Ohne das Video gesehen zu haben, die Szene in Daumennagel hat auf jeden Fall was mit dem Wiederaufbau nach dem 2. WK zu tun. So einige Städte waren mehr oder weniger vollkommen zerbombt.
Ja, aber das Thema Entstuckung macht mich immer noch jedes mal wütend wenn ich drüber nachdenke. Hat oft auch mit dem 2.WK zu tun, aber diese Zerstörung waren wir aber direkt selber und nicht nur indirekt.
Hab das Video (auch) noch nicht gesehen aber ja, es wird gerne so viel auf den zweiten Weltkrieg geschoben. Der ist definitiv auch Mitursache aber so viel wurde vollkommen Grundlos in den Jahrzehnten danach zerstört oder abgerissen und durch Bausünden ersetzt.
Einfach traurig. Noch dazu finde ich, dass leider auch Architeken heutzutage weit weit weg sind von dem Punkt an dem sie mal waren. Die meisten Neubauten heute sind zwar zumindest nicht mehr abgrundtief hässlich aber schön triffts auch nicht.
Köln wurde noch heftiger zerstört. In Dresden und der DDR wurde die Bombardierung durch die US Luftwaffe für Antiamerikanische Propaganda genutzt. Deshalb ist das Thema dort sehr viel präsenter.
Was die Hässlichkeit der Nachkriegsarchitektur angeht, können wir in Köln aber sehr gut mithalten.
Die haben so in etwa einen Quadratkilometer wieder aufgebaut. Das ist nett für Touristen, aber gerade Dresden hat wirklich richtig hässliche Ecken, wenn man das Gebiet auch nur kurz verlässt. Wenn man dann weiter geht dann wird es wieder schön, da in Dresden fast nur die Innenstadt zerbombt wurde, dafür aber richtig.
Dresden hat nach dem Krieg halt diesen einen Quadratkilometer wieder aufgebaut und das sehr schön. Allerdings wurde beim Rest der Innenstadt alles abgetragen und dann mit neuem Stadtplan wieder aufgebaut. Sprich außerhalb des schönen Teils der Innenstadt hat man weite sehr einfach gehaltene Stalinistischen Klassizismus Straßen und sehr viel Platte. Erst nach dem man diesen Gürtel von etwa 2km durch hat wird es wieder schöner, da dort halt nicht Tablua Rasa gemacht wurde.
Im Gegensatz dazu haben die meisten anderen Städte in Deutschland fast im alten Stadtplan wieder neu gebaut und nur einige Autoschneisen durchgeprügelt. Gebäude die den Krieg überlebt haben, wurden oft auch repariert und erhalten. Deshalb hat man in dem Bereich wo Dresden viel Platte hat oft Gründerzeitviertel mit mehr oder weniger vielen Nachkriegsbauten dazwischen.
Praktisch ist der große Unterschied nicht die Menge der "alten" Bausubtanz, sondern das Dresden fast alles in einem relativ kleinen Bereich in der Innenstadt hat, während es bei den meisten anderen Städten viel mehr verteilt ist.
einen großen teil warum alles so hässlich ist ist die werbung von einzelnen geschäften die dir was verkaufen wollen. die saugen deine aufmerksamkeit aus dir heraus wie bier aus einem zapffass sodass du leer und seelenlos die straße runter läufst. klar wirkt dann alles tot, leblos auf dich. am besten wäre es wenn werbung nur dezent oder gar nicht stattfinden darf, so dass es funktional aber nicht aufmerksamkeitshaschend ist.
Es gibt da ja durchaus Einkaufsstraßen in denen das strenger durchgesetzt wird. Leider meist nur die absolut hochpreisigen, in München etwa die Maximiliansstraße (hier zerstören dafür die Autos dann die Optik) und die Gegend direkt um den Odeonsplatz herum.
Das wird jetzt gerade richtig spannend, da die Gebäude aus dem Wiederaufbau nach dem 2 Weltkrieg jetzt langsam in eine Phase kommen, wo man sie mal richtig sanieren muss. Das ist allerdings so teuer, dass sich recht realistisch bei vielen auch ein Abriss und Neubau lohnen kann. In vielen Städten gibt es genau aus der Zeit Bausünden und wenn man die durch etwas besseres ersetz, dann wertet dass den gesamten Bereich auf.
Allerdings gibt es seit der Postmoderne wirklich nicht mehr die Idee das Schmuck nicht mehr an Gebäude darf. Das wird so auch gelehrt.
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Warum wurde Deutschland so hässlich? - YouTube | Spyke
21 replies
Die autofreundliche Stadt war wohl eine der dümmeren Ideen der Menschheit.
Ja, aber selbst die autofreien Innenstädte sind nicht schön
Das liegt meiner Meinung nach wirklich einzig am Brutalismus. Absoluter Unfall diese Stilrichtung.
Aber der Mäusebunker ist schon echt beeindruckend
Wenn man da doch nur mehr Bäume haben könnte… wie, geht nicht? Schade.
Geniales Video. Bitte mehr Content davon.
Ohne das Video gesehen zu haben, die Szene in Daumennagel hat auf jeden Fall was mit dem Wiederaufbau nach dem 2. WK zu tun. So einige Städte waren mehr oder weniger vollkommen zerbombt.
