Spektrum: Gerettet wird nur, wer im richtigen Boot sitzt
Die ganze Welt verfolgt die Suche nach fünf Geschäftsleuten in einem verschollenen Tauchboot. Dabei starben dieses Jahr bereits hunderte Menschen im Mittelmeer – nahezu unbemerkt. Ein Kommentar.
von Katharina Menne
https://www.spektrum.de/kolumne/suche-nach-titan-gerettet-wird-nur-wer-im-richtigen-boot-sitzt/2152875Open linkView original on feddit.de136
Comments16
Da ist was dran.
Sehr guter Kommentar. Zeigt mal wieder wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird.
Tauchboote > Schlauchboote
Wenn sich jede Woche ein Milliardär damit ersaufen würde wäre die Berichterstattung und Rettungsaktion sicher auch anders.
Hab den Artikel nicht gelesen, weil der erste Satz schon nicht stimmt:
Es sind 3 Geschäftsleute. Eine weitere Person ist Paul-Henry Nargeolet:
Der letzte ist ein 19-Jähriger, welcher der Sohn von einem der Geschäftsleute ist.
Da bin ich vom Spektrum eigentlich was besseres gewöhnt.
Wusste auch gar nicht, dass Spektrum eine Kolumne hat. Die Wissenschaftsartikel sind immer ziemlich solide.
Stalin soll gesagt haben: "Ein Toter ist eine Tragödie, 1 Millionen Tote ist nur eine Statistik."
Aus der Berichterstattung, die ich kenne, geht nicht hervor, ob die Reichen/Angehörigen/die Firma die die Tauchfahrt angeboten hat, die Rettungsaktion bezahlen. Vielleicht ist das der Unterschied zu den Flüchtlingsbooten, es gibt jemanden der bezahlt.
“Gerettet” sei nun mal dahingestellt, ich würde es “versucht zu retten” nennen, leider…
Aber die Kernaussage trifft natürlich zu.
Leider kann man dies nicht nur bei sowas sondern auch oft in Sachen Geld für Anwälte, Lobbying, Sozialer Matcheinfluss, etc. sagen
Wer hätte gedacht, dass der Staat sich lieber um vermögende Bürger kümmert als um mittellose Flüchtlinge. Aber man braucht halt nen Aufhänger damit jemand den gesellschaftskritischen Artikel liest ...
Was heißt hier "der Staat"?
Warum schicken denn Staaten Hilfe, wenn diese Millionäre/Milliardäre gar nicht deren eigene Staatsbürger sind?
Die US-Navy ist z.B. am Start. Aber grundsätzlich geben sich USA und Kanada bei solchen Themen meist sehr brüderlich, sie sind ja auch Teil einiger Staatenbünde; wenn das ein Boot voller südamerikanischer Arbeitsmigranten gewesen wäre, würde das vermutlich anders aussehen.