Kultursamstag 2026 KW32
Hallo zusammen,
Da es über die Monate immer mal wieder Nachfragen gab: die Liste sind nur Beispiele. Solange es jetzt keine Nachrichten sind und ihr der Meinung seid, es könnte andere Menschen interessieren, dann stellt es uns anderen Nutzern vor, erzählt was euch daran gefällt und warum ihr es mit uns teilt. Blogpost, Sachbuch, egal. Nur Memes und Nachrichten würde ich ausnehmen, da daraus schon der große Rest des Fediverses besteht.
Was habt ihr in der letzten Woche so an tollen Büchern gelesen, Filme geguckt, Spiele gezockt, Musik entdeckt, Museen oder Veranstaltungen besucht, … ?
11 replies
Shaun of the Dead ist eine sehr lustige Romanze während einer Zombiapokalypse. Ich hatte Hot Fuzz schon gesehen und daher sind jetzt die anderen Filme von Edgar Wright dran. Der Film hat einen Witz nach dem anderen und referenziert dabei auch häufig vorher Geschehenes, sodass es einige Brick Jokes gibt. Von den beiden Filmen finde ich zwar, dass Hot Fuzz der bessere Film ist (von der Geschichte und Erzählweise her), aber Shaun of the Dead ist der lustigere.
Nach ein paar Pausen bin ich jetzt auch endlich mit allen drei Kapiteln vom The Talos Principle 2 DLC durch. Der Schwierigkeitsgrad ist darin endlich mal angezogen und außerdem werden auch die Geschichte und die Charaktere weiter entwickelt. Tidal Lock und The Ring haben mir ald Rätsel am besten gefallen. Jetzt will ich aber umso mehr endlich Talos Principle 3 haben. Nächstes Jahr soll es ja erscheinen. Mal schauen ob ich andere Puzzlespiele finde, die die Geschichte mit der Spielmechanik auf diesem hohen Niveau vereinen.
Außerdem freue ich mich schon darauf, endlich die neueste Folge von Alfabusas Hunter: The Parenting zu schauen. Wer das noch nicht kennt: im Universum von Vampire: The Masquerade hat das Team hinter If the Emperor has a Text-To-Speech Device nach Games Workshops Entscheidung Fancontent regulieren zu wollen eine neue Geschichte angefangen zu erzählen. Und ich liebe es. Die Charaktere sind abgedreht wie eh und jeh, aber trotzdem sehr menschlich und zugänglich. Neben den Hauptkapiteln gibt es immer auch Nebengeschichten, die häufig die Nebencharaktere ins Rampenlicht stellen und ebenso unterhaltsam wie informativ über die Welt sind.
Falls du auch noch den dritten Teil von Wrights Cornetto-Trilogie The Worlds End schauen willst und Englisch eine Option ist: Tue dir den Gefallen und schaue es im Original (ggf mit Untertiteln).
Hab den Film damals 2 mal gesehen: Einmal in der Sneak-Preview auf englisch (da war vorher nicht klar, was gespielt wird). Und kurz danach nochmal auf deutsch, das war vorher schon gekauft.
Ich kann nicht mehr genau sagen, was es genau war. Aber die Synchronisation fand ich grausig, den Film fand ich dann (anders als beim ersten Mal) richtig schlecht und hab jegliches Interesse daran verloren.
Hot Fuzz ist mMn weiterhin eindeutig der Beste der Reihe. Habe ich schon zig-mal gesehen. Der Humor ist super und die Spannung leidet auch nicht darunter, dass ich die Story schon kenne.
Hast du andere Wright-Filme gesehen? z.B. Scott Pilgrim oder Baby Driver?
Danke für den Hinweis, ich hab die anderen beiden auch auf englisch geguckt und Teil 3 ist auch auf englisch geplant. Ich finde die verschiedenen Akzente auf den britischen Inseln auch sehr charmant, nur verstehen tue ich sie leider nicht immer, daher sind Untertitel ein muss für mich bei den meisten britischen Produktionen.
Ich kann mich nicht erinnern andere Wright Filme gesehenzu haben, hast du Empfehlungen?
Gedreht hat er noch nicht sooo viele Filme. Aber was man sagen kann, er liebt Filme und Musik. Edgar Wright ist für mich die sympathischere Version von Tarantino, wenn es um Filmwissen, Techniken, "Zitate" und Musik geht.
Im Gegensatz zu Tarantino finde ich in seinen Filmen beim nochmal schauen aber oft Dinge, die mir vorher noch nicht aufgefallen sind. Er hat die Szenen, Einstellungen und Schnitte vorher penibel geplant. Von der Cornetto-Trilogie fand ich Hot Fuzz auch am besten, wahrscheinlich, weil mir das Genre mehr lag.
Baby Driver ist für mich ein weiterer Höhepunkt, weil er noch diese ausgeklügelten Fahrszenen hat, die größtenteils altmodisch gefilmt sind, aber mit ganz wenigen Schnitten. Dazu die Musik, die für den Hauptdarsteller so wichtig ist und immer perfekt im Takt unterlegt ist. Für meinen inneren Nerd ist das ein Fest. (Allerdings spielt auch Kevin Spacey mit, was im Dialog zu einem unbeabsichtigten bösen Lacher führt...).
Seine Verfilmung von Running Man hat mich eher enttäuscht, da sieht man einerseits zu wenig von seiner kreativen Handschrift, andererseits bleibt der Film so unentschieden, in dem, was er aussagen/sein will.