Ja, aber das Thema Entstuckung macht mich immer noch jedes mal wütend wenn ich drüber nachdenke. Hat oft auch mit dem 2.WK zu tun, aber diese Zerstörung waren wir aber direkt selber und nicht nur indirekt.
Hab das Video (auch) noch nicht gesehen aber ja, es wird gerne so viel auf den zweiten Weltkrieg geschoben. Der ist definitiv auch Mitursache aber so viel wurde vollkommen Grundlos in den Jahrzehnten danach zerstört oder abgerissen und durch Bausünden ersetzt.
Einfach traurig. Noch dazu finde ich, dass leider auch Architeken heutzutage weit weit weg sind von dem Punkt an dem sie mal waren. Die meisten Neubauten heute sind zwar zumindest nicht mehr abgrundtief hässlich aber schön triffts auch nicht.
Exakt. Gehste nach Ost- oder Südbayern, findeste schmucke mittelalterliche Stadtkerne.
Komm in die Schweiz oder auch nur nach Konstanz, dann siehste wie Deutschland ohne den 2. WK aussehen würde.
Bausünden haben wir auch, aber weitaus weniger.
Hauptunterschied ist, dass die Bausünden nicht im sondern um den Stadtkern sind.
Dresden wurde mit am heftigsten zerbombt, genauso wie polnische Städte. Die meisten sind heute ganz ansehnlich.
Vielleicht solltest du das Video mal anschauen
Köln wurde noch heftiger zerstört. In Dresden und der DDR wurde die Bombardierung durch die US Luftwaffe für Antiamerikanische Propaganda genutzt. Deshalb ist das Thema dort sehr viel präsenter.
Was die Hässlichkeit der Nachkriegsarchitektur angeht, können wir in Köln aber sehr gut mithalten.
Die haben so in etwa einen Quadratkilometer wieder aufgebaut. Das ist nett für Touristen, aber gerade Dresden hat wirklich richtig hässliche Ecken, wenn man das Gebiet auch nur kurz verlässt. Wenn man dann weiter geht dann wird es wieder schön, da in Dresden fast nur die Innenstadt zerbombt wurde, dafür aber richtig.
Ein Quadratkilometer ist schon mal mehr als in vielen anderen Städten.
Dresden hat nach dem Krieg halt diesen einen Quadratkilometer wieder aufgebaut und das sehr schön. Allerdings wurde beim Rest der Innenstadt alles abgetragen und dann mit neuem Stadtplan wieder aufgebaut. Sprich außerhalb des schönen Teils der Innenstadt hat man weite sehr einfach gehaltene Stalinistischen Klassizismus Straßen und sehr viel Platte. Erst nach dem man diesen Gürtel von etwa 2km durch hat wird es wieder schöner, da dort halt nicht Tablua Rasa gemacht wurde.
Im Gegensatz dazu haben die meisten anderen Städte in Deutschland fast im alten Stadtplan wieder neu gebaut und nur einige Autoschneisen durchgeprügelt. Gebäude die den Krieg überlebt haben, wurden oft auch repariert und erhalten. Deshalb hat man in dem Bereich wo Dresden viel Platte hat oft Gründerzeitviertel mit mehr oder weniger vielen Nachkriegsbauten dazwischen.
Praktisch ist der große Unterschied nicht die Menge der "alten" Bausubtanz, sondern das Dresden fast alles in einem relativ kleinen Bereich in der Innenstadt hat, während es bei den meisten anderen Städten viel mehr verteilt ist.
einen großen teil warum alles so hässlich ist ist die werbung von einzelnen geschäften die dir was verkaufen wollen. die saugen deine aufmerksamkeit aus dir heraus wie bier aus einem zapffass sodass du leer und seelenlos die straße runter läufst. klar wirkt dann alles tot, leblos auf dich. am besten wäre es wenn werbung nur dezent oder gar nicht stattfinden darf, so dass es funktional aber nicht aufmerksamkeitshaschend ist.
Es gibt da ja durchaus Einkaufsstraßen in denen das strenger durchgesetzt wird. Leider meist nur die absolut hochpreisigen, in München etwa die Maximiliansstraße (hier zerstören dafür die Autos dann die Optik) und die Gegend direkt um den Odeonsplatz herum.
Ich weiß nicht, son Galeria Kaufhaus sieht einfach so kacke aus, da hilft die Werbung in den Schaufenstern eher ein bisschen.
Das wird jetzt gerade richtig spannend, da die Gebäude aus dem Wiederaufbau nach dem 2 Weltkrieg jetzt langsam in eine Phase kommen, wo man sie mal richtig sanieren muss. Das ist allerdings so teuer, dass sich recht realistisch bei vielen auch ein Abriss und Neubau lohnen kann. In vielen Städten gibt es genau aus der Zeit Bausünden und wenn man die durch etwas besseres ersetz, dann wertet dass den gesamten Bereich auf.
Allerdings gibt es seit der Postmoderne wirklich nicht mehr die Idee das Schmuck nicht mehr an Gebäude darf. Das wird so auch gelehrt.