Ich verstehe leider die Abneigung gegen die Aktienrente nicht. Das Umlagesystem funktioniert ganz offensichtlich nicht und ich bin selbst seit vielen Jahren im Kapitalmarkt investiert. Wieso sollen Gewinne denn weiter privatisiert werden, statt diese zu sozialisieren?
meine größte abneigung gegen die aktienrente ist die, dass sie finanzielle ungleichheiten weiter vergrößert. die, die es sich leisten können, legen in aktien an, während die, die es sich nicht leisten können, leer ausgehen. die politik sollte sich aber um alle menschen kümmern, unabhängig davon wieviel sie in aktien einlegen können.
abgesehen davon kann die aktienrente als zusätzliche maßnahme sehr sinnvoll sein. und ich bin auch ein großer fan davon. denn es könnte langfristig tatsächlich dazu führen, dass anteile an den unternehmen in der bevölkerung breiter verteilt sind.
Wenn sich die Hedgefonds und Großaktionäre mal wieder verzocken (aktuell eher eine Frage der Zeit angesichts AI-Blase) ist ,,nicht retten" keine Option mehr wenn die Gesamtgesellschaftliche Altersvorsorge mit drin steckt.
An sich stimme ich dir zu, das Problem ost nur, dass gewiefte Menschen dann gegen die Altersvorsorge der tatsächlich Arbeitenden Bevökerumg spekulieren können.
Die "gesamtgesellschaftliche Altersvorsorge" steckt dann mit vielleicht 1% des Investitionsvolumens[1] in einem Einzelwert. Klar, wenn natürlich alles um 50% einbricht, ändert das auch nicht viel. Gesamthistorisch betrachtet ging es jedoch immer weiter nach oben, was bei ständiger Produktivitätssteigerung ja auch irgendwie Sinn ergibt.
In jedem Fall funktioniert das Umlagesystem aber jetzt schon nicht mehr und schauen wir uns die Alterspyramide an, dann kann es nicht anders laufen als dass es noch viel viel schlimmer wird. Wer sich dieser Realität verweigert und aus ideologischen Gründen keine Alternative in Betracht ziehen will, leistet seiner Bevölkerung einen Bärendienst.
Weiterhin sind die derzeitigen Vorschläge meines Wissens nach alle als Parallelstruktur zum Umlagesystem gedacht, welches weiterhin laufen soll. Man muss also wirklich keinen Sozialkollaps durch Kurseinbrüche befürchten.
[1]: Je nach Vorschlag reden wir hier von etwa 10 Mrd. Euro jährlichen Staatsausgaben, oder einer zusätzlichen Abgabe von etwa 2% des Bruttoeinkommens. Das sind ingesamt einfach lächerlich geringe Summen, bei denen keine "Rettung" durch den Staat oder irgendwen notwendig sind. In meinen Augen sind die derzeitigen Vorschläge deswegen auch noch viel zu konservativ und es müsste sehr viel mehr in einen kapitalgedeckten Topf umgeschüttet werden.
Klar, wenn natürlich alles um 50% einbricht, ändert das auch nicht viel.
Was Finanzkrisen so an sich haben. Als Privatinvestor kann man das aussitzen (falls man nicht grade dann Geld braucht) wenn man allerdings auszahlen MUSS verscherbelt man halt in der Krise viel Ware unter wert.
Gesamthistorisch betrachtet ging es jedoch immer weiter nach oben, was bei ständiger Produktivitätssteigerung ja auch irgendwie Sinn ergibt.
Deswegen bin ich auch nicht grundsätzlich dagegen, aber es lohnt sich sich voher gedanken zu machen welche Implikationen das hat und welche Folgen es haben könnte.
Wer sich dieser Realität verweigert und aus ideologischen Gründen keine Alternative in Betracht ziehen will,
Habe ich wo gesagt?
Dass das Umlagesystem alleine so nicht mehr trägt und reformiert werden muss ist bei der Alterstruktur klar.
Weiterhin sind die derzeitigen Vorschläge meines Wissens nach alle als Parallelstruktur zum Umlagesystem gedacht, welches weiterhin laufen soll.
Sind halt die bisherigen Vorschläge und tut mir leid aber ich habe leider wirklich keinen Glauben mehr daran, das Politiker wie Blackrock-Fritze langfristig das Wohl der Mehrheit im Blick haben. Wenn mich nicht alles täuscht öffnet Trump gerade 401K (der als kapitalgedeckte Altersvorsorge gedacht ist) für Privatinvestoren. Um mich deiner Polemik von oben zu bedienen: Wer sich dieser Realität verweigert und aus ideologischen Gründen nicht in betracht zieht, dass ähnliches auch hier passieren kann... .
In meinen Augen sind die derzeitigen Vorschläge deswegen auch noch viel zu konservativ
Angesichts der diversen Finanzkrisen die ich trotz meines relativ jungen Alters schon miterleben durfte ist mir konservatives Vorgehen hier tatsächlich mal lieber um, wie du selbst oben ausführst, potentielle Schäden erstmal zu begrenzen.
Ah alles klar, dann hab ich dich falsch verstanden, sorry meinerseits.
Ich denke wir können uns darauf einigen das es eine Reform braucht und das der Kapitalmarkt eine Möglichkeit ist die Renten an den allgemeinen Produktivitätszuwächsen zu beteiligen. Wie stark man darauf setzten sollte und welche Risiken das mit sich bringt wird man sehen müssen.
Ich verstehe leider die Abneigung gegen die Aktienrente nicht. Das Umlagesystem funktioniert ganz offensichtlich nicht und ich bin selbst seit vielen Jahren im Kapitalmarkt investiert. Wieso sollen Gewinne denn weiter privatisiert werden, statt diese zu sozialisieren?
meine größte abneigung gegen die aktienrente ist die, dass sie finanzielle ungleichheiten weiter vergrößert. die, die es sich leisten können, legen in aktien an, während die, die es sich nicht leisten können, leer ausgehen. die politik sollte sich aber um alle menschen kümmern, unabhängig davon wieviel sie in aktien einlegen können.
abgesehen davon kann die aktienrente als zusätzliche maßnahme sehr sinnvoll sein. und ich bin auch ein großer fan davon. denn es könnte langfristig tatsächlich dazu führen, dass anteile an den unternehmen in der bevölkerung breiter verteilt sind.
Ein Probelm das ich sehe:
Wenn sich die Hedgefonds und Großaktionäre mal wieder verzocken (aktuell eher eine Frage der Zeit angesichts AI-Blase) ist ,,nicht retten" keine Option mehr wenn die Gesamtgesellschaftliche Altersvorsorge mit drin steckt. An sich stimme ich dir zu, das Problem ost nur, dass gewiefte Menschen dann gegen die Altersvorsorge der tatsächlich Arbeitenden Bevökerumg spekulieren können.
Die "gesamtgesellschaftliche Altersvorsorge" steckt dann mit vielleicht 1% des Investitionsvolumens[1] in einem Einzelwert. Klar, wenn natürlich alles um 50% einbricht, ändert das auch nicht viel. Gesamthistorisch betrachtet ging es jedoch immer weiter nach oben, was bei ständiger Produktivitätssteigerung ja auch irgendwie Sinn ergibt.
In jedem Fall funktioniert das Umlagesystem aber jetzt schon nicht mehr und schauen wir uns die Alterspyramide an, dann kann es nicht anders laufen als dass es noch viel viel schlimmer wird. Wer sich dieser Realität verweigert und aus ideologischen Gründen keine Alternative in Betracht ziehen will, leistet seiner Bevölkerung einen Bärendienst.
Weiterhin sind die derzeitigen Vorschläge meines Wissens nach alle als Parallelstruktur zum Umlagesystem gedacht, welches weiterhin laufen soll. Man muss also wirklich keinen Sozialkollaps durch Kurseinbrüche befürchten.
[1]: Je nach Vorschlag reden wir hier von etwa 10 Mrd. Euro jährlichen Staatsausgaben, oder einer zusätzlichen Abgabe von etwa 2% des Bruttoeinkommens. Das sind ingesamt einfach lächerlich geringe Summen, bei denen keine "Rettung" durch den Staat oder irgendwen notwendig sind. In meinen Augen sind die derzeitigen Vorschläge deswegen auch noch viel zu konservativ und es müsste sehr viel mehr in einen kapitalgedeckten Topf umgeschüttet werden.
Was Finanzkrisen so an sich haben. Als Privatinvestor kann man das aussitzen (falls man nicht grade dann Geld braucht) wenn man allerdings auszahlen MUSS verscherbelt man halt in der Krise viel Ware unter wert.
Deswegen bin ich auch nicht grundsätzlich dagegen, aber es lohnt sich sich voher gedanken zu machen welche Implikationen das hat und welche Folgen es haben könnte.
Habe ich wo gesagt?
Dass das Umlagesystem alleine so nicht mehr trägt und reformiert werden muss ist bei der Alterstruktur klar.
Sind halt die bisherigen Vorschläge und tut mir leid aber ich habe leider wirklich keinen Glauben mehr daran, das Politiker wie Blackrock-Fritze langfristig das Wohl der Mehrheit im Blick haben. Wenn mich nicht alles täuscht öffnet Trump gerade 401K (der als kapitalgedeckte Altersvorsorge gedacht ist) für Privatinvestoren. Um mich deiner Polemik von oben zu bedienen: Wer sich dieser Realität verweigert und aus ideologischen Gründen nicht in betracht zieht, dass ähnliches auch hier passieren kann... .
https://www.forbes.com/sites/carriemccabe/2025/08/21/private-equity-in-your-401k-what-trumps-order-opens-and-doesnt/
Angesichts der diversen Finanzkrisen die ich trotz meines relativ jungen Alters schon miterleben durfte ist mir konservatives Vorgehen hier tatsächlich mal lieber um, wie du selbst oben ausführst, potentielle Schäden erstmal zu begrenzen.
Ich habe mich dabei auf Die Linke bezogen. War vielleicht etwas missverständlich formuliert.
Ah alles klar, dann hab ich dich falsch verstanden, sorry meinerseits.
Ich denke wir können uns darauf einigen das es eine Reform braucht und das der Kapitalmarkt eine Möglichkeit ist die Renten an den allgemeinen Produktivitätszuwächsen zu beteiligen. Wie stark man darauf setzten sollte und welche Risiken das mit sich bringt wird man sehen müssen.