Irgendwo geistert übrigens auch eine frühe Serie namens "Spaced" herum, die er auch schon mit Simon Pegg und Nick Frost gemacht hat. Davon hab ich aber nur Ausschnitte/einzelne Folgen gesehen.
Danke für die ausführliche Beratung =D
Das hört sich ja gut an, da werde ich mal noch ein bisschen weiter gucken wenn ich mit Worlds Ebd durch bin.
Also ich glaube ich habe nur die beiden genannten gesehen und auch nur jeweils ein Mal. Müsste mal schauen, was der sonst noch fabriziert hat.
Scott Pilgrim vs. the world ist soweit ich weiß eine Comicverfilmung und es gibt auch Comicelemente. Aber ich kann den Film beim besten Willen nicht beschreiben; Band-Wettbewerb, Teenie-Lovestory, sehr sehr sehr viel Action. Irgendwie ein Fiebertraum. Hab ich sehr sehr gut in Erinnerung!
Baby Driver würde ich in das Heist-Movie- / Gentleman-Gangster-Genre stecken. Mit besonderem Fokus auf die Musik die der Protagonist zusammen mit dem Zuschauer hört und mit recht viel Witz.
Danke, dann suche ich da mal die weiteren Filme dann raus.
Buch: Die ersten zwei Trilogien von Robin Hobb. Fantasy mit dreidimensionalen Charakteren und ohne Vereinfachungen: die fast schon obligatorisch spätmittelalterliche Gesellschaft ist genauso komplex wie unsere heutige. Drachen sind sowohl Helfer als auch Arschlöcher (sie haben tatsächlich unterschiedliche Charaktere!) und Zauberei hilft auch nicht immer.
TV: The Night Manager. Spionagethriller mit allem was dazugehört, aber irgendwie mehr Netflix. Gute wenn nicht allzu tiefe Unterhaltung. Und Hugh Laurie ist eh immer sehenswert.
Ich habe angefangen ein paar Bücher aus dem "Kultur-Zyklus" von Ian Banks zu lesen und bin jetzt bei Band 3.
Absolut interessante Welt, die da erdacht wurde. Die Story vom ersten Teil war auch wild, die vom Zweiten völlig anders aber dennoch total fesselnd.
Beim dritten Teil habe ich jetzt irgendwie das Gefühl, dass da wirklich sehr viel konfuses Füllmaterial als Hintergrundgeschichte des Protagonisten eingestreut ist. Ich bin zu 75% durch und es ist äußerst wenig passiert.
Zudem hatte ich mich entschlossen das mal auf Deutsch zu lesen und nun ist der Sprachstil der Übersetzung völlig anders, Teile der "Umgebung" werden anders (und im Widerspruch zur erklärten Ideologie) bezeichnet. Wieder mal ein Grund, Originale zu lesen.
Generell bin ich noch nicht sicher, was ich davon halten soll. Der Sci-Fi-Part ist echt fesselnd, gleichzeitig wird eine tolle, freie Gesellschaft beschrieben, die viele unserer Probleme überwunden hat.
Und dann bestehen die Beschreibungen des ach so befreiten Körperverständnisses quasi daraus, dass die Frauen (und eben nur die) ziemlich permanent als leicht-bekleidete (potentielle) Love-Interests für die Hauptcharakter beschrieben werden.
Klar, die Reihe wurde in den 80er Jahren angefangen. Aber das ist schon lahm.
Hat das jemand hier schon gelesen?
Gestern war Bandcamp Friday und jetzt hab ich ganz viel tolle neue Musik. Alben von
Fuck, ich liebe Musik 🥰
Ich hab bei arte Tracks "Weltkrieg als Bühnenshow - Kriegsästhetik im Metal" (bzw "Kanonenfieber und 1914: Kriegskritik oder Weltkriegsparty" auf YT) geschaut und bin wieder in den Kaninchenbau geklettert:
https://www.arte.tv/de/videos/130517-010-A/tracks/
oder
https://m.youtube.com/watch?v=i_1TKxRMIXY&pp=ygUZa2Fub25lbmZpZWJlciBhcnRlIHRyYWNrcw%3D%3D
Erstmal finde ich, dass arte sich wirklich Mühe mit diesem Beitrag gemacht hat und für mich ist da auch eine Entwicklung zu sehen, wie bei arte das Genre nicht mehr nur in eine Schublade gesteckt wird. Dann habe ich mir einiges von diesen Bands auf YT angeschaut, was ich ohne diesen Beitrag nie getan hätte. Musikalisch vielleicht nicht immer ganz auf meiner Linie, aber die reflektierten Aussagen der Sänger haben mein Interesse geweckt.
Zum anderen bin ich in dem Beitrag wieder über Ralf Raths gestolpert, den wissenschaftlichen Leiter des Panzermuseums Munster. Da möchte ich demnächst mal wieder hin. Und für wen das gerade abschreckend wirkt - das Panzermuseum ist nicht nur ein Technik-, sondern auch ein Historienmuseum und stabil in der Ausrichtung. (Siehe u.a. das Merch im Museumsshop "FDGO Ultra" oder "Woke & Wehrhaft".)
Außerdem hat das Panzermuseum seit mehreren Jahren einen YouTube-Kanal, auf den ich zu Beginn des Ukraine-Kriegs aufmerksam geworden bin. Und siehe da, da hatte ich doch glatt Musik im Panzermuseum: "Panzerhenker" von Knonenfieber in der Analyse (Wacken Special) übersehen.