würde ihm ein paar Tage lang extra einen weiteren Joghurt mitbringen und ihm diesen vor allen Kollegen geben, mit der Bemerkung, wenn er doch so gern Joghurt esse und sich keinen leisten könne, dann müsse man sich ja als Kollege solidarisch zeigen, und ob man ihm noch sonst irgendwie helfen könne ...

Kostet nicht viel, schafft aber Aufmerksamkeit.

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