Ich glaube, das ist kein grundsätzlich neues Problem. Politik funtioniert schon immer so und ich selbst erwische mich auch immer wieder dabei, wie ich Geschehenisse so deute, dass die mir in den Kram passen...
Wahrheit war schon bei Plato nur gefühlt. Inzwischen ähneln sich Ideal und Real zu stark, um Wahrnehmung von Wahrheit zu trennen. Man gesteht aber ein, dass jede nicht in einer allgemeingültigen (wahren) Realität sondern in ihrer eigenen Simulation von Realität lebt und (unbeobachtet) fühlt. Daher das Synonym von Wahrnehmung: "gefühlte Wahrheit."
Gefühlte Wahrheiten prägen neues Verlangen, prägen neue Politik.
The only weapon of power, its only strategy against this defection, is to reinject the real and the referential everywhere, to persuade us of the reality of the social, of the gravity of the economy and the finalities of production. To this end it prefers the discourse of crisis, but also, why not? that of desire.
(Baudrillard, 1981, Simulacra and Simulation, p. 29)
Man muss der Bevölkerung wage Wahrnehmungen eingestehen, um Politik machen zu können.
Corona hinterlässt den Eindruck, dass (eine begrenzt bereitstehende Auswahl von) Fakten zu (ungerechten/ungerechtfertigten) Entscheidungen führen. So wird die Faktenlage der Gefühlswelt weitgehend der überlasteten Psychotherapie überlassen.
Die konkurrierende Realitätsbeschreibung des einen ist das Narrative des anderen. Die Prioritätensetzung scheint das vordergründliche Problem zu sein: Wen interessiert noch die Demokratie wenn Schattengesellschaften auf der Straße, im Discord, auf Twitch, auf TikTok, auf Lemmy,... den Alltag prägen?
Ich glaube, das ist kein grundsätzlich neues Problem. Politik funtioniert schon immer so und ich selbst erwische mich auch immer wieder dabei, wie ich Geschehenisse so deute, dass die mir in den Kram passen...
Verwirre mich nicht mit Fakten, ich habe mir mein Vorurteil schon gebildet.
In heutigen Zeiten muss man wohl verstärkt sagen, dass mir schon jemand mein Vorurteil gebildet hat - Gell Herr Springer
Wahrheit war schon bei Plato nur gefühlt. Inzwischen ähneln sich Ideal und Real zu stark, um Wahrnehmung von Wahrheit zu trennen. Man gesteht aber ein, dass jede nicht in einer allgemeingültigen (wahren) Realität sondern in ihrer eigenen Simulation von Realität lebt und (unbeobachtet) fühlt. Daher das Synonym von Wahrnehmung: "gefühlte Wahrheit."
Gefühlte Wahrheiten prägen neues Verlangen, prägen neue Politik.
Man muss der Bevölkerung wage Wahrnehmungen eingestehen, um Politik machen zu können.
Corona hinterlässt den Eindruck, dass (eine begrenzt bereitstehende Auswahl von) Fakten zu (ungerechten/ungerechtfertigten) Entscheidungen führen. So wird die Faktenlage der Gefühlswelt weitgehend der überlasteten Psychotherapie überlassen.
Die konkurrierende Realitätsbeschreibung des einen ist das Narrative des anderen. Die Prioritätensetzung scheint das vordergründliche Problem zu sein: Wen interessiert noch die Demokratie wenn Schattengesellschaften auf der Straße, im Discord, auf Twitch, auf TikTok, auf Lemmy,... den Alltag prägen?
Das Narrativ erzeugt die Wirklichkeit.