Deutschlands größter Batteriespeicher geht mit 700 MWh für 500.000 Haushalte ans Netz
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18 replies
Ich finde jedes Bundesland sollte mindestens 5 so Dinger haben. Wobei ich auch denke das die 500.000 Haushalte aktueller Stand sind. Könnte in Zukunft weniger sein, wenn (fast) jeder ne Wärmepumpe und ein E-Auto hat.
Ich hab 'ne schlechte, 'ne gute und noch 'ne schlechte Nachricht.
Die schlechte: Du unterschätzt das maßlos und wir brauchen viel mehr solcher Speicher.
Die gute: Es sind weit mehr Bauvorhaben für große Batteriespeicher bereits beantragt, als wir in den nächsten 10 Jahren brauchen. Alle privatwirtschaftlich finanziert.
Die andere schelchte: Der Bau wird systematisch von Netzbetreibern blockiert, die (oder deren Mutterkonzerne) von fossilen Brennstoffen und allgemein von hohen Strompreisen profitieren, mit freundlicher Unterstützung unserer korrupten Regierung. Schließlich wurde der Spitzenreiter bei dieser Sabotage ja auch erst mit 'nem Ministerposten belohnt...
Warte, was? Hör ich richtig? Der Typ mit den Silvesterraketen ist jetzt Minister?
Man müsste doch meinen es Reiche langsam mit der fossilen Lobby-Blockadepolitik.
* 🪙 für die Kalauerkasse rüberreich *
Deswegen sag ich ja MINDESTENS. Ich weiß ja in Deutschland geht das gerne nicht mal von Heute auf Morgen aber irgendwo müssen wir ja auch mal langsam anfangen das wir zu viel Energie z.B. durch Solar im Sommer Speichern können und Gleichzeitig brauchen wir noch mehr Stromquellen, also noch mehr Solar auf den Dächern, mehr Windräder, mehr alternativen z.B. Wasserkraft um die Akkus nur für den Notfall zu brauchen, z.B. ein Sturm kappt das Stromnetz zur einer Gemeinde. Dann wären mehr Stromtrassen wichtig für ne Gewisse Redundanz. Und auch bei Wolkigen Windstillen Wetter wären die Akkus Praktisch das man eben noch Strom hat. Ich könnte ne ganze Liste Posten an Dingen die wir brauchen, gleichzeitig lasse ich es, weil ich weiß es wird eh nicht in den nächsten 15 Jahren umgesetzt werden. Die Groko bleibt stur und wenn es doof läuft wird die AFD bei den nächsten Wahlen so stark, dass sie die einzige Opposition sind oder die Union knickt ein und Regiert mit denen. Bei ersten ist die Frage: Wie sehr kann da die Union und SPD noch blockieren und bei letzteren können wir noch Froh sein wenn wir Wind Energie noch haben.
Nee, tatsächlich liegt da das Problem. Wirtschaftlich gesehen ist die Sache längst durch und wir hätten tatsächlich von Heute auf Morgen Speicher, weil man damit längst Geld verdienen kann. Auch in Deutschland.
Der Rest ist aktive Bekämpfung des Marktes von denen die immer laut schreien, dass man den Markt machen lassen soll. Die meinen das nämlich nur immer dann, wenn es zu Gunsten ihrer Geldgeber geht, und nie, wenn deshalb die Leute die sie bezahlen dadurch Konkurrenz bekämen. Aber genau dafür
hat man Korruption in Deutschland ja legalisiertgibt's ja Lobbyismus.Eine weitere schlechte: Nimbys und Online Propaganda. Macht diverse Projekte wesentlich schwieriger, wenn Peter vorm Wald sich einreden hat lassen, dass Windräder alle Vögel schreddert und Photovoltaik die Frösche schwul macht.
Deutschland braucht viel viel mehr von solchen Speichern. Für Sommernächte ohne fossilen Strom braucht man so 300 in der Größenordnung und mehr wäre besser.
Mir wurde bisher immer beigebracht, dass elektrochemische Speicher die ungeeignetsten Technologie für solche Probleme wären
Massenfertigung von Batterien führt dazu das selbst eine theoretisch weniger effiziente Technologie, ökonomisch die beste Wahl ist.
Ökonomisch ja und das bestimmt nun mal leider die Realität. Aber Ressourcentechnisch ist das doch krass limitiert oder?
Was meinst du mit ressourcentechnisch? Falls du auf Lithium anspielst, das ist kein Problem, man kann Natrium-Akkus verwenden. Die haben zwar ne geringere Energiedichte als Lithium-Akkus, aber für stationäre Speicher ist das deutlich weniger relevant als z.B. für E-Autos. Und CATL hat neulich solche Natrium-Akkus als Energiespeicher vorgestellt, die auch wesentlich besser sind als Lithium-Akkus in Bezug auf Umgebungstemperatur (Lithium-Akkus funktionieren wesentlich schlechter bei sehr hohen und sehr niedrigen Umgebungstemperaturen) und Ladezyklen.
Aber müssen die Stoffe nicht unter kritischen Arbeitsbedingungen abgebaut werden und die geschätzten Vorkommen reichen nicht um den Bedarf zu decken?
Dabei ging es mW. hauptsächlich um sogenannte "seltene Erden", Kobalt und Nickel, die seit ein paar Jahren nicht mehr unbedingt für Li-Ion Batterien notwendig sind.
Z.B. gibt es LiFePO₄ / Lithium-Eisenphosphat (LFP) Akkus, die ohne Kobalt/Nickel/"seltene Erden" auskommen. Die Energiedichte ist zwar geringer, aber trotzdem groß genug. Z.B. gibt es 1kWh 12,6V LiFePO₄ Akkus für Autos/Camper ab 200€ zu kaufen. Die können laut Hersteller 4000 Ladezyklen von 0-100% ab. Nur so als praktisches Beispiel, dass das nicht erst irgendwann™ marktreif wird.
Lithium kann gut sein, Natrium gibts genug, wird im Normalfall aus Salz hergestellt.
Kann dazu die Podcast Folge von den quarksscience cops empfehlen. Quintessenz ist: Batterien nutzen zum Ausgleich von Schwankungen innerhalb weniger Tage, was darüber hinaus geht am besten mit Wasserstoff Gaskraftwerken.
Durch die E-Autos gibt es mittlerweile sehr günstige Batterien. Dieser recht große Speicher hat ungefähr die Batteriekapazität von 10.000 E-Autos. Im August war die fossile Stromerzeugung an einem Tag gut 500X größer, wobei auch teilweise Tagsüber Braunkohlestrom erzeugt wurde. Das sind dann aber trotzdem nur Batterien für 5Millionen Autos oder 10% der Autos(nicht nur E-Autos) die es in Deutschland gibt.
Vor allem aber sind Batteriespeicher super um kurze Netzschwankungen auszugleichen. Vor allem können sie halt auch als Stromverbraucher dienen, wenn mal etwas zu viel Strom erzeugt wird.