Dieser Artikel ist wenig objektiv und überaus emotional geschrieben. Ich kann persönlich wenig über die Interventionistische Linke sagen, aber wer sich politisch Gehör verschaffen und ernstgenommen werden will, sollte vielleicht auf einem anderen Niveau schreiben. Durch Radikalität kann auch kein echter Diskurs entstehen
Da werden Leute über fast ein Jahrzehnt ausspioniert, der Spitzel geht u.a. Liebesbeziehungen ein und du wunderst dich, dass die Leute "emotional" schreiben? Ich finde es im Gegenteil gerade dadurch einen guten Text, weil man zumindest einen Eindruck davon bekommt, was diese Spitzelei im Leben vieler Leute alles anrichtet.
Ich sag's mal so: Die IL schreibt in ihrem Artikel selber, dass sie (zumindest in Teilen) gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und ihre Organe (bspw. Verfassungsschutz) arbeitet. Veränderung lässt sich auch demokratisch erreichen, stattdessen wird hier bewusst der radikale Weg gewählt. Ob legitim oder nicht legitim, darüber lässt sich streiten (Stichwort wehrhafte Demokratie). Wer sich aber grundsätzlich über die Regeln stellt und unsere Gesetze selber nicht respektiert, der muss meiner Meinung nach auch damit umgehen können, wenn gegen einen selbst mit vermeintlich "unfairen" Mitteln gespielt wird.
Wo schreiben sie denn, dass sie gegen die FDGO arbeiten? Kapitalismus und Patriarchat sind nicht Teil der FDGO und der Verfassungsschutz auch nicht.
Und was ist das denn bitte für eine Argumentation, zu sagen "Wenn Kriminelle sich nicht an Gesetze halten, muss der Staat sich auch nicht an Gesetze halten"?
Ich finds Scheiße wie man sich so empathisch für Dilan ausdrückt, weil er psychisch labil ist, aber gleichzeitig ihn so dermaßen runterzieht. Wenn ihr euch so dermaßen über ihn Sorgen machen würdet, dann würdet ihr ihn nicht im Internet bloßstellen und unzensiert sein Bild ins Internet stellen. Stattdessen würde man es intern regeln und auf unbestimmte Zeit ihn keine vertraulichen Informationen geben.
Ich find den Text ziemlich heuchlerisch was das angeht.
Wen meinst du mit "ihr"? Ich bin nicht in der IL und habe den Text nicht geschrieben. Und was meinst du mit "so dermaßen runterziehen"?
Und man kann sich tatsächlich empathisch gegenüber z.B. einem Menschen mit Panikattacken sein und sich "trotzdem" auch den Menschen verpflichtet fühlen, die er ausspioniert hat. Wie sollen die Leute, die er in den letzten fast zehn Jahren ausspioniert hat, denn "intern" gewarnt werden? Es gibt keinen bundesweiten Mailverteiler, indem alle Menschen (und nur die Menschen) sind, die er bespitzelt hat. Und wie sollen die Betroffenen informiert werden, ohne dass jemand von denen das weitergibt? Und ohne dass umgekehrt Gerüchte entstehen, wer es gewesen sein könnte? Und ohne dass Leute sich fragen, ob sie auch bespitzelt wurden?
Ich kann nicht nachvollziehen, wieso die Betroffenen des V-Mann-Einsatzes schuld daran sein sollen, dass es ihm schlecht geht. Der Geheimdinest und der V-Mann sind doch die einzigen, die diese Situation bewusst herbeigeführt haben.
(und was das "auf unbestimmte Zeit ihn keine vertraulichen Informationen geben" angeht: glaubst du ernsthaft, jemand will noch iregndwas mit dem zu tun haben, nachdem man jahrelang von ihm verraten wurde? So funktionieren zwischenmenschliche Beziehungen in aller Regel nicht)
Man kann das halt anders machen ohne den noch weiter ihn psychisch runterzuziehen. Laut Text kann evtl. erkannt werden, dass der Verfassungsschutz die Notlage des Typen auch ausgenutzt hat, da die 500€ im Monat einen signifikanten Anteil seines Lebensunterhalts ausgemacht hat.
Und man hätte auch nicht in der öffentliche Bekanntmachung ihn namentlich mit Bild kenntlich machen brauchen, sondern privat die Bespitzelungsopfer sagen können.
Es gibt viel was man in einer Notlage aus Verzweiflung machen kann und rückwirkend bereut. Nicht nur die IL Mitglieder sondern auch der Typ selner ist Opfer der VS.
Die Konsequenzen (kein Anvertrauen von vertraulichen Informationen mehr, Ausschluss von gewissen Veranstaltungen) durch den Vertrauensbruch kann man einleiten ohne seine psychische Lage schlimmer zu machen.
sondern privat die Bespitzelungsopfer sagen können.
Das bezweifle ich sehr stark, weil die IL ja keine Liste vom Geheimdienst bekommen hat, wen die (bzw. der Typ) in den letzten Jahren alles bespitzelt hat.
Es gibt viel was man in einer Notlage aus Verzweiflung machen kann und rückwirkend bereut
Ja, aber wenn er sowas über Jahre hinweg ständig tut, muss er halt damit rechnen, dass die Information seiner Opfer Vorrang hat.
Du weiß nicht was man alles macht in ner Notlage. Wenn dir Obdachlosigkeit droht und dir die Freund*innen und Verwandtschaft auch nicht helfen können. Ziemlich beschissen dass der VS das ausgenutzt hat.
Dieser Artikel ist wenig objektiv und überaus emotional geschrieben. Ich kann persönlich wenig über die Interventionistische Linke sagen, aber wer sich politisch Gehör verschaffen und ernstgenommen werden will, sollte vielleicht auf einem anderen Niveau schreiben. Durch Radikalität kann auch kein echter Diskurs entstehen
Da werden Leute über fast ein Jahrzehnt ausspioniert, der Spitzel geht u.a. Liebesbeziehungen ein und du wunderst dich, dass die Leute "emotional" schreiben? Ich finde es im Gegenteil gerade dadurch einen guten Text, weil man zumindest einen Eindruck davon bekommt, was diese Spitzelei im Leben vieler Leute alles anrichtet.
Ich sag's mal so: Die IL schreibt in ihrem Artikel selber, dass sie (zumindest in Teilen) gegen unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und ihre Organe (bspw. Verfassungsschutz) arbeitet. Veränderung lässt sich auch demokratisch erreichen, stattdessen wird hier bewusst der radikale Weg gewählt. Ob legitim oder nicht legitim, darüber lässt sich streiten (Stichwort wehrhafte Demokratie). Wer sich aber grundsätzlich über die Regeln stellt und unsere Gesetze selber nicht respektiert, der muss meiner Meinung nach auch damit umgehen können, wenn gegen einen selbst mit vermeintlich "unfairen" Mitteln gespielt wird.
Wo schreiben sie denn, dass sie gegen die FDGO arbeiten? Kapitalismus und Patriarchat sind nicht Teil der FDGO und der Verfassungsschutz auch nicht.
Und was ist das denn bitte für eine Argumentation, zu sagen "Wenn Kriminelle sich nicht an Gesetze halten, muss der Staat sich auch nicht an Gesetze halten"?
Ich finds Scheiße wie man sich so empathisch für Dilan ausdrückt, weil er psychisch labil ist, aber gleichzeitig ihn so dermaßen runterzieht. Wenn ihr euch so dermaßen über ihn Sorgen machen würdet, dann würdet ihr ihn nicht im Internet bloßstellen und unzensiert sein Bild ins Internet stellen. Stattdessen würde man es intern regeln und auf unbestimmte Zeit ihn keine vertraulichen Informationen geben.
Ich find den Text ziemlich heuchlerisch was das angeht.
Wen meinst du mit "ihr"? Ich bin nicht in der IL und habe den Text nicht geschrieben. Und was meinst du mit "so dermaßen runterziehen"?
Und man kann sich tatsächlich empathisch gegenüber z.B. einem Menschen mit Panikattacken sein und sich "trotzdem" auch den Menschen verpflichtet fühlen, die er ausspioniert hat. Wie sollen die Leute, die er in den letzten fast zehn Jahren ausspioniert hat, denn "intern" gewarnt werden? Es gibt keinen bundesweiten Mailverteiler, indem alle Menschen (und nur die Menschen) sind, die er bespitzelt hat. Und wie sollen die Betroffenen informiert werden, ohne dass jemand von denen das weitergibt? Und ohne dass umgekehrt Gerüchte entstehen, wer es gewesen sein könnte? Und ohne dass Leute sich fragen, ob sie auch bespitzelt wurden?
Ich kann nicht nachvollziehen, wieso die Betroffenen des V-Mann-Einsatzes schuld daran sein sollen, dass es ihm schlecht geht. Der Geheimdinest und der V-Mann sind doch die einzigen, die diese Situation bewusst herbeigeführt haben.
(und was das "auf unbestimmte Zeit ihn keine vertraulichen Informationen geben" angeht: glaubst du ernsthaft, jemand will noch iregndwas mit dem zu tun haben, nachdem man jahrelang von ihm verraten wurde? So funktionieren zwischenmenschliche Beziehungen in aller Regel nicht)
Man kann das halt anders machen ohne den noch weiter ihn psychisch runterzuziehen. Laut Text kann evtl. erkannt werden, dass der Verfassungsschutz die Notlage des Typen auch ausgenutzt hat, da die 500€ im Monat einen signifikanten Anteil seines Lebensunterhalts ausgemacht hat.
Und man hätte auch nicht in der öffentliche Bekanntmachung ihn namentlich mit Bild kenntlich machen brauchen, sondern privat die Bespitzelungsopfer sagen können.
Es gibt viel was man in einer Notlage aus Verzweiflung machen kann und rückwirkend bereut. Nicht nur die IL Mitglieder sondern auch der Typ selner ist Opfer der VS.
Die Konsequenzen (kein Anvertrauen von vertraulichen Informationen mehr, Ausschluss von gewissen Veranstaltungen) durch den Vertrauensbruch kann man einleiten ohne seine psychische Lage schlimmer zu machen.
Das bezweifle ich sehr stark, weil die IL ja keine Liste vom Geheimdienst bekommen hat, wen die (bzw. der Typ) in den letzten Jahren alles bespitzelt hat.
Ja, aber wenn er sowas über Jahre hinweg ständig tut, muss er halt damit rechnen, dass die Information seiner Opfer Vorrang hat.
Du weiß nicht was man alles macht in ner Notlage. Wenn dir Obdachlosigkeit droht und dir die Freund*innen und Verwandtschaft auch nicht helfen können. Ziemlich beschissen dass der VS das ausgenutzt hat.
Darauf können wir uns auf jeden Fall einigen ;)