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fragfeddit·Frag Feddit (Ask Feddit)bypaperblue

Mache ich mir unnötig Stress wegen Arztterminen?

Ich bin krankgeschrieben und brauche Physiotherapie. Nachdem ich mehrere Therapeuten angerufen habe, bietet mir der erste, der mich aufnehmen kann, Termine in 10 Tagen an, was bedeutet, dass ich meine Krankschreibung verlängern muss.

Ich fühle mich komisch wegen dieser unerwarteten Auszeit. Kann mein Arbeitgeber mir das übel nehmen? Kann man mich dazu verpflichten, so lange weiterzusuchen, bis ich diese Woche einen Termin bekomme? Ist es normal, so lange warten müssen? Auf keinen Fall kann ich arbeiten.

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5 replies

Deine Gesundheit ist wichtiger als ein wütender Arbeitgeber. Wenn du nicht gesund bist, kannst du nicht arbeiten. So einfach isses. Da kann der die Luft anhalten bis zum umkippen.

Und wenn er dich in deiner Krankenzeit entlässt, kannst du schön absahnen. Du hast Abeiterrechte. Lass doch nicht drangsalieren.

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Physiotherapie ist ja in der Regel sowieso keine Sache wo man einmal hingeht und geheilt ist. In der Regel hat man da doch mindestens 6, eher 12 oder auch noch mehr Termine im Verlauf mehrerer Wochen. Je nach Art der Verletzung, Heilungsprozess und Art der Arbeit wirst Du dann vermutlich eh mehrere Wochen ausfallen.

Da ist es auch fast egal ob Du die Therapie in 5 Tagen beginnst oder in 10, weil das am Ende nur darüber entscheidet ob Du in 10 Wochen wieder Arbeiten kannst, oder in 11 Wochen.

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Wenn du nicht arbeiten kannst, dann müsstest du ohnehin verlängern. Ich denke einen Termin beim Facharzt innerhalb von 10 Tagen zu bekommen ist schon flott.

Wenns dir dein Arbeitgeber übel nimmt, dann hat er/sie halt Pech. Dass die Belegschaft auch mal krank wird und ausfällt gehört dazu. Und selbst wenn, dann ist Cheffe vielleicht ein bisschen knatschig, aber können sollte er dir nichts.

Schau erstmal auf dich und kümmere dich um deine Gesundheit. Gute Besserung! :)

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Ich als "Chef" aka derjenige, der mal was unterschrieben hat, einer mittlerweile nur noch sehr kleinen Firma kann das bestätigen, es gibt da keine drohenden Konsequenzen. Das einzige, was man als AG machen kann, ist, irgendwann den Amtsarzt einzuschalten, wenn Betrug vermutet wird. Sowas ist hier aber ja gar kein Thema.

Ansonsten kann ich noch sagen, dass ich mich da auch manchmal ein wenig vor den Kopf gestoßen fühle. Zu allen habe ich ein ganz kollegiales Verhältnis auf Augenhöhe, bin auch inhaltlich an der Arbeit beteiligt, aber sobald es darum geht, mal was mitzuteilen, dass man krank ist, länger ausfallen könnte oder sowas, wird plötzlich geschwiegen. Ich meine, ich könnte es ja verstehen, wenn man nicht sonst so eng zusammenarbeiten würde und misstrauisch wäre, aber in dem Fall versteh ich manchmal das Verhalten nicht.

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10 Tage ist eher kurz, wobei das nicht heißt, dass du dort auch langfristig aufgenommen wirst - die ersten vier Sitzungen haben ein bisschen Sonderstatus, wohl vor allem für Leute in akuten psychischen Krisen gedacht, aber da verschafft man sich eher einen groben Überblick (ob der Therapeut und Patient grundsätzlich miteinander können, ob diese Form der Therapie überhaupt zielführend ist usw.) als die Krankheit tatsächlich zu behandeln.

Nevermind, hab "Psychotherapie" gelesen.

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