Vorschläge an Bundesregierung: Das sind die Empfehlungen der Rentenkommission
https://www.tagesschau.de/inland/rentenkommission-renteneintrittsalter-fonds-100.htmlOpen linkView original on feddit.org
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Das finde ich tatsächlich eine gute Idee. Denn wenn das in großem Maßstab geschieht, dann führt es tatsächlich dazu, dass die Mittelschicht große Anteile an den (börsennotierten) Unternehmen halten.
Die Mittelschicht kann das heute schon sehr bequem selbst über ETF und zukünftig über das Altersvorsorgedepot auch gefördert.
Ich halte sowas grundsätzlich für sinnvoll aber meine Befürchtung wäre, dass jede Regierung an dem kleckervermögen wieder rumfummelt, Parteien wie die Linke das eigentlich eh kategorisch ablehnen. Das wird dann schnell verfrühstückt oder im schlechtesten Zeitpunkt verkauft.
naja also ich teile deine bedenken dass der staat natürlich nicht perfekt ist aber die frage ist ob kleine, teilweise schwach informierte privatpersonen da bessere entscheidungen treffen ...
Deren Größe ändert denke ich nichts an der Entscheidungsqualität und Portale wie https://www.finanztip.de/ liefern alles was man wissen muss, um solche Fehler nicht zu machen.
frag 100 personen auf der straße danach wie sehr sie sich mit aktien investitionen auskennen. sicher kann man sich informieren aber du vergisst dabei dass lebenszeit und aufmerksamkeit auch sehr wertvolle ressourcen sind und bei weitem nicht alle menschen davon übermäßiges maß zur verfügung haben.
Kann ich Die Leute, die ich frage gezielt auswählen? Wenn ich dann nämlich auf die jüngeren zugehe, stehen die Chancen statistisch fifty-fifty, dass diejenigen schon Erfahrungen mit Wertpapieren haben. Die sind Nicht auf den Kopf gefallen und treiben aktuell den Boom bei dem Thema in Deutschland. Und das ganz ohne nennenswerte Unterstützung von Schule oder Staat.
Würde Vater Staat denen allen zum 18. das Buch von Finanztip schicken, würde das unter dem Strich vermutlich mehr an der finanziellen Situation im Alter ändern, als diese 2 % unter staatlicher Verwaltung.
ein großes problem dass ich beim Aktien-Investieren sehe ist dass die Leute ihr Geld in Aktien anlegen anstatt zu konsumieren was effektiv die Wirtschaft abwürgt. Daher halte ich es für sehr fragwürdig, dass Leute ihr Geld im großen Maßstab in ETFs legen.
Wenn du es für essentiell hältst, dass wir so viel Geld wie möglich jetzt konsumieren, um unsere Wirtschaft zu pampern, sollte dir jede Verschiebung vom Netto in die Altersvorsorge missfallen. Das engt den Lösungsraum dann doch recht stark ein.
Aber dann profitieren ja auch nur wieder die gebildeten und die, die jeden Monat etwas zum sparen haben. Ich denke es geht darum die Breite der Gesellschaft am Kapitalmarkt teilhaben zu lassen.
Ich denke da ist mein Menschenbild einfach ein anderes. Es braucht nicht viel Bildung einen Sparplan einzurichten und es geht ab 25 € im Monat. Und wenn irgendjemand kein Geld hat, dann hat er auch kein Geld, dass die Regierung von seinem Gehalt abzwachen kann, um es für ihn anzulegen.
Geht es nicht darum einen Teil des Geldes, welches jetzt in die gesetzliche Rentenversicherung geht in den Kapitalmarkt umzuleiten? Das Geld geht vom Brutto ab.
Es braucht nicht viel Bildung einen Sparplan einzurichten? Ich glaube du überschätzt die finanzielle Bildung deiner Mitbürger:innen maßlos.
Dein Menschenbild finde ich schwierig, klingt ziemlich nach FDP.
Da steht was von einem Zusatzmechanismus. Nie und nimmer werden die effektiv von den heutigen Rentenbeiträgen (die ja instant verkonsumiert werden) irgendwas abzwacken.
Dass Menschen nicht doof sind und grundsätzlich für sich selbst Entscheidungen treffen können findest du schwierig?
ehrlich gesagt ja, das klingt sehr realitätsfern für mich. zumindest ich selber weiß wie viele scheiß entscheidungen ich schon getroffen habe einfach weil ich's nicht besser wusste. wenn es nicht immer wieder mal hilfreiche regelungen gäbe an die ich mich halten muss dann hätte ich mich wahrsl. auch nicht krankenversichern lassen weil "ich bin ja eh jung, wird schon nichts passieren". ...
Na hey, dann haben wir jetzt ja deinen Track Record, der nicht so gut ist und dem gegenüber den von Vater Staat der in punkto Altersvorsorge nicht so gut ist, weil man lieber 30 mal "die Rente ist sicher" ins Mikro spricht als eine echte Rentenreform zu starten, die demographische, so schon in den Neunzigern absehbar war.
so oder so, selbst wenn du sagst, die Leute müssen an die Hand genommen werden: wir haben gerade das Altersvorsorgedepot auf dem Weg gebracht. Das steht ab nächstem Jahr zur Verfügung. Warum jetzt noch ein Staatsfonds daneben stellen, wenn es nur um den netten Zwang geht, dass Leute da 2 % ihres Gehalt zusätzlich in die Altersvorsorge reinstecken sollen? Dann nutzt das bestehende Vehikel und startet kein neues, dass wieder zerredet werden kann.
Im Artikel steht "Teil der Beiträge soll in Fonds fließen".
Das framest du jetzt aber schon ziemlich arg, findest du nicht? Ich habe keine Zeit und auch nicht besonders viel Lust diese alte Debatte zu führen. Aber im Grundsatz geht es darum, dass Menschen nicht mit den selben Voraussetzungen auf die Welt kommen, die ihnen die Möglichkeit geben, selbst Entscheidungen zu treffen. Da spielt nicht Dummheit eine Rolle, sondern der Zugang zum Bildungssystem. Schwierig finde ich ein meritokratisches Denken und die (neo)liberale Haltung, die du hier vertrittst. Das ist dein gutes Recht, aber mein Menschenbild ist eben ein vollkommen anderes.
Zusammengefasst, keine Einschnitte bei den Alten, die Jüngeren sollens richten
alte menschen bekommen geld das sie ausgeben, z.b. an pflegekräfte (das sind dann die jungen)
Und der arme Enkeltrickbetrüger geht mal wieder leer aus, ja?
Es wäre auch unverantwortlich, wenn sich diese Berufsgruppen nicht mehr in eigenen Versorgungswerken organisieren könnten, sonden mit dem gesetzlichen Rentensystem abgeben und solidarisch die Gemeinschaft stützen müssten:
am Ende können auch alle selbstständigen frei entscheiden, ob sie überhaupt fürs Alter versorgen oder nicht
Ich überlege gerade, ob das für das Rentensystem überhaupt vorteilhaft wäre, diese Berufsgruppen dabei zu haben. Das sind vermutlich schon diejenigen, die tendenziell lange leben und daher auch Rente beziehen. Und mit viel Einkommen entstehen ja auch hohe Ansprüche. Das ist ja was anderes als bei der Krankenversicherung